#033 - 48-Stunden-Woche, Böllerblödsinn und eine MioMinute
Shownotes
Zahltag zwischen den Jahren: Die Politik denkt laut über das Ende des klassischen Acht-Stunden-Tags nach und stellt eine flexible 48-Stunden-Woche in Aussicht – ein Vorschlag, der alte Arbeitszeit-Debatten neu entfacht. Gleichzeitig eskaliert kurz vor Silvester der Streit ums private Böllern: Die Importe steigen um 62,6 %, während Verletzungen, Müll und Einsatzkosten jedes Jahr neue Rekorde erreichen. Dazu ein Blick in die dunklen Ecken des Internets, wo das extremistische Netzwerk 764 gezielt Kinder und Jugendliche ins Visier nimmt. Und zum Schluss geht es um völlig andere Dimensionen: Hollywood zahlt Spitzenstars inzwischen bis zu 1,1 Millionen Dollar pro Minute Leinwandzeit. Eine Folge über Arbeit, Verantwortung und Zahlen, bei denen man kurz schluckt.
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Redaktion & Host: Daniel Boschmann (danielboschmann.com) • Schnitt & Produktion: Kevin Blume (kevinblume.de)
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00:00:00: Es tanzt ein Biber-Böller-Mann in unserem Land.
00:00:04: Herr Rumpfiedebum, er rüttelt sich, er schüttelt sich.
00:00:08: Er schmeißt sein Böller hinter sich.
00:00:11: Es tanzt ein Biber-Böller-Mann.
00:00:25: Es ist Dienstag, der dreißigste Zwölfte, zwei tausendfünfundzwanzig.
00:00:29: Hier ist Daniel Boschmann mit Zahltag.
00:00:31: Wir rechnen mit der Woche ab.
00:00:32: Ich schnappe mir die aktuellen Zahlen mit den Geschichten daneben und dahinter.
00:00:36: Erst die Meldung, dann das Abschweifen, das ist hier der Auftrag.
00:00:39: So, und ich hoffe, dass wir nach dieser Folge weiterhin Freunde sind.
00:00:45: Ich erkläre auch warum.
00:00:47: Ich finde ja nichts schlimmer, als eine Meinung zu scheuen.
00:00:50: Keine zu haben, weil man sich nicht auskennt oder weil Themen zu komplex für ein Ja oder Nein sind, das ist mehr als in Ordnung.
00:00:57: Ich finde es sogar sehr erfuschend, wenn man jemand lieber eingesteht, etwas nicht zu wissen, als hektisch was rauszuhauen.
00:01:03: Hauptsache, man hat was gesagt.
00:01:05: Und außerdem wollen wir im Miteinander ja wieder mehr Graubereiche zulassen.
00:01:08: Na vielleicht meinen Vorsatz auch fürs neue Jahr, so für alle.
00:01:12: Einfach mal mehr zulassen, mehr tolerieren und mehr akzeptieren.
00:01:16: Und nur weil man in einem Thema nicht einer Meinung ist, ist man ja nicht in allem spinne Feind.
00:01:21: So, lange Rampe für folgende Statement.
00:01:25: Ich finde Böllern an Silvester so richtig scheiße.
00:01:31: So, jetzt ist's raus.
00:01:33: Wenn es nach mir ginge, wäre damit sofort Schluss.
00:01:35: Gestern schon.
00:01:36: Also für den privaten Gebrauch.
00:01:39: Das Thema muss hier also heute stattfinden.
00:01:41: Aber es gibt ja noch mehr.
00:01:44: Zeit des Abschieds.
00:01:45: Ein vorerst letztes Mal schauen wir dieses Jahr zu unserem Lieblingsluvre mit einer Dankesrede.
00:01:52: Möchte ich mich von Mehr Böller importe als letztes Jahr.
00:01:59: Aha, morgen knallts in Deutschland.
00:02:01: Ich bereite dich minutiös.
00:02:03: Für die Diskussion zum Thema Böllerverbot vor, ist mir ein Herzensanliegen.
00:02:27: Netzwerk sieben sechs vier.
00:02:28: Ich bin, da bin ich ehrlich, einmal kurz falsch im Internet abgebogen und schwupps, eine Terrororganisation bedroht Kinder weltweit.
00:02:36: Ich habe mich zu dieser schrecklichen Gruppierung eingelesen und ich bin überrascht, dass man so wenig davon hört.
00:02:41: Und was Lustiges zum Ende.
00:02:43: Eins Komma Eins Millionen Dollar pro Minute.
00:02:47: Was?
00:02:48: Das dürfte die wahnsinnigste Schauspigage in diesem Jahr gewesen sein.
00:02:52: Wer sind die Top-Faldiner-Zweitausendfünfundzwanzig aus Hollywood?
00:02:55: Wer regiert das Kino?
00:02:56: Und wer ist der heimliche Streaming-Champion?
00:02:59: Das jetzt in Zahltag.
00:03:02: Beginnen wir doch mit etwas Lyrischen.
00:03:05: M. M. meine Damen und Herren, geschätzte Langfinger, liebe Kunstbanausen, wir haben uns hier heute versammelt, um ein Haus zu ehren, das dem Begriff Tag der offenen Tür dieses Jahr völlig neu definiert hat.
00:03:19: Ein herzliches Chapeau an die Direktion des Louvre in Paris.
00:03:24: Wir feiern heute das teuerste Selbstbedienungsbefehl der Kunstgeschichte.
00:03:29: In einer Welt, in der alles immer strenger und kontrollierter wird, hat uns der Louvre mit achtundachzig Millionen Euro an Kunstgeschichte daran erinnert, wie schrecklich einem Prokrastination auf die Füße fallen kann.
00:03:43: Aufschieben kann nicht gut gehen.
00:03:45: Vielmehr noch.
00:03:47: Mit einem nicht endenwollenden Reigen an Beispielen der schreienden Inkompetenz habt ihr uns aus dem Louvre vorgehalten und das aus der Stadt der Models und der Mode, dass der schöne Schein gar nichts zählt, wenn die inneren Werte nix können.
00:04:03: Ein besonderer Dank geht hier auch an die Sicherheitsplaner der Galerie d'Apollon oder wie wir hier bei Zeitag sagen, der teuerste Wintergarten der Welt.
00:04:11: Während andere Museen auf Laser barrieren, Drucksensoren und Gesichts Erkennung setzen, habt ihr auf das gute alte Vertrauensprinzip gesetzt.
00:04:22: Und auf ein Standardfenster.
00:04:24: Warum die Außenfassade mit hässlicher Überwachungstechnik verstandeln?
00:04:28: Für den Glauben ans Gute möchte man euch in nicht umarmen.
00:04:33: Danke, dass ihr uns daran erinnert habt, dass man alles werden kann, was man will.
00:04:37: Wenn man es sich nur wirklich zutraut.
00:04:39: Und wenn es eine Karriere als international gesuchter Kunstdieb ist.
00:04:43: Du brauchst kein Geld, keine teure Ausrüstung, eine einfache Leiter und ein gesundes Maß an, lass mal machen, reicht völlig aus.
00:04:53: Man muss letztlich das künstlerische Gesamtwerk als Dienst an der Menschheit würdig.
00:04:58: Es gab wieder analoge Treffen, bei denen man sich unterhält, Auge in Auge und Meinung austauscht.
00:05:06: Gut, das waren jetzt Streiks, aber muss alles immer ein Label haben.
00:05:11: Und dann die Aufarbeitung.
00:05:12: Ich persönlich, ich sehe da keine Management-Feeler.
00:05:15: Ich sehe ein altes Haus auf dem Weg in die Moderne.
00:05:19: Der Louvre, nicht nur Museum von Weltrang, nein, jetzt auch Escape Room für Einsteiger.
00:05:26: Kunst ist für alle da.
00:05:28: Und das hat man wörtlich genommen.
00:05:29: Das ist doch schön.
00:05:31: Vielleicht haben wir am Ende aber auch einfach alles nur missverstanden und es war brillante Auktionskunst.
00:05:37: Denn nichts ist so provokant wie ein leerer Glaskasten.
00:05:40: Ausgestellt, das teure nichts.
00:05:43: Die leere Vitrine als Kapitalismus-Kritik.
00:05:46: Wow!
00:05:47: Lieber Louvre, merci, du hast mir manjar verschönert und mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
00:05:54: Merci, dass es dich gibt.
00:05:57: Und daraufhin Schokoriegel.
00:06:04: Während sich viele Haushalte in Deutschland über Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten beklagen, und das, wie ich finde, auch völlig zurecht, gibt es einen Bereich, in dem massiv investiert wird, allerdings ohne jegliche Nachhaltigkeit.
00:06:17: Die Investition verpufft quasi wortwörtlich innerhalb von Sekunden.
00:06:21: Es war mir schon immer ein Rätsel, es wird mir ein Rätsel bleiben, das private Feuerwerk.
00:06:25: So, es ist raus.
00:06:27: Ich find's doof.
00:06:28: Die Importe von Böllern und Raketen, aber nach Deutschland, sind im Vergleich zum Vorjahr noch mal um zweiundsechzig, sechs Prozent gestiegen.
00:06:35: Das deutet also darauf hin, dass wir in diesem krisengeprägten Jahr das große Bedürfnis haben, das neue Jahr besonders lautstark zu begrüßen.
00:06:44: Das ist äußerst fröhlich formuliert von mir.
00:06:47: Jetzt kommt viel Meinung als Vorwarnung.
00:06:49: Allerdings unterfütte ich die Meinung auch mit Fakten.
00:06:52: Volle Transparenz, ich kann Böller nichts abgewinnen, eben schon gesagt.
00:06:56: Ich liebe tolles Feuerwerk, das sieht majestätisch aus, verstehe ich auch, aber ein D-Böller oder so einen gekordelten Kanonschlag in den offenen Gulli werfen.
00:07:06: Raff ich nicht, habe ich noch nie verstanden.
00:07:09: Bist du jetzt an der Kälte, war es gerade noch irgendwie schön zusammen und für den Countdown stehst du dann draußen neben so einer Wasserkiste und... Ich fand, nee, raff ich nicht.
00:07:18: Ich versuche mal alle emotional abzuholen und nicht nur mich.
00:07:21: Ich habe jetzt das Ziel, die gängigen Gegenargumente der Böller-Fans zu entkräften.
00:07:25: Das ist mein Ziel.
00:07:26: Lass uns gerne diskutieren.
00:07:29: Morgen ist es wieder soweit.
00:07:30: Einundreißter Dezember, zweitausendfünfundzwanzig, während die einen Sekt-Kaltstellen bereiten sich die anderen auf den Ausnahmezustand vor.
00:07:37: Tierheime dichten ihre Fenster ab, Einsatzkräfte ziehen sich die Schutzwesten fest und Notaufnahmen fahren die Schichten hoch.
00:07:44: Da sage ich doch jetzt schon mal, guten Rutsch.
00:07:46: Es ist ein Thema, das Deutschland jedes Jahr spaltet wie kaum anderes, das private Böllerverbot.
00:07:52: Ich sage es offen, ich bin für ein Verbot.
00:07:54: Ich hoffe, dass ich das jetzt auch belegen kann.
00:07:57: Und am Ende ist es eben für mich keine Verbotskultur, sondern schlichtweg gesunder Menschenverstand.
00:08:02: Block eins.
00:08:03: Fangen wir mal mit dem offensichtlichsten Punkt an, unsere Krankenhäuser.
00:08:06: Die Zahlen vom letzten Jahr aus Wechsel, vierundzwanzig, sind für mich eindeutig.
00:08:10: Am ersten Januar wurden bundesweit über einhundert schwerst verletzte stationär aufgenommen.
00:08:16: Ein und ein klingt nicht viel, aber Schwerstverletzte bedeutet Fingerverlohren, Hand abgerissen, Auge weg oder Schwerste Verbrännung.
00:08:24: Finde ich verrückt an einem Tag.
00:08:28: Erinnern wir uns mal an das Pandemiejahr, im Jahr zwölf und zwanzig.
00:08:31: Da gab es ja ein Böllerverbot.
00:08:32: Da waren es nur zwei in Drei-Sich-Fälle.
00:08:34: Die haben mit Resten geknallt.
00:08:36: Also gerade mal ein Drittel.
00:08:38: Hm.
00:08:38: Außerdem gibt es immer wieder Angriff auf Einsatzkräfte.
00:08:41: In Berlin, in Leipzig, in Hamburg.
00:08:44: Werden und wurden Polizisten und Sanitäter auch letztes Jahr wieder gezielt mit Pyrotechnik beschossen.
00:08:49: Habe ich gar kein Verständnis für.
00:08:50: Null Komma Null.
00:08:52: Also vor allem bei den Rettungswagen nicht.
00:08:55: Dass es eine Unzufriedenheit mit der Polizei geben kann, kann ich noch nachvollziehen.
00:09:00: Immer die Frage, wie man den Unwill äußert.
00:09:02: Jedenfalls nicht mit beschießen, finde ich.
00:09:04: Aber auf Krankenwagen seid ihr bescheuert oder was?
00:09:07: Die wollen Menschenleben retten.
00:09:08: Und dann fahren die immer in eine Kreuzung und da liegt dann so ein Riesenkanonschlag und so ein Polenböller und flex die Achse weg.
00:09:13: Versteh' ich nicht.
00:09:15: Allein ein-tausend-vier-hundert silvestertypische Straftaten wurden vierundzwanzig-vierundzwanzig in Berlin notiert.
00:09:23: Ein-tausend-vier-hundert in einer Nacht?
00:09:25: Naja.
00:09:26: Das erste Gegenargument, natürlich, der Befürworter, das Problem sind doch nur die Polenböller, nicht das legale Feuerwerk.
00:09:34: Bitte siehst' mir nach, dass ich das ein bisschen nacheffe.
00:09:37: Meine Antwort?
00:09:38: Das ist eine klassische Nebelkerze.
00:09:40: Erstens, wenn privates Feuerwerk generell verboten ist, ist die Kontrolle für die Polizei viel einfacher.
00:09:46: Das ist für mich relativ einfach zu erklären.
00:09:49: Wer dann knallt, fliegt sofort auf.
00:09:52: Zweitens, auch legales Feuerwerk kann, gerade wenn man gesoffen hat, massive Verletzungen und Brände verursachen.
00:09:59: Ich meine, Wohnungsbrände, nicht nur an der Hand.
00:10:02: Ich meine, noch mal zur Erinnerung, letztes Jahr, die Bilder haben wir alle gesehen, wer schießt bitte aus Spaß eine Rakete in ein offenes Wohnungsfenster?
00:10:10: So, also legaler Sprengstoff in Händen von Betrunkenen, was soll da schon schief gehen?
00:10:17: Block zwei, die vergessen Opfer, Tiere und Umwelt.
00:10:21: Ja, ist so, während wir feiern, herrscht in der Naturkrieg.
00:10:24: Eine aktuelle Studie vom Max Planck-Institut zeigt, dass Wildgänse und Singvögel durch den Lärm in der Silvesternacht in Panik hunderte Meter aufsteigen, also sie flüchten in die Luft.
00:10:37: Das ist eine extreme Kraftanstrengung im Winter, die vielen Tieren das Leben kostet, weil sie es einfach nicht schaffen.
00:10:44: Und über Haustiere, ich habe selber einen Hund, ja, ich bin doppelt betroffen, Asmatiker und Hund, aber Millionenhunde und Katzen verbringen die nach Zittan, unter dem Sofa oder irgendwo in der Wanne und versucht man das irgendwie schalldicht abzugrenzen.
00:10:56: Und Berührungsmittel, auch noch eingedrönt, nur damit Leute knallen können.
00:11:00: Achso, und Feinstaub.
00:11:02: Wir haben zwei tausendfünfundzwanzig immer noch punktuelle Spitzenwerte in der Silvesternacht, die das Hundertfache der Grenzwerte erreichen oder überschreiten.
00:11:11: So, Gegenargument der Befürworter?
00:11:14: Das bisschen Feinstaub macht doch auf das Jahr gerechnet kaum was, da sind Kamine und Autos schlimmer.
00:11:21: Meine Antwort?
00:11:22: Das ist ein Wort der Bautismus.
00:11:24: Nur weil es andere Umweltprobleme gibt, ist es kein Freifahrtsschein für eine absolut vermeidbare Zusatzbelastung.
00:11:31: Der Feinstaub an Silvester ist zudem besonders tückisch, weil er in einer extrem kurzen Zeitspanne in Bodennähe freigesetzt wird.
00:11:38: Man kann ja quasi anfassen, wenn man ehrlich ist.
00:11:40: Und direkt dort stehen wir rum und atmen das ein.
00:11:44: Fun fact, ich bin das Matika und ja, man merkt das sofort.
00:11:47: Ich muss auf jeden Fall einen Spray an der Silvester Nacht bei mir tragen, sonst schaffe ich das nicht.
00:11:52: Und Thema Müll.
00:11:53: Jede Kreuzung in der Großstadt sieht in der Silvester Nacht aus wie Dresden von unviert sich.
00:11:58: Sorry für den Vergleich, finde ich aber so.
00:12:00: Es räumt ja auch keiner weg, ne?
00:12:03: Macht dann die Stadtreinigung und dann zahlen wir das für sowieso alle.
00:12:06: Als Steuerzahler.
00:12:07: Block drei.
00:12:08: Der Emotionalste, weil das Freiheitsargument.
00:12:11: Die gute alte Tradition und die persönliche Freiheit.
00:12:14: Böllerfans sagen, das ist deutsche Tradition, das darf man uns nicht wegnehmen.
00:12:18: Was soll das mit dem ganzen verbieten?
00:12:19: Das gehört zu meiner Freiheit dazu.
00:12:22: Meine Antwort.
00:12:24: Traditionen dürfen sich auch gerne weiterentwickeln.
00:12:26: Die sind nicht immer gleich.
00:12:28: Früher haben wir uns im Auto nicht angeschnallt.
00:12:30: In Restaurants haben wir geraucht, im Flugzeug haben wir geraucht, kann ich mal euch mir vorstellen.
00:12:34: Wenn eine Tradition massiv die Gesundheit dritter gefährdet, könnten wir da mal ein Upgrade machen, finde ich.
00:12:39: Freiheit bedeutet außerdem nicht, dass ich einfach tun kann, was ich will, wenn ich damit andere einschränke.
00:12:45: Denn Freiheit zu böllern endet eben genau da, wo das Trommelfell vom Nachbarn anfängt.
00:12:50: Es ist ja auch nicht nur das Kneilen an sich, weil es ja irgendwie geil sich ein... Knaller in die Kapuze zu werfen oder in einer Rakete der Menschengruppe zu feuern.
00:12:58: Die Deppen gibt's ja.
00:12:59: Nein, nicht alle, es sind Einzelne.
00:13:02: Aber hat er das nicht, kann er es nicht schießen.
00:13:04: Meine Meinung.
00:13:05: So, und dann die Wirtschaft.
00:13:07: Die Branche jammert dann natürlich über Umsatzverluste.
00:13:10: Würden was verbieten, würde die Branche sagen, hallo, hallo, was sind mit unseren Einnahmen?
00:13:14: Schauen wir uns mal die Bitkom-Umfrage von im Jahr im Jahr.
00:13:18: Über vierzig Prozent der Deutschen sind offen für drohenden Shows.
00:13:22: Die wollen ja kein Feuerwerk mehr.
00:13:23: Das ist doch die Zukunft.
00:13:25: Sicher sauber spektakulär, könnte man meinen.
00:13:27: Muss von mir aus auch nicht, aber kann man doch machen.
00:13:30: Die Industrie könnte also längst umschwenken, anstatt permanent Schwarzpröfer zu importieren und irgendwas aus dem letzten Jahrhundert mitzumachen.
00:13:37: Muss doch gar nicht.
00:13:39: Kann, muss aber nicht.
00:13:40: Und wir kommen jetzt mal zum Geld, das Liebegeld.
00:13:43: Das sind die Endabrechnungen.
00:13:44: Was kostet uns der Spaß wirklich?
00:13:46: Und da ist ja der große Unterschied wichtig, was ist der private Umsatz der Branche und was sind die Kosten für die Allgemeinheit, also für uns Steuerzahler und Beitragszahler.
00:13:54: Das Gegenargument, das ja oft wie ein Totschlagargument kommt, ist aber die Wirtschaft, die Arbeitsplätze, die Steuereinnahmen durch die ganzen Knaller.
00:14:03: Ja, also weiß ich jetzt nicht.
00:14:06: Also, wir reden von einem Rekordumsatz.
00:14:08: Die deutsche Feuerwerksindustrie, VPI, meldet für vierundzwanzigundzwanzigend Rekordumsatz von hundertneunzehnundneunzig Millionen Euro.
00:14:15: Glückwunsch, so.
00:14:16: Bedeutet ein Steuerplus.
00:14:17: Der Staat kassiert dann die Mehrwertsteuer, neunzehn Prozent.
00:14:20: Das sind ungefähr sieben, dreißig, fünf Millionen.
00:14:22: Das war von der letzten Saison dieses Jahr.
00:14:25: Signifikanten mehr importiert, wird also mehr umgesetzt werden.
00:14:29: Aber wenn man über Arbeitsplätze spricht, die Branche ist eine absolute Nische.
00:14:33: Es geht um dreitausend fester Arbeitsplätze.
00:14:36: Ja, wichtig, bitte nicht falsch verstehen.
00:14:38: Aber das meiste importieren wir aus China.
00:14:40: Achtneinzig Prozent.
00:14:41: Das hat mit deutschen Arbeitsplätzen genau nix zu tun.
00:14:44: Und man könnte sich als Unternehmen ja umändern.
00:14:47: Und zu den Kosten jetzt, ich hab das in einer anderen Folge schon mal dezidiert irgendwie aufgedröselt, ich mach jetzt nur einmal ganz kurzen Abriss.
00:14:54: Diese thirty-million Euro Steuereinnahmen stehen Ausgagen gegenüber, die das bei weitem übersteigen.
00:15:00: Also Gewinne gegen Kosten, let's go.
00:15:03: Gesundheit.
00:15:04: Achttausend Hörschäden, jährlich durch Böller, laut Ärzteblatt.
00:15:09: Und ein Drittel davon hält bleibende Schäden.
00:15:12: Rechnen man OPs, die REA und den Arbeitsausfall zusammen, landen wir schnell im hohen zweiständigen Millionenbereich.
00:15:18: Dann Sachschäden.
00:15:19: Die Versicherer, also der Verband der Versicherer GDV, meldet jährlich tausend brennende Autos an Silvester.
00:15:26: Tausend!
00:15:28: Bei einem Schnitt von siebentausend sechshundert Euro pro Bahn sind das jetzt schon allein sieben Komma sechs Millionen.
00:15:32: Hinzu kommen Wohnungsbrände, circa vierzig bis fünfzig Millionen Gesamtschaden durch Feuer an Silvester.
00:15:38: Stadtreinigung, dreißig... Tausend Tonnen Müll bundesweit.
00:15:43: Allein Berlin, die Hauptstadt, gibt jährlich hunderttausend Euro extra für die Neujahrsreinigung aus.
00:15:49: Bundesweit kostet das die Kommunen geschätzt zehn bis fünfzehn Millionen.
00:15:53: Und dann noch obendrauf die Einsatzkräfte.
00:15:55: Zehntausende Polizisten, Feuerwehrleute leisten in dieser Nacht Überstunden im Ausnahmezustand.
00:16:01: Die Personal kosten sie das eine, die menschlichen kosten sie das andere.
00:16:04: Auch das geht alles in den Millionen.
00:16:05: So.
00:16:06: Und wenn wir jetzt nur die Messbahnkosten für Gesundheit, Brandschäden und Reinigung zusammenziehen, übersteigt das, das, was man einnimmt, total.
00:16:12: Ich überspitze jetzt wahllos.
00:16:14: Und das weiß ich auch.
00:16:15: Ich will's trotzdem machen.
00:16:17: Angenommen eine Firma würde jetzt, also heute, ein Produkt auf den Markt bringen, das jedes Jahr achttausend Menschen nachhaltig verletzt, hunderte Hausbrände verursacht, Autos zerstört, bergeweise Müll auf offener Straße verursacht.
00:16:33: Dieses Produkt würde einfach nicht auf den Markt kommen.
00:16:36: Aber an Silvester nennen wir das Tradition.
00:16:40: So, muss nicht, finde ich.
00:17:00: Die schwarz-rote Bundesregierung unter unserem Bundeskanzler Friedrich Merz plant, das Arbeitszeitgesetz Arbutz, so ist ja Pötzung, grundlegend zu modernisieren.
00:17:16: Aha, das Ziel ist es, die starre tägliche Höchstgrenze von acht Stunden, also ausnahmsweise dann bei zehn, aufzuweichen.
00:17:25: Der neue Fokus statt einer täglichen Deckelung soll künftig eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von achtundvierzig Stunden als alleiniger Maßstab dienen, also alles auf so einen Wochenkonto gerechnet.
00:17:36: Die theoretische Folge.
00:17:38: Arbeitstage von zwölf oder dreizehn Stunden könnten legal werden, solange die gesetzliche Ruhlzeit von elf Stunden zwischen den Schichten eingehalten wird und die Gesamtwoche, die achtundvierzig Stunden nicht überschreitet.
00:17:51: Begleitmaßnahme.
00:17:53: Das wird alles flankiert durch die Einführung einer verpflichtenden, manipulationssicheren elektronischen Arbeitszeiterfassung, um Missbrauch vorzubeugen.
00:18:02: Das klingt auf dem Papier ganz nett, aber sehe ich im Alltag schwierig.
00:18:06: Kommen wir zu den Argumenten in der Debatte.
00:18:08: Die Befürworter, also die Union und die Wirtschaftsverbände inklammern die Arbeitgeber, die sagen, ja, also es geht ja um die Wettbewebsfähigkeit des Landes und es geht um unseren Fachkräftemangel und da müssen wir was machen.
00:18:19: Die Flexibilität soll dabei helfen.
00:18:22: Unternehmen könnten Auftragsspitzen besser abfangen und Arbeitnehmer könnten zum Beispiel vier lange Tage arbeiten, um einen kompletten Tag frei zu haben.
00:18:32: Das wäre so ein bisschen das erschummelte moderne Viertagemodell.
00:18:36: Wenn man auf die EU guckt, die Achtundvierzig-Stunden-Woche ist bereits der Standard in der EU-Arbeitszeitrichtlinie.
00:18:42: Deutschland würde lediglich seinen nationalen Sonderweg der täglichen Begrenzung aufgeben.
00:18:47: Von mir aus.
00:18:49: Sehr gut, wenn das alle machen, weil warum auch grundsätzlich nicht.
00:18:53: Es soll auch Anreize geben, gekoppelt wird die Reform oft mit dem Vorschlag, Überstundenzuschläge steuerfrei zu stellen, damit mehr Arbeit einfach attraktiver wird.
00:19:01: Also jede Stunde mehr, weniger Steuernzahlen.
00:19:04: Das finde ich auch gut.
00:19:05: So, jetzt kommt die Kritik.
00:19:07: Die Gegenseite sieht mit diesem Vorstoß einen massiven Rückschritt beim Arbeitnehmerschutz.
00:19:12: Denn nur weil die anderen das alle machen, warum müssen wir das denn machen?
00:19:16: Weil wir haben ja im Arbeitsschutz in Deutschland ziemlich gute Sachen auch irgendwie gehabt.
00:19:20: Es geht auch um Gesundheitsrisiken.
00:19:22: Arbeitsmediziner warnen, dass das Unfallrisiko ab der achten Stunde exponentiell steigt.
00:19:28: Die Konzentration lässt einfach nach.
00:19:29: Lange Tage führen zur Erschöpfung und langfristig zu mehr Burnout-Fällen.
00:19:34: Und das zahlen wir als Gesamtgesellschaft ja auch wieder.
00:19:37: Und Work-Life-Balance können wir uns sowieso klemmen, die Gewerkschaften wie der DGB befürchten, dass die Flexibilität einseitig zur Last der Beschäftigten geht.
00:19:44: So, ne?
00:19:45: Und wie willst du nur noch Planbarkeit im Privatleben haben, wenn du nicht mal sagst, okay, acht Stunden Arbeit und drumherum kann ich mal alles um Kinder planen, machst du auch nicht mehr?
00:19:53: Ich habe noch ein Argument.
00:19:55: Ich persönlich kenne mich an um wirklich mit bekloppten Arbeitszeiten aus.
00:19:57: Wenn ich Frühstücksfernsehen mache, stehe ich morgens um zwei Uhr, sieben und fünfzig auf.
00:20:01: Das ist eine Uhrzeit, die braucht man nicht, sage ich einfach.
00:20:04: Habe ich mir ausgesucht, aber trotzdem früh.
00:20:07: Es gibt eine Studie aktuell von der Hans-Böckler-Stiftung, die zeigt, dass die Produktivität nach der achtestunde deutlich sinkt.
00:20:14: Längere Tage also führe nicht zwingend zu mehr Ergebnis, sondern nur zu mehr Fehlern.
00:20:20: Also warum sollten wir das denn dann machen, wenn wir doch schon bewiesenermaßen danach nicht mehr gut arbeiten?
00:20:25: Und nochmal, ich habe immer das Gefühl, dass solche Vorschläge irgendwie aus einer alten Bundesrepublik kommen.
00:20:30: So ein Vorschlag von Vorgäster.
00:20:33: Flexible Arbeitszeiten sind ja vor allem für den Arbeitgeber gut.
00:20:36: Machen wir uns mal nix vor.
00:20:38: Und während die Debatte jetzt über unsere achtundvierzig Stundenwoche eher auf maximale Verfügbarkeit abzielt, könnte man noch andere Modelle auch mal angucken.
00:20:46: Die ziehen mehr auf Produktivität, Gesundheit und Lebensqualität.
00:20:49: Was ja am Ende auch ein Faktor ist.
00:20:52: Ich habe mal ein paar Modelle rausgesucht, die für mich ein bisschen spannender.
00:20:55: In der New Work-Bewegung von zwei tausendfünfundzwanzig geht es, zum Beispiel hier in diese vier Tage Woche, das hundertachzighundert Modell.
00:21:03: Und vorweg, ich weiß, das ist nicht für jeden Beruf umsetzbar und trotzdem kann man drüber nachdenken.
00:21:08: Das hier ist das am stärksten wachsende Modell in Europa.
00:21:11: Es basiert nicht auf der bloßen Komprimierung der Stunden wie bei der achtundvierzigstundendebatte, sondern auf echter Arbeitszeitverkürzung.
00:21:19: Das Prinzip, hundert Prozent Gehalt, achtzig Prozent Arbeitszeit, hundert Prozent Leistung.
00:21:24: Warum das besser sein kann?
00:21:26: Studien zeigen, dass Mitarbeiter an vier Tagen oft genauso viel schaffen wie an fünf, weil man dann vielleicht die Meetingsstraft, die Motivation ein bisschen höher ist, weil das im Wochenende ja länger ist.
00:21:36: und starkes Mittel gegen Fachkräftemangel ist es auch noch, weil die Arbeit wieder Attraktivität bekommt.
00:21:42: Sag ich mal.
00:21:43: Dann gibt es folgendes Modell, das ROVE Modell.
00:21:48: Results only work environment.
00:21:51: Rose, sagen wir mal, radikal als Modell spielt absolut keine Rolle, wann oder wo gearbeitet wird.
00:21:58: Nur das Ergebnis zählt.
00:22:00: Das klingt spannend, finde ich.
00:22:02: Das Prinzip, wer seine Wochenziele am Dienstag nachmittags schon erreicht hat, der hat theoretisch frei.
00:22:08: Für den Rest der Woche.
00:22:10: Also wer nachts produktiv ist, arbeitet dann halt von mir aus nachts.
00:22:13: Ist sowieso ein Riesenthema.
00:22:15: Wir haben als Menschen nun mal einprogrammierten Schlafrhythmus, so einen Zirkadianrhythmus, sagt man.
00:22:22: Manche Leute funktionieren frühmorgens besser, manche in der Nacht, so ist es einfach.
00:22:26: Vorteil, maximale Eigenverantwortung und beendet so ein bisschen das Absitzen von Zeit im Büro, wenn man denkt, so, ey, was mache ich hier noch?
00:22:33: Nachteil, du brauchst natürlich eine unfassbar klare Zieldefinition.
00:22:36: Und Riesenvertrauen vom Chef an die Leute.
00:22:39: Und daran hapert es ja gerne mal.
00:22:41: Dann haben wir noch, ich habe zwei Modelle, habe ich noch.
00:22:44: Job-Sharing zum Beispiel, da teilen sich zwei Leute die gleiche Stelle als Vollzeit, die ist damit hundertzwanzig Prozent ein bisschen überbesetzt, ermöglicht aber coole Übergaben und macht dann auch modernes Familienmodell möglich.
00:22:56: Außerdem, zwei Köpfe sind klüger als einer, so können komplexe Jobs in Teilzeit damals eine gewisse Kontinuität etablieren.
00:23:05: Außerdem, selten sind beide Partner gleich im Urlaub oder gleich krank, selten.
00:23:11: Also gerade für so Leitungsposition finde ich das ein gutes Modell.
00:23:15: Und dann natürlich noch das gute alte Workation oder hybrides Arbeiten, zwei Punkt Null.
00:23:20: Ich bin schon ein Fan von im Büro sein, weil ich glaube, dass Austausch untereinander, also sich ins Gesicht gucken und nicht über eine Kachel, über eine komische Microsoft-Konferenz, finde ich schon gut.
00:23:30: Aber wenn man Workation zwischendurch mal machen kann und nochmal, ich weiß, das geht, wenn du Backup bist nicht und auch nicht, wenn du um Einzelhandel arbeitest, aber trotzdem ist das Modell, was wir besprechen sollen.
00:23:40: Warum nicht einfach mal irgendwo arbeiten, wenn es geht?
00:23:43: Das ist ein maximaler Benefit für den, der arbeitet und freut sich dann vielleicht auch als Genzi oder Millennial, wenn man dann wieder zurück ins Büro muss, wenn man zwischendurch mal woanders sein durfte.
00:23:52: Zusammenfassend, warum gelten diese Modelle als vielleicht besser als das, was wir gerade vorschlagen?
00:23:57: Arbeitszeitverdichtung und Zeitsovereinität.
00:23:59: Wenn du selber darüber entscheiden kannst, dann gibt dir das Gefühl, über deine eigene Zeit bestimmen zu können.
00:24:05: Und das ist wichtiger für die psychische Gesundheit als die bloße Anzahl von Stunden, die wir arbeiten.
00:24:10: So, deswegen wäre es ein modernerer Vorschlag als diese achtundvierzigstunden Reform.
00:24:15: Und das Problem des Fachkräftemangels, durch mehr Arbeit von den Vorhanden, die sowieso schon da sind zu lösen, das erklärt sich für mich.
00:24:22: irgendwie geht so.
00:24:23: Nur mal einen Gedankenanstoß.
00:24:26: Sieben sechs vier.
00:24:28: Das Netzwerk sieben sechs vier.
00:24:30: Oft auch nur die Ziffer.
00:24:31: Sieben sechs vier ist ein hochgradig verstörendes und gefährliches Phänomen aus den wirklich dunklen Ecken des Internets.
00:24:39: Hätte ich gerne nicht gelesen, habe ich aber gelesen.
00:24:42: Ich versuche es runterzubrechen und so unequlich wie möglich.
00:24:45: Es geht um ein dezentrales extremistisches Online-Netzwerk.
00:24:49: Das hat Ideologien oder Teile von Ideologien von Neonazismus, Satanismus und hat ganz viel extreme Gewalt.
00:24:57: All das vermischt und genau diese Leute, die diesen Netzwerk betreiben, greifen weltweit explizit Kinder im Netz an.
00:25:05: Und da sollten wir doch mal hinhören.
00:25:08: Was ist das Netzwerk?
00:25:09: sieben, sechs, vier?
00:25:10: Das ist, wenn du mich fragst, das Destillat von Abscheulichkeit.
00:25:13: Da ist wirklich, das ist Unmenschlichkeit in Perfektion.
00:25:17: Es ist sowas wie eine lose Gruppierung von Individuen, die treffen sich auf Telegram in diesen ganzen Chatgruppen oder Discord oder so und organisieren sich sogar.
00:25:26: Die Gruppe ist eng mit der Ideologie des Akzelerationismus verknüpft.
00:25:31: Höre ich das erste Mal, wenn ich ehrlich bin, ich erkläre es kurz.
00:25:34: Das ist der Glauben, dass die moderne Gesellschaft durch Chaos und Gewalt zum Einsturz gebracht werden muss, um eine neue in Klammern oft rassistische Klammer zu Ordnung zu schaffen.
00:25:46: Kernwerkmale ist so ein ideologischer Mix.
00:25:51: Da ist Neonazismus dabei, da ist Satanismus dabei.
00:25:55: Die bringen alles, was man schrecklich findet, zusammen.
00:25:57: Aber Hauptsache, es ist immer mit Gewalt verknüpft.
00:26:00: Das Netzwerk aber zielt gezielt.
00:26:02: auf Minderjährige und junge Erwachsene, die auf den instabilen Lebenslagen sind.
00:26:06: Also Menschen, die ohnehin schon Kummer haben und niemand haben, die werden gesucht und die haben dafür ein System entwickelt, genau diese Armschweine zu finden.
00:26:16: Die Gruppe ist bekannt für Sex-Torschen, das ist sexuelle Erpressung, wenn man so will.
00:26:21: Die Aufforderung zur Selbstverstümmelung, Tierquälerei und die Verbreitung von extremen Gewaltmaterial.
00:26:26: Das machen die, das liest sich schon schrecklich.
00:26:29: Es gibt Leute aus den Behörden in Amerika, die sagen, jeder Stephen King Roman ist lächerlich dagegen, was die sich ausdenken.
00:26:37: So, warum sieben, sechs, vier überhaupt?
00:26:40: Ist ein überraschend banaler Ursprung, wenn man ehrlich ist, der im krassen Gegensatz zur Grausamkeit der Gruppe steht.
00:26:45: Das ist eine Postleitzahl.
00:26:46: Das Netzwerk wurde von einem fünfzehnjährigen, also Wahnsinn, von einem fünfzehnjährigen gegründet damals, der heißt Bradley Chance Cadenhead.
00:26:57: Und sein Ort, Stephen Will im Urst-Bundestag, Texas, hat die Postlerzahl sieben sechs vier.
00:27:03: Also vollständig sieben sechs vier, null eins.
00:27:05: Aber das reicht ja schon irgendwie.
00:27:07: Das war dann die Kennung für Leute, die sich unter die Idee im Internet getroffen haben.
00:27:11: Vom Regeln ein Kot quasi zur globalen Marke.
00:27:14: Das war dann sowas wie ein Erkennungsmerkmal.
00:27:17: Was ist die Vorgehensweise?
00:27:19: Die Diskussion über dieses Netzwerk sieben sechs vier dreht sich meist um... Perfide-Rekrutierungs- und Bindungsmethoden.
00:27:26: So, das ist so eine Struktur, die oft an Kult erinnert.
00:27:30: Die machen Lovebombing und Grooming.
00:27:32: Also zunächst werden Jugendliche mit ganz viel Aufmerksamkeit zugeschüttet und werden mit einem Gefühl von der Zugehörigkeit angelockt.
00:27:40: Du bist nicht alleine, sei nicht einsam, komm zu uns, hier hast du es gut.
00:27:44: So versuchen sie es.
00:27:45: Und dann gibt es Erpressung als Bindungsmittel.
00:27:48: Die Mitglieder werden dann auf dazu gebracht, kompromittierendes Material von sich selbst zu senden oder kleine Straftaten zu begehen.
00:27:54: So was wie Mutproben, kein Witz.
00:27:56: Dieses Material dann, also Fotos oder Videos, werden genutzt, um die dann innerhalb der Gruppe zu halten und zu immer extremeren Taten zu zwingen.
00:28:04: Also Livestreaming von Gewalt und so was ekelhaftes.
00:28:08: Und dadurch, dass das dezentral ist und die kein fesches Hauptquartier haben, kann man die ganz schlecht finden.
00:28:13: Diese kleinen Zellen und Chatgruppen sind überall auf der Welt.
00:28:16: Jetzt, wer wird diese Thematik besprochen?
00:28:18: Warum rede ich heute darüber?
00:28:21: In den Ermittlungsbehörden ist das ein ganz, ganz aktuelles Thema und das weltweit nicht nur Amerika und Asien, sondern bei uns auch für Europol in Europa.
00:28:29: Also FBI, Europol und Verfassungsschutz betrachten sieben, sechs, vier als neue Form eines Hybridenextremismus.
00:28:38: Es ist nämlich nicht nur meine politische Randgruppe oder sowas, sondern es ist eine Mischung aus organisierter Kriminalität.
00:28:43: Pädokriminalität und Terrorismus.
00:28:46: All das zusammen.
00:28:47: In Berichten wird betont, dass die Grenze zwischen ideologischem Fanatismus und sadistischer Kriminalität komplett verschwimmt.
00:28:53: Und genau deswegen müssen wir für den Kinderschutz solche Netzwerke kennen.
00:28:58: Und wenn man hört, dass jemand mit dieser Ziffer oder mit Leuten da Kontakt hat, sofort melden, sofort.
00:29:04: Und da liegt auch der Fokus auf der Prävention.
00:29:07: Also es wird darüber diskutiert, wie Eltern und Lehrer Anzeichen von diesem Online-Grooming erkennen können, dass man diese Gruppen sofort identifiziert.
00:29:15: Also hier ein wichtiger Hinweis.
00:29:16: Wenn du jemanden kennst in deinem Umfeld, der Inhalt von dieser Gruppe irgendwie bekommen hat oder in Berührung gekommen ist, ist es wirklich ratsam, sich sofort und offiziell stellen, wie die Internetbeschwerdestelle oder spezialisierte Beratungsstellen für Extremismusprävention zu wenden.
00:29:32: Das Thema ist hochaktuell und wird von den Sicherheitsbehörden weltweit mit ganz großer Dringlichkeit behandelt.
00:29:38: Kanada zum Beispiel hat in diesem Jahr als erstes Land weltweit diese sieben, sechs, vier Leute, also dieses Netzwerk, offiziell als Terrororganisation gelistet.
00:29:48: Allein in diesem Jahr gab es weltweit zahlreiche koordinierte Zugriffe von den Behörden, auch in Deutschland, also in Hamburg und in Baden-Württemberg gab es im Verlauf des Jahres Festnahmen von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die mit diesem sieben, sechs, vier in Verbindung stehen sollen.
00:30:01: Ein ganz schlimmes Thema.
00:30:02: Violence as a Service.
00:30:04: Also Gewalt als Dienstleistung.
00:30:07: In Sicherheitskreisen wird aktuell intensiv diskutiert, dass sieben, sechs, vier eine neue Qualität von Gewalt im Netz darstellt, bei der sadistische Handlung wie Erpressung und Selbstverständung fast wie so eine Dienstleistung gesehen werden.
00:30:19: Oder ein Wettbewerb, also so eine Gamification.
00:30:22: Hey, guck mal, ich habe mehr Gewalt angewendet, dafür kriege ich doch jetzt mehr Punkte, oder?
00:30:27: Ekelhaft darüber zu reden, aber wir müssen darüber reden.
00:30:30: Sieben, sechs, vier ist eine moderne, rein digital entstandene Bedrohung.
00:30:34: Moderner Terrorismus direkt zu dir nach Hause, am besten oder am schlimmsten Fall noch ins Kinderzimmer.
00:30:41: Deswegen, sieben, sechs, vier, ganz rote Stoppschild.
00:30:44: Wenn man was mitkriegt, sofort melden und sofort besprechen.
00:30:48: Ich weiß, so eine Themen sind heavy und ich überlege jedes Mal, ah, ist das hier der richtige Punkt, aber ich sage dir ganz ehrlich, es interessiert mich, weil es nochmal Alltag ist und warum nicht jeder drüber sprechen.
00:30:59: Ich glaube, dafür ist ein Podcast genau der richtige.
00:31:02: Man widmet sich meinem Thema, dass man sonst nicht bekommen hätte und man hat wenigstens kurz davon gehört.
00:31:07: Zum Glück ist es nicht Alltag von uns und zum Glück müssen wir selber nicht in solchen Ermittlungsbehörden arbeiten und sich jeden Tag mit den ekelhaften der Menschheit abgeben.
00:31:17: aber davon zu hören und nicht zu naiv durch die Welt zu laufen.
00:31:21: Das ist, glaube ich, das Wichtigste.
00:31:22: Wir müssen uns ein bisschen bewaffnen, emotional wie inhaltlich.
00:31:25: Und deswegen mache ich das.
00:31:26: Deswegen lese ich mich ein und denke, ey, ich habe was gelernt, ich verstehe jetzt mehr und ich kann eine Bedrohung vielleicht besser einordnen, obwohl sie vielleicht ganz weit weg ist.
00:31:37: Und deswegen habe ich es mal versucht.
00:31:39: Aber es gibt auch die schönen Sachen im Leben und zwar viel Geld und gute Filme und gute Serien.
00:31:44: Davon haben wir alle was.
00:31:45: Also von dem Geld jetzt nicht, aber von den Serien und Filmen.
00:31:49: Eins Komma Eins Millionen.
00:31:51: Eins Komma Eins Millionen Dollar pro Minute.
00:31:55: Vielleicht sollten wir doch alle auf Schauspiel umschulen.
00:31:57: Noch so kurz vor knapp.
00:31:58: Da ist ja noch viel Geld zu holen.
00:32:00: Wer dieses Fabelgehalt bekommen hat und wer Hollywood dominiert und dieses Jahr so richtig absahnt, das habe ich jetzt.
00:32:07: Die Vollstecker aus Kino und Streaming.
00:32:10: Ich habe das gleich vorweg, ich habe keine Rangliste.
00:32:13: Das ist tatsächlich viel zu komplex und eigentlich jeder Post bei Insta oder TikTok oder worüber, ist mit Fehlern oder Ungenauigkeiten behaftet.
00:32:21: Weil die Schauspieler manchmal mit produzieren, dann werden Gehälter von einem Jahr mitgenommen, weil die Ausschüttungen später kommen.
00:32:28: Die haben langfristige Verträge.
00:32:30: Allein Adam Sandler hat einen Vertrag von über zweihundertfünfundsiebzig Millionen mit Netflix abgeschlossen, über mehrere Jahre.
00:32:37: Also eigentlich ist er der King vom Streaming, aber das ist nicht in einem Jahr ausgezahlt worden, deswegen ist er nicht der eine Topferdiener in dem Jahr.
00:32:44: Es gibt aber ein paar Leute, die natürlich wie immer mehr einköschen als die anderen.
00:32:47: Und ich habe mir ein paar rausgesucht, plus Anekdomuten.
00:32:50: Ganz vorne natürlich Tom Cruise.
00:32:53: Bei dem bin ich hin und her gerissen, wenn ich ganz ehrlich diese Scientology Nummer gebe, mega auf den Sack.
00:32:58: Ich habe irgendwann meine Phase im Leben gesagt, ich will von dem keinen Film mehr gucken, weil ich das Gefühl habe, mit dem, was er da verdient, wird die Scientology bezahlt.
00:33:06: Ich gebe aber auch zu, ich bin schwach und ich finde das, was der macht, richtig gut.
00:33:10: Ein Actionfilm ist ein Actionfilm.
00:33:12: Und Tom Cruise scheint alles dafür zu geben, dass seine Zuschauerinnen und Zuschauer einen richtig geilen Film oder eine gute Serie kriegen.
00:33:18: Nee, meistens sind es ja eigentlich Filme.
00:33:21: Und wenn man den in Interviews erlebt, finde ich den immer gut.
00:33:24: Also, er spielt oder ist das?
00:33:26: Er ist ein Sympath.
00:33:27: Punkt.
00:33:28: Und er verdient unendlich viel Geld.
00:33:31: Das eine ist natürlich immer eine feste Gage und das andere sind Teile vom Gesamteinkommen mit Gewinnbeteiligungen und selber produzieren und so.
00:33:40: Es wird gemutmaßt, dass Tom Cruise allein in diesem Jahr Hundertfünfzig Millionen Dollar gemacht hat.
00:33:46: Hundertfünfzig Millionen.
00:33:49: Das ist das, was man oft im Zusammenhang von jährlichem Einkommen hört.
00:33:52: Bezieht sich aber auf einzelne Szenarien.
00:33:55: Also Mission Impossible ist draußen, The Final Reckoning.
00:33:59: Für den neuesten Teil von seiner Reihe ist er mal rausgekommen.
00:34:02: Liegen die Schätzungen für seine Gesamteinnahmen und das Engageproduktion und Gewinnbeteiligung bei hundert bis hundertzwanzig Millionen Dollar.
00:34:09: Glückwunsch!
00:34:09: Wenn man dann zusätzliche Werbedeals und Einnahmen noch aus seinem neuen exklusiven Deal mit dem Studio Warner Brothers hinzurechnet, hat er wahrscheinlich ihr hundertfünfzig Millionen Dollar mal geknackt.
00:34:20: Ungefähr nur in diesem ein Jahr.
00:34:23: Zusatzaneckdote zu seinem Reichtum.
00:34:26: Tom Cruise ist einer der wenigen verbliebenen Stars in Hollywood überhaupt, die Achtung First Dollar Grows verlangen können.
00:34:35: Das bedeutet, der verdient an jedem verkauften Ticket mit.
00:34:40: Noch bevor das Filmstudio seine eigenen Kosten, also Marketingproduktion, wieder eingespielt hat.
00:34:46: Das ist in Hollywood Das ultimative Status-Symbol.
00:34:50: Und man nennt es deswegen auch aus Scherz, heutzutage den Cruise-Standard.
00:34:54: Das hat fast nun auch eher.
00:34:56: Also ein Ticket wird verkauft, zack, Tom Cruise hat was daran verdient.
00:35:01: Und nicht erst in der Abrechnung von, wir als Studium machen erstmal wieder so eine Nullsumme und dann gucken wir mal, wie wir was ausschütten.
00:35:07: Eine Frau ist wieder zurückgekommen, der ging es auch richtig gut.
00:35:09: Das ist Cameron Diaz.
00:35:11: Cameron Diaz hat... ...fünfundvierzig Millionen Dollar bekommen.
00:35:15: Als Gesamte muss man dazu sagen, sie ist seit Januar back in action.
00:35:20: Mit Jamie Fox hat sie einen Film gemacht.
00:35:23: Zwei Filme kriegt sie und dafür kriegt sie forty-fünf Millionen Dollar.
00:35:26: Dadurch, dass ihr das Geld aber jetzt gekriegt hat, gehört sie zu den Großverdienerinnen in diesem Jahr.
00:35:31: Die ist die bestbezahlte Schauspielerin in diesem Jahr und das nach über zehn Jahren Pause.
00:35:35: Die war ja weg und dazu auch eine schöne Anekdote.
00:35:38: Cameron Diaz hat gestanden, dass sie während der zehnjährigen Schauspielpause fast vergessen hatte, wie man sich von der Kamera bewegen muss.
00:35:44: Und am ersten Drehtag zu Back in Action war sie so nervös, dass sie ihren Kollegen Jamie Foxx in nicht gebeten hat, die ersten Szenen ohne Ton zu drehen, damit sie sich erst mal wieder so ein bisschen das Gefühl gewöhnen kann, wie man sich überhaupt von der Kamera bewegt.
00:35:58: Und ich glaube, Jamie Foxx ist ein guter Partner, hat also geklappt.
00:36:02: Glückwunsch zu forty-fünf Millionen Dollar, Alter.
00:36:05: Gut läuft es auch für Brett, der gute Brett Pitt, hat eine geschätzte Grase für dreißig Millionen Dollar bekommen.
00:36:11: Für diesen F-Eins-Film.
00:36:13: Formel-Eins-Film.
00:36:14: Auf Apple läuft er.
00:36:15: Habe ich gesehen, die Geschichte... Nicht schlecht.
00:36:21: Aber der Film selber ist cool, muss ich sagen.
00:36:24: Also, ich habe einmal als Kenner bei der Formel-Eins gearbeitet.
00:36:28: Vielleicht bin ich deswegen so ein bisschen da vorbelastet.
00:36:31: Aber der Film, rein kameratechnisch, der astute Knaller.
00:36:34: Alles aus Formel-I Autos, die haben so getan, als ob sein Rennstall wirklich mit der Formel-I mitfährt, die Original Formel-I Fahrer machen damit und haben kleine Rollen, Lewis Hamilton produziert mit.
00:36:46: Man merkt schon, da haben viele Leute mitgemacht, die Ahnung davon haben.
00:36:48: Ansonsten ist das ein alternder Brad Pitt, der nochmal auf Action-Film macht.
00:36:53: Anekdote aber, er kann es wirklich und er wollte selber ein Formel-I Wagen fahren.
00:36:58: Um so authentisch wie möglich zu wirken, hat Brad Pitt ein mehrmonatiges Training in einem echten Formelwagen absolviert.
00:37:05: Und während der Dreharbeiten in Silverstone, die Rennstrecke in England, war er so schnell, dass die Versicherung, die ihn versichert und die Produktion kurzzeitig den Stopp der Aufnahmen gefordert hat, um nochmal kurz ein Reality-Check zu machen.
00:37:19: Noch mal nachzufragen, ob das so sinnvoll ist, dass der Superstar des Films hier so ein gefährlichem Wagen fährt.
00:37:23: Weil wenn der sich im Bein bricht oder die Hüfte, dann ist erst mal Feierabend.
00:37:27: Für Leo lief's auch gut.
00:37:28: Leonardo DiCaprio.
00:37:30: Geschätzte Gage, dreißig Millionen Dollar.
00:37:33: Der Film One Battle After Another.
00:37:36: Ich bin ehrlich, ich habe so viel über diesen Film bei Instagram gesehen und die haben mir alle bei Instagram erzählt, also diese ganzen Kinokänner und was nicht.
00:37:45: Das ist der krasseste Film, der super-seniast Kultregisseur Paul Thomas Anderson.
00:37:53: Sensational.
00:37:57: Ich glaube, ich habe den Film nicht verstanden.
00:37:59: Ich fand den nicht gut gut.
00:38:01: Ich habe den gesehen, ich wollte den sehen, ich bin sogar ins Kino gegangen.
00:38:03: Ich war allein im Kino in der Mittagsvorführung, weil ich ihn unbedingt im Kino sehen wollte.
00:38:08: Aber irgendwie, da ist, er ist Teil von so einer linken Terrororganisation und dann Zeitsprungen und dann ist er allein jetzt hinter Vater und die Frau ist weg und die Tochter wird entführt und ich weiß nicht.
00:38:20: Man ergötzt sich so an eigenen Bildern und so.
00:38:24: Wenn du den Film kennst... Kurze Frage, dieses Bild, wo er mit dem Auto über die Kuppen fährt in der Wüste und die Kamera soweit wegzoomt.
00:38:32: Da wurde mir schwindig, was soll das denn?
00:38:35: Na ja, die Anekdote dazu übrigens.
00:38:38: Die Caprio, das ist ja bekannt, ist ein extremer Method-Actor in Teilen.
00:38:42: Also, der geht richtig in die Rolle rein.
00:38:44: Für diesen Film soll er Wochen damit verbracht haben, in einer abgelegenen Gegend zu leben, um den rauen Charakter seiner Figur zu verinnerlichen.
00:38:52: Aha.
00:38:53: Er hat sich zu dem geweigert, konsequent, ein Smartphone zu benutzen.
00:38:58: Er hatte am Set nur ein Walkie-Talkie.
00:39:00: Er wollte sich komplett entdigitalisieren.
00:39:04: Der kleine Weirdo.
00:39:05: Für die alle lief es also richtig gut, aber verein lief es noch ein bisschen guter.
00:39:10: Achtung.
00:39:12: Eins Komma Eins Millionen.
00:39:15: Das ist die Zahl, die wir gleich erreichen werden.
00:39:17: Wir kommen zum Absahner des Jahres.
00:39:19: Wenn es um Geld pro Minute geht, ist es Daniel Craig.
00:39:23: Also ehemalig James Bond und jetzt Hauptdarsteller von The Knives Out.
00:39:27: Und damit hat er einen richtigen Jackpot.
00:39:29: Für Wake Up Deadman aus diesem Knives Out Mystery, das der dritte Teil der bei Netflix jetzt draußen ist, habe ich gesehen, fand ich super, hat Danny Craig eine fixe Gage von fünfzig Millionen Dollar bekommen.
00:39:41: Allein das schon auch nicht schlecht.
00:39:44: Jetzt kommt aber die faszinierende Rechenspielerei.
00:39:48: Basierend auf den aktuellen Daten, Was wir von dem Film wissen und so, hat der folgendes geschafft.
00:39:55: Die Gesamtlaufzeit des Films sind stolze Hundertvierundvierzig Minuten.
00:40:00: Seine Rolle, Benoît Blanc, kommt aber erst nach etwa vierundvierzig Minuten vor.
00:40:06: Der erste Akt konzentriert sich fast ausschließlich auf so eine Einführung von in allen Verdächtigen eigentlich, also Joshua Connor, Glenn Close und so.
00:40:13: Bleiben also von der Laufzeit vor hundertvierundvierzig Minuten etwa nur noch vierundvierzig bis hundertvierundvierzig bis hundert Minuten.
00:40:21: Effektiv soll er handgestoppt, aber nur dreieundvierzig Minuten zu sehen sein.
00:40:27: Teilt man also die fünfzig Millionen Dollar durch die Präsenz ergibt das ein Verdienst von eins Komma Eins Millionen Dollar pro Minute.
00:40:35: Schade, dass ich kein Schauspieler bin.
00:40:37: Ich kann es nicht, aber Glückwunsch.
00:40:39: Der Jubel in der Familie könnte trotzdem Verhalten ausfallen.
00:40:43: Er hat mal öffentlich erklärt, also Daniel Craig, dass er seinen Kindern nichts vererben will.
00:40:49: Er finde das Konzept von Erbschaften geschmacklos.
00:40:53: Sein Ziel ist es, sein gesamtes Geld noch zu Lebzeiten entweder auszugeben oder wegzugeben.
00:40:58: Das ist meine Ansage.
00:41:00: Passend zu diesem astronomischen Kalt, übrigens gibt es noch eine Geschichte von den Dreharbeiten von twenty-fünfundzwanzig, Craig soll am Set einen Running Gag mit seinem Regisseur Ryan Johnson gehabt haben.
00:41:10: Jedes Mal, wenn eine Szene aufgrund eines kleinen Versprechers wiederholt werden musste, hat Johnson, der Regisseur, laut gerufen, Daniel, das waren jetzt schon wieder hunderttausend Dollar für einen weiteren Take.
00:41:21: Craig soll dann trocken in seinem tiefen südstarken Akzent aus der Rolle geantwortet haben.
00:41:28: Dann sollten wir es wohl besser beim nächsten Mal richtig machen, bevor Netflix pleite geht.
00:41:33: Ich hätte jetzt natürlich die mal wunder gebraucht, als seine originale Synchronstimme, aber der war ja gerade erst vor kurz vor Weihnachten da.
00:41:40: Das war Zeittag für heute.
00:41:41: Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.
00:41:42: Ich weiß, viel Diskussionsstoff.
00:41:45: Ich habe mich ein bisschen aus dem Fetter gelähnt, was diese Böller angeht, aber das ist meine Meinung, bleibe ich dabei.
00:41:50: Und diese sieben, sechs, vier Nummer, die ist wirklich krass.
00:41:52: Also, wenn du da mal was hörst oder irgendwie was wird, hast du sofort melden, richtig ekelhaft.
00:41:58: Ansonsten wünsche ich dir einen wunderschönen Tag.
00:42:01: Ich wünsche dir einen wundervollen Rutsch ins neue Jahr.
00:42:04: möglichst unfallfrei, mit ganz viel Freude, mit ganz viel Liebe, mit dem richtigen Plan fürs neue Leben.
00:42:08: Und ich meine damit kein Vorsatz, sondern einfach eine Idee, was dich glücklich machen könnte.
00:42:12: Das habe ich für mich gelernt.
00:42:13: Man kann eine kleine Liste aufschreiben, welche Sachen, wenn die passieren würden im nächsten Jahr, was würde mich glücklich machen.
00:42:19: Und da habe ich überlegt, das ist genauso wie jetzt Urlaub buchen.
00:42:22: Diese Vorfreude auf was passieren könnte.
00:42:25: Also hat man da auch eine Vorfreude auf etwas, was mir passieren könnte.
00:42:30: Oder was ich in Angriff nehmen könnte, so Mikroabenteuer.
00:42:33: Und das ist der letzte Gedanke dazu, weil ich gerade heute Morgen liebe Grüße Uwe, falls du das hörst, Uwe, unser Sicherheitsmann beim Frühstücksfernsehen.
00:42:40: Wir haben mich heute Morgen auf ein paar Glatze getroffen.
00:42:42: Und sind wir ins Quatschen gekommen.
00:42:44: Hier, wie geht's dem Enkel und so.
00:42:45: Und dann ist er schon acht Jahre alt, so was will zu mich verarschen, acht Jahre.
00:42:49: Und dann sind wir ins Quatschen gekommen und sagt ja, die Zeit rennt.
00:42:51: Und da hab ich mich erinnert, ich hab mein Aufsatz gelesen bzw.
00:42:54: ein Artikel und die haben gesagt, Wenn wir im Alltagstrott versauern und immer nur dasselbe machen, dann haben wir das Gefühl, dass die Zeit rennt und wir nichts mehr festhalten können.
00:43:03: Wenn wir aber dafür sorgen, vielleicht jetzt schon in der Planung fürs Jahr, Mikroabenteuer zu setzen, also Sachen, die wir noch nie gemacht haben, weil wir es nicht können oder weil man nicht drüber nachgedacht hat, das kann ja dann auch scheiße sein in Erfahrung, aber ich finde überhaupt was Neues zu machen, eine neue Herausforderung anzugehen.
00:43:19: Vor mir ist einfach nur ein, weil nicht Topfdeckel häkeln oder sowas.
00:43:25: Dann hat man so einzelne Momente an die man sich erinnert und dann vergeht Zeit langsamer und das probiere ich im nächsten Jahr.
00:43:31: Vielleicht ist das so ein Vorsetzchen für uns alle.
00:43:35: Ja, und jetzt abschließend danke für deine Konzentration, für deine Aufmerksamkeit, für deine Zeit.
00:43:39: Die teilst du ja mit mir.
00:43:41: Ich würde mich über eine Bewertung freuen.
00:43:43: Schreibt doch mal wen soll ich einladen.
00:43:44: Ich habe schon die ersten Gäste für das kommende Jahr.
00:43:47: Ich will dich nur noch nicht verraten.
00:43:48: Ich will es nicht jinxen, nicht dass sie dann sagen, sie sind doch im Weihnachtsholab.
00:43:52: Ähm, neujahrsholab.
00:43:55: Kurzer Schluck Tee.
00:43:56: Diese Folge ist vorbei.
00:43:57: Gerne sieben Sterne.
00:43:59: Ich ernähre mich von Sternen.
00:44:00: Was ja.
00:44:02: Guten Rutsch und überhaupt und... Schaui, waui.
00:44:07: Wir sehen uns... Was nicht schlimmsten Sprüche zu Silvester?
00:44:09: Wir sehen uns auf der anderen Seite.
00:44:13: Guten Rutsch, aber Rutsch nicht aus.
00:44:18: Ach du Schade.
00:44:21: Tschüss.
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