#035 - Tarantino, Thunfisch und Trump auf Ölsuche

Shownotes

Zahltag mit einer Woche voller Zahlen, die größer klingen als jede Schlagzeile: Am Louvre streiken 350 Beschäftigte, während neue Ermittlungen zu Kunstschmuggel im Wert von über 15 Millionen Euro den Ableger in Abu Dhabi belasten. In Gelsenkirchen sorgt ein Sparkassen-Einbruch für Aufsehen, bei dem Täter 46 Stunden ungestört arbeiteten und eine Beute von rund 100 Millionen Euro machten – mit Details, die an einen Film von Quentin Tarantino erinnern. In Japan wird ein einzelner Thunfisch für 510 Millionen Yen versteigert und zeigt, wie sehr Tradition, Marketing und Prestige Preise treiben können. Gleichzeitig rückt Venezuela ins Zentrum der Weltpolitik, weil es genau eine von drei entscheidenden Rohölarten im Überfluss besitzt, die für US-Raffinerien technisch unverzichtbar ist. Dazu die Geschichte nepalesischer Sherpas, die in Norwegen in einem Sommer so viel verdienen wie zu Hause in bis zu 30 Jahren, und ein YouTube-Kaminvideo, das mit nur einem Clip 1,25 Millionen Dollar Einnahmen erzielt hat.

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Redaktion & Host: Daniel Boschmann (danielboschmann.com) • Schnitt & Produktion: Kevin Blume (kevinblume.de)

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00:00:00: Also, wenn eine Sache gar nicht geht, dann ist das ja wohl sich selbst zu loben, oder?

00:00:04: Das ist unanständig, und wenn man ganz ehrlich ist, auch ein bisschen unangenehm.

00:00:07: Bevor diese Episode losgeht, will ich dir nur eine Sache mit auf den Weg geben.

00:00:12: Diese Folge ist... super!

00:00:16: Das ist so eine tolle Podcast-Folge, die jetzt auf dich wartet.

00:00:18: Du hast in Jahren nicht so einen guten Podcast gehört.

00:00:21: Also, ich bin für uns beide froh, dass du das jetzt gleich hier hören kannst.

00:00:26: Das ist informativ, das ist lustig, das ist kreativ.

00:00:30: Und vor allem ist das hier, wie immer, demütig und bescheiden.

00:00:45: Es ist Dienstag, der sechste Januar, twenty-fünfundzwanzig.

00:00:49: Hier ist Daniel Boschmann mit Zahltag.

00:00:51: Wir rechnen mit der Woche ab.

00:00:53: Ich schnappe mir die aktuellen Zahlen mit den Geschichten daneben und dahinter.

00:00:56: Erst die Meldung, dann das Abschweifen.

00:00:58: Das ist hier der Auftrag.

00:01:00: Folgendes haben wir hier heute in Petho.

00:01:02: Neues Jahr, gleiche Krisenherde mit ganz viel Potenzial.

00:01:06: Louvre oder Gelsenkirchener, Sparkassenraub?

00:01:10: Warum entscheiden?

00:01:11: Wir machen einfach beides.

00:01:17: Der Louvre hat aber nicht nur in Paris alle Hände voll zu tun.

00:01:21: Der Ableger in Abu Dhabi ist jetzt auch wieder in den Schlagzeilen wegen Schmuggels und Dokumentenfälschung.

00:01:28: Was ist das bitte für einen Sauladen?

00:01:30: Ich liebs.

00:01:32: Hundert Millionen Euro Beute sollen die Einbrecher eingesagt haben.

00:01:38: Neuschburen und Erkenntnisse vom Sparkassen.

00:01:40: Ein Bruch.

00:01:41: und ich habe eine heiße These.

00:01:43: Ich glaube, dass die Einbrecher wie in einem Film von Quentin Tarantino gearbeitet haben.

00:01:49: Fünfhundertzehn.

00:01:51: Fünfhundertzehn Millionen japanische Yen.

00:01:53: Für einen Fisch.

00:01:56: Ein Tunfisch zum Essen.

00:01:57: Wenn ich dir gleich verrate, was das in Euro ist, fälltst du vom Glauben ab.

00:02:01: Und ich habe die absoluten Rekordzum, die jemals für ein Tier bezahlt wurden.

00:02:06: Also leider zum Verzehr.

00:02:08: Meistens.

00:02:09: Drei.

00:02:10: Drei Arten von Rohöl gibt es.

00:02:13: Eine davon hat Venezuela im absoluten Überfluss und drei Mal darfst du raten, wer die dringend braucht.

00:02:20: Von wegen Drogenkriminalität.

00:02:22: Ich gehe alle Theorien vom Trump-Angriff durch, damit du einen Überblick bekommst und mal mitreden kannst bei der ganzen Venezuela Sache.

00:02:28: Dreißig.

00:02:29: Sherpas aus Nepal verdienen in einem Sommer in Norwegen so viel wie in bis zu dreißig Jahren harte Arbeit in ihrer Heimat.

00:02:38: Was machen die aber in Skandinavien?

00:02:40: Und?

00:02:41: Eins Komma zwei fünf Millionen Dollar für ein zehn Stunden Kamin Video.

00:02:46: Warum das gerade so trennet und wie du mit Videos Geld machen kannst, das hätte ich hier mal im Angebot.

00:02:52: Let's go.

00:02:52: Drei Hundert Fünfzig, die neuste Nachricht aus dem Louvre.

00:02:56: Am Louvre in Paris wird wieder gestreikt.

00:02:59: Rund drehundfünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen haben sich bei einer Vollfahrsammlung mal wieder einstimmig für die Fortführung des Arbeitskampfes entschieden.

00:03:10: Personalmangel habe ich hier schnell erzählt, steigende Eintrittspreise für die Nicht-Europäer und miserable bauliche Zustände.

00:03:17: Ja, das alles wird beklagt.

00:03:19: Der Streik war ja vor Weihnachten, haste hier gehört, erst mal ausgesetzt worden.

00:03:22: Jetzt gibt's gleich einen schönen Neuersgruß, weil die Gewerkschaften einfach keinen ausreichenden Fortschritt in den Gesprächen mit dem Kulturministerium sehen.

00:03:30: So, das ist das eine.

00:03:32: Der Louvre ist geöffnet, muss man sagen, darunter auch der Rundgang zu den wichtigsten Meisterwerken, inklusive Mona Lisa.

00:03:39: Aber ansonsten läuft das ja so bescheiden an, wie das letzte geendet ist.

00:03:43: Weil nämlich... Das ist gar nicht der Knaller aus Paris.

00:03:46: Der kommt jetzt.

00:03:48: Fünfzehn Millionen Euro für Schmuggelgut?

00:03:51: Für ein Museum?

00:03:54: Naja.

00:03:55: Wie konnte mir das bis jetzt entgangen sein?

00:03:56: Zum Glück schenkt der Louvre immer neue Themen.

00:03:59: Es gibt neue Anhörungen.

00:04:01: Startend in diesem Jahr.

00:04:03: Gegen den ehemaligen Louvre-Chef nämlich Jean-Luc Martinez.

00:04:06: Der war ja auch schon Thema.

00:04:08: Der Fall ist ja einer der größten Skandale in der Geschichte der Französischen Museum.

00:04:12: Also noch... Noch nicht so ganz schlimm wie der Überfall jetzt, am neunzehnten Oktober, aber das ging schon gar nicht gut.

00:04:18: Nachdem Martines jahrelang versucht hat, die Anklage jetzt aus verfahrenstechnischen Gründen abzuweisen, was im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

00:04:43: Laurence Descartes, der hat den Louvre geleitet, von im Jahr im Jahr Jahrzehnte bis zum Jahr Jahrzehnte.

00:04:48: Dem wird vorgeworfen, seine Augen vor der zweifelhaftesten Herkunft ägyptischer Kunststätze verschlossen zu haben.

00:04:55: Also im Minimum.

00:04:57: Es geht dabei vor allem um Ankäufe für den Louvre Abu Dhabi, also den Zwilling oder sagen wir mal den Ableger des Pariser Museums im Arabischen.

00:05:05: So.

00:05:06: Die Ermittler vermuten, dass eine kriminelle Bande während der Unruhen des arabischen Frühlings, so um Zwei-Tausend-Elf, im ganz großen Stil Kunstwerke aus Ägypten einfach ausgeholt hat, geblündert und dann mit gefälschten Papieren auf den legalen Kunstmarkt gebracht hat.

00:05:24: Das ist der Vorwurf.

00:05:25: Im Zentrum stehen dabei fünf ägyptische Artefakte, die für insgesamt mehr als fünfzehn Millionen Euro angekauft wurden.

00:05:32: Das prominenteste Stück darunter ist eine Steele von Tutente Amun.

00:05:36: Das ist so eine außergewöhnliche Steele aus rosa Granit.

00:05:40: Und es gibt Hinweise, dass die Herkunfts-Zertifikate, die ja belegen sollen, dass das Stück bereits vor Jahrzehnten legal exportiert wurde, ja, die waren wohl gefälscht.

00:05:50: Experten vermuten jetzt, dass die Steele erst nach Zwei-Tausen-Elf illegal aus Ägypten geschmuggelt wurde.

00:05:56: Deswegen... Wurde Martines, der ehemalige Louvre-Chef, im Mai-Zweitausendzwanzig wegen Beihilfe zum Bandenbetrug und Geldwäsche angeklagt.

00:06:06: Was haben die für Leute im Topmanagement?

00:06:08: Was ist denn nur Kriminelle?

00:06:10: Also mutmaßlich, er ist ja noch nicht schuldig gesprochen.

00:06:13: Diustiz wirft ihm jetzt folgendes vor.

00:06:16: Er soll Warnsignale missachtet haben und die Herkunftsprüfung in mindestens vernachlässigt haben, um die prestiesträchtigen Ankäufe für Abu Dhabi nicht zu gefährden.

00:06:25: Weil er auch doof war es ja cool, wenn man sowas im Museum hat.

00:06:28: Er hat also weggeschaut, als Experten Zweifel an der Legalität der Stücke angemeldet haben.

00:06:36: Der Fall ist also ein globales Geflicht.

00:06:38: Es sollen nämlich derselbe Händlerin sein, der damals schon dem Metropolitan Museum of Art, der Met in New York, ein Goldsarkophag verkauft hat.

00:06:48: Der war auch eher illegal in Amerika und das Metmuseum hat das dann schon Rheumütchen in Ägypten zurückgegeben, ist schon wieder zurück zu Hause.

00:06:57: Jetzt gibt es eine Verbindung zum Sicherheitskandal natürlich.

00:07:00: Durch den Juvenraub vom Oktober steht die gesamte Führungsetage des Lufere alt und neu, wir sagen er auch wieder, unter massiver Beobachtung.

00:07:09: Kritiker werfen dem Museum ja vor, ich übrigens auch, durch jahrelange Fokusverlagerung auf Großgeschäfte und so Renommennummer und internationale Ableger wie Abu Dhabi, die Kernaufgaben wie die Sicherheit vor Ort und die lügenlose Provenienzforschung, wir sagen, wo kommt die Kunst her, einfach ignoriert zu haben.

00:07:27: So.

00:07:28: Ägypten übrigens, und das ist das diplomatische Problem jetzt, fordert gerade knallhart im Zuge der Ermittlung die sofortige Rückgrabe der fraglichen Stücke.

00:07:38: Was die Beziehung zwischen Paris, Cairo und Abu Dhabi, sagen wir mal.

00:07:42: Also, die sind jetzt nicht best friend.

00:07:44: Jetzt ist es so.

00:07:44: Die aktuelle Präsidentin hat ja auch nix gemacht, wirklich, damit das Museum sicher ist.

00:07:50: Der davor ist ja offenbar einer, der vergisst, Dokumente zu übergeben ohne ein Wasser.

00:07:54: Ja, gut, kauf doch, wo ihr wollt, Hauptsache, wir haben das Museum voll.

00:07:57: Was sind das für Leute beim Louvre?

00:08:00: Meine Güte.

00:08:01: Also, ich meine, ich sag ja, danke.

00:08:03: Das können wir nicht darüber reden.

00:08:04: Ah, I love it.

00:08:06: So, und während in Frankreich das berühmte Museum ausgeraubt wird, ist das größte Verbrechen hier bei uns ein Einbruch in der Sparkasse in Gelsenkirchen.

00:08:20: Es ist nämlich noch mehr Schaden entstanden, angeblich.

00:08:26: Zusammenfassung, der Einbruch in die Sparkasse von Gelsenkirchen Buhr ist ja ohnehin schon einer der Spektakulästen der deutschen Kriminalgeschichte.

00:08:34: Hatte ich hier ja schon besprochen.

00:08:35: Es wird aber immer besser oder schlechter, je nachdem.

00:08:38: Die Beute, die die Diebe mitgenommen haben sollen, soll jetzt über einhundert Millionen Euro hoch sein und damit deutlich über der Summe, die bis jetzt geschätzt wurde.

00:08:48: Die DPA, die Deutsche Presseagentur, hat aus Sicherheitskreisen erfahren, dass einzelne Kunden angegeben haben sollen, mehr als fünfhunderttausend Euro jeweils in den Schließfächern gebunkert gehabt zu haben.

00:09:04: Das klingt natürlich überhaupt nicht dubios, wenn die Fächer eigentlich nur bis zehntausend, drehntausend Euro versichert sind.

00:09:10: Was?

00:09:11: Die Herkunft der Gelder kommt den Ermittlern jetzt jedenfalls ein bisschen seltsam vor.

00:09:16: Aber echt?

00:09:17: Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Klans handeln.

00:09:22: Aha.

00:09:23: Offiziell hätten viele Betroffene vielfach von Hochzeitsgeldern gesprochen, also Hochzeitsgeldern in Gänsefüßchen.

00:09:32: Ja.

00:09:33: Und seit der Entdeckung der Tat am Morgen des neunundzwanzten Dezember, schenkt uns auch diese Geschichte aus Gelsenkirchen fast täglich neue Entwicklung.

00:09:41: Zu der neuesten kommen wir jetzt.

00:09:42: Und die neueste Spur führt nach Dortmund.

00:09:45: Die Polizei in Gelsenkirchen hat ja für die Ermittlung jetzt eine besondere Aufbauorganisation eingerichtet, eine BAO.

00:09:54: Ein klassisch deutsches Wort, das ich mal recherchiert habe, weil es ist eine BAO.

00:09:59: Normalerweise arbeitet die Polizei in der sogenannten AAU.

00:10:02: eine allgemeine Aufbauorganisation.

00:10:05: Das ist normaler Dienstalltag, also Streife, kleine Delikte, Verwaltung, Talala.

00:10:09: Wenn aber so ein eigenes jetzt in Gelsenkühen stattfindet, dass dann den Rahmen des Alltags mehr als sprengt, wird einem BRO gebildet.

00:10:17: Bedeutet, es werden Beamte aus verschiedenen Bereichen zusammengezogen, also Spurensicherung, IT-Forensik, Zielfahndung, Experten für Bandenkriminalität und die alle in ein Büro quasi.

00:10:28: Es gibt eine klare Hierarchie.

00:10:30: für ein Leiter, also da gibt es ein Führungsstab und der ist nur für diesen Pfeil dann verantwortlich.

00:10:36: Alle Informationen laufen zentral dort zusammen und sie sind twenty four seven erreichbar rund um die U-Betrieb.

00:10:42: Eine BAO arbeitet dann also im Schichtbetrieb durchgehend an diesem einen Pfeil um keine Zeit zu verlieren.

00:10:49: Macht ja auch Sinn, wenn der Schaden einhundert Millionen Euro wert sein soll.

00:10:52: Wir sagen sogar mehr als beim Louvre.

00:10:54: Die BAO hat übrigens auch Vorrang bei der Nutzung von Ressourcen, von staatlichen, also Hubschrauber, Laborkapazitäten, internationale Anfragen bei Interpol und so.

00:11:03: Also die können richtig auf dicke Hose machen.

00:11:06: Und die sind jetzt auf der Suche.

00:11:08: In einem Abfalleimer am Taxi standes Dorben- und Hauptbahnhof.

00:11:11: jetzt wurden nämlich die Autokennzeichen gefunden, mutmaßig von den Fluchtfahrzeugen.

00:11:17: Die Ermittler prüfen derzeit, ob es sich dabei genau um die Schilder der Fluchtfahrzeuge handelt, heißt es aber.

00:11:23: Und sie hoffen natürlich jetzt auf verwertbare Fingerabdrücke und andere Spuren auf den Kennzeichen.

00:11:28: Vor allem aber könnten ja die Aufnahmen der Überwachungskameras am Dortmunder Hauptbahnhof interessant sein.

00:11:35: Der Dortmunder Hauptbahnhof ist jetzt nicht der pittoreskeste Ort der Welt, nicht ultra hübsch, nicht ultra einladend, aber trotzdem kann man sagen, ist das jetzt der entscheidende Fehler der Kriminellen?

00:11:45: Warum lässt man sowas an so einem belebten Bahnhof fallen oder rumliegen?

00:11:50: Das macht man doch eigentlich nicht.

00:11:51: Das Überrasch stand doch, wenn doch alles andere so ausgeklügelt geplant worden ist.

00:11:56: Und jetzt kommt meine Hollywood Theorie.

00:11:59: Kannst du dir selber vielleicht mitbeweisen, wenn du die Überwachungsbilder nochmal anguckst?

00:12:04: Es wurden nämlich Bilder aus Überwachungskameras veröffentlicht.

00:12:08: Die zeigen drei maskierte Personen in dunkler Kleidung.

00:12:12: Ein auffälliges Detail ist, einer der Täter trägt rote Handschuhe, ein anderer Grüne.

00:12:19: Und da habe ich mich so gedacht, wieso, wieso das denn jetzt?

00:12:22: Also man hätte ja auch durchsichtige oder schwarz oder so.

00:12:25: Und dann bin ich auf das hier gekommen.

00:12:27: Dieses Verbrichen klingt für mich immer mehr, wie der Film Reservoir Dogs von Quentin Tarantino.

00:12:33: Warum?

00:12:35: Von diesem echten Kriminalfall in Gelsenkirchen zum filmischen Meisterwerk ist es, wie ich finde, relativ kurz.

00:12:41: Das ist sein Debütfilm von Quentin Tarantino aus two ninety-two und in dem Film sind Farben die Decknahmen der Täter.

00:12:49: Und, wenn man ehrlich ist, ein zentrales Element der Erzählweise.

00:12:53: Nur ein kleiner Spoiler-Alarm, ich verrate jetzt nichts Großes, aber nur, dass du schon mal weißt.

00:12:57: Im Film, Reservoir Dogs, nutzt der Drahtzieher des Verbrechens, Joe Cabot, die Farben, um die Identität der Männer zu schützen.

00:13:05: Also keiner soll den echten Namen des anderen kennen, damit die sich nicht im Fall der Fälle bei einer Verhaftung gegenseitig verraten können.

00:13:12: In dem Film gibt's also Mr.

00:13:14: White, Mr.

00:13:14: Orange, Mr.

00:13:15: Blue, Mr.

00:13:16: Blond.

00:13:17: Ja, keine Farbe, ist aber so.

00:13:18: Mr.

00:13:19: Brown und Mr.

00:13:19: Pink.

00:13:20: Oder Rosa.

00:13:22: Wenn ich mir also vorstelle, dass die Verbrecher jetzt verschiedene farbige Handschuhe an hatten in Gäsenküchen, vielleicht haben die sich auch jeweils mit einer Farbe angesprochen.

00:13:29: Damit, wenn es da irgendwo Mikro gibt oder so, damit da nicht rauskommt, hey, Manni oder Murat oder sowas, das wird auch interessant.

00:13:38: Dann hat einer halt andauernd gesagt hier, Äh, grün oder äh, rot.

00:13:43: Das wäre doch brillant.

00:13:45: Da müsste man doch nur den Film noch mal gucken und gucken, welche Farbe da besonders verdächtig ist.

00:13:49: Und ich sag mal so, wenn da jetzt noch ein paar andere Farben auskommen, wenn ich die Polizei in Gelsenkirchen wäre, würde ich einen Pinkenhandschuh verfolgen.

00:13:59: Nur mal so, wenn man aus dem Film lernt.

00:14:01: Übrigens, mein absoluter Lieblingsdialog aus dem Film, Reservoir Dogs, dreht sich auch um genau diese Farben, weil die ja alle Farben haben.

00:14:10: die sie sich nicht aussuchen durften.

00:14:12: Hat der Chef ausgesucht.

00:14:13: Und Mr.

00:14:13: Pink fragt in dem Film, warum können wir uns die Farben nicht selbst aussuchen?

00:14:18: Und der Chef, Joe Cabot, antwortet, vergiss es.

00:14:21: Ich hab's einmal versucht, da wollten vier Leute Mr.

00:14:23: Black sein.

00:14:26: Ja, weil alle der Coole sein wollen.

00:14:27: Cool, schwarz und nicht langweilig oder feinlich pink.

00:14:32: Ich würd pink nehmen.

00:14:33: Aber guck den Film doch mal.

00:14:34: Und währenddessen hoffe ich, dass die Kohle aus Gelsenkirchen wieder zurückkommt.

00:14:38: Denn bei aller Helme beim Louvre, wenn das, was da weg ist, ja nicht nur Klangeld ist oder Schwarzkasse oder so, da wird es ja auch private Vermögen gegeben haben.

00:14:46: Und wenn ich einen Scheiße finde, wenn Verbrecher Leuten etwas klauen, die ihr Leben lang auf etwas gearbeitet und gespart haben und das dann sicher bei einer Sparkasse hinterlegen wollen, die zu dumm ist, eine gute Überwachung aufzubauen, muss man auch mal sagen, wie kann es bitte sein, dass im Parkhaus eine bessere Videoüberwachung halt als ein Bank?

00:15:03: Wie können die zig Stunden alleine, achtundvierzig Stunden oder sechsundvierzig Stunden allein im Tresorraum ein freies Befehlerlehrraum?

00:15:11: Was für eine Bank ist denn das?

00:15:13: Meine Güte!

00:15:14: Fünfhundertzehn!

00:15:16: Fünfhundertzehn Millionen japanische Yen für einen Fisch.

00:15:22: Na, da habe ich einmal genauer hingeguckt.

00:15:24: Das ist die Geschichte von Kiyoshi Kimura und der traditionellen Neujahrs-Auktion auf dem Tokyota Fischmarkt.

00:15:31: Als Gründer und Chef der Kette Sushi-Sanmai hat der Mann, der gerade genannt wurde, weltweit berühmtheit als der Tunfisch-König erlangt.

00:15:40: Zum Start dieser Woche hat er Erneutschlagzeichen gemacht und seinen eigenen Weltrekord gebrochen.

00:15:45: Woom geht's?

00:15:47: Bei der ersten Auktion des Jahres auf dem Toyoso-Fischmarkt in Tokio hat er einen zweihundertdreiundvierzig Kilogramm schweren Blauflossen-Tunfisch für die astronomische Summe Von fünfhundertzehn Millionen Jänner in Klammern, und das ist kein Witz, drei Komma zwei Millionen Euro ersteigert.

00:16:10: Ein Fisch für drei Komma zwei Millionen Euro.

00:16:14: Bitte.

00:16:16: Dieser Fisch wurde vor der Küste von Oma, also genau wie Oma geschrieben, in der Präfektur Aomori gefangen.

00:16:22: Das ist eine Region, die weltweit als beste für Tunfischqualität bekannt ist.

00:16:27: Und mit einem Kilopreis von etwa dreizehntausend Euro markiert dieser Kauf einen neuen historischen Höchststand.

00:16:34: Nach der Auktion hat Kimura dann auch gestanden, dass der Preis ein bisschen höher war als erwartet, aber er wollte seine eigene Tradition fortsetzen und seinen Kunden den besten Fisch des Jahres anbieten.

00:16:46: Der hat nämlich lange schon ein Rekord gehalten, aus dem Jahr twohntausend neunzehn war der.

00:16:51: Da hat er damals drehundertdreisig Millionen bezahlt, ca.

00:16:54: zwei Kommasieben Millionen Euro.

00:16:57: Dann hat er ein paar Jahre Pause gemacht.

00:16:58: Zwischen einundzwanzig und fünfundzwanzig hat er sich ein bisschen zurückgehalten beim beim Wettbieten und wusste nicht genau, ob er da reingehen soll.

00:17:05: Da kamen Konkurrenten und haben was teures bezahlt, aber nie teurer als seine Fische.

00:17:09: Und jetzt hat er eben einen für drei Komma zwei Millionen Euro.

00:17:12: Bringt mich natürlich jetzt zum Abschweifen.

00:17:16: Was haben denn Leute noch so für Tiere ausgegeben?

00:17:18: Was kostst so ein Tier?

00:17:20: Und da bin ich finde ich geworden.

00:17:22: Nämlich bei genau dieser Neujahrs-Auktion, auch in Tokio, Gab es ein Rekordpreis für vierhundert Gramm von einem violetten Seeiegel, Uni geschrieben, E-U-N-I.

00:17:34: Und zwar, zweihundert drei tausend Euro für vierhundert Gramm Seeiegel.

00:17:37: Hä?

00:17:38: Dann Schneekrappen wurden schon mal steigert.

00:17:41: Und zwar, bei einer Auktion in Tottori, auch in Japan, zwei tausend neunzehn, gab es für eine Krabbe, für eine Krabbe, zweihundvierzichttausend Euro.

00:17:53: Und ich habe noch ein Fisch gefunden.

00:17:55: Ist zwar kein Speisefisch, aber der teuerste Einzelfisch, also Zierfisch, aufgrund eines Gendeffekts.

00:18:01: Das ist der Plätten im Arovana.

00:18:04: Vierhunderttausend Euro für einen Zierfisch.

00:18:09: Und jetzt wollen wir mal wissen, was warmen denn diese drei Fische auf sich?

00:18:12: Na, gehen wir rein.

00:18:14: Erst mal der violette Seeiegel.

00:18:16: In der Welt der Sushi gilt der Roghen, das sind die Geschlechtsdrüsen des Seeiegels.

00:18:22: Bekannt als Uni als eine der exklusivsten Delikatesen überhaupt.

00:18:27: Der violette Seeiegel aus dem kalten Gewässern von Hokkaido geht als eine der besten der Welt oder als der Beste sogar und soll eine cremige fast butterartige Textur und einen süßlichen intensiven Umami Geschmack haben.

00:18:40: Und er darf auf gar keinen Fall nach Fisch schmecken.

00:18:43: Er fragt mich immer, wenn du Fisch kaufst und er nicht nach Fisch schmecken soll, ist das dann gut?

00:18:47: Keine Ahnung, ich frage für ein Freund.

00:18:49: So, Seeiegel übrigens müssen einzeln von Tauchern von Hand geerntet werden.

00:18:56: Die Verarbeitung ist extrem filigran, die Schale müssen vorsichtig geknackt werden und die empfindlichen Zungen, der Roghen, so nennt man das, mit Pinzetten entnommen und gereinigt werden, ohne sie zu beschädigen.

00:19:08: Ein riesen Aufwand!

00:19:10: Und die Farbe ist entscheidend.

00:19:12: Die leuchten gelbe bis orange Farbe ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal bei der ganzen Nummer.

00:19:18: Und bei den Neujahrs-Auktionen werden nur die farblich perfekten und frischesten Boxen für diese Rekordzumfer steigert.

00:19:24: Völlig verrückt, also Violettasiegel.

00:19:27: Wenn du Bock hast, koß halt nur ein bisschen.

00:19:29: Komm mal zur Schneekrabbe.

00:19:30: Die Schneekrabbe ist in Japan das Symbol für winterlichen Luxus.

00:19:34: Besonders die männlichen Exemplare aus einer bestimmten Region, das ist auch wieder Totori da oben, erzielen absolute Höchstpreise.

00:19:41: In Totori gibt es nämlich ein strenges Bewertungssystem namens fünf glänzende Sternen.

00:19:46: Das klingt immer wie ein Spiel, ne?

00:19:49: Damit eine Krabbe überhaupt diesen Status erhält, muss sie, Achtung, mindestens ein Komma zwei Kilogramm wiegen, eine Krabbe, einen Panzer von mindestens dreizehn Komma fünf Zentimeter haben.

00:20:00: Alle Beine und eine perfekte Form besitzen, eine exzellente Fleischfülle und eine leuchtende Farbe aufweisen, nur eine von mehreren Tausend Krabben.

00:20:08: Aber er führt diese Kriterien überhaupt, was den Preis, wie die erwähnten, zweiundvierzichttausend Euro erklärt.

00:20:15: Und das Besondere ist nicht nur das Süße, angeblich faserige Fleisch der Beine, sondern eben auch das grüne Krabbenmiso.

00:20:23: Das sind die Innereien im Panzer.

00:20:25: Ich weiß, es klingt irgendwie nie wirklich nach einer Delikatesse, wenn Leute die Sophie ihr Geld ausgeben von Delikatesse sprechen.

00:20:31: Das klingt für mich wie, du, brauche ich nicht.

00:20:35: Und jetzt zum dritten Fisch, zum Zierfisch, der platt in einem Arowana.

00:20:40: Im Gegensatz zu den anderen beiden ist er nämlich kein Speisefisch, sondern das ultimative Status-Symbol.

00:20:46: Er wird nämlich Drachenfisch genannt.

00:20:49: Arovanas werden im asiatischen Kultur als Drachenfische verehrt, da ihre großen Schuppen und ihre Form an chinesische Drachen ändern.

00:20:56: Und das lieben die.

00:20:58: Man glaubt, dass sie Unglückabwehren und Wohlstand bringen.

00:21:01: Allein der Besitzwohl.

00:21:02: Und diese Platin-Variante ist keine eigene Art, sondern das Ergebnis von einem extrem seltenen Gendeffekt einer Mutation.

00:21:10: Im Gegensatz nämlich zu einem Albinos behalten diese Tiere ihre dunklen Augen, aber der Körper glänzt in einem markellosen metallischen Silberweiß, ohne auch nur irgendein Farbpigment.

00:21:21: Weltweit gibt es nur ein Handvoll dieser Tiere.

00:21:23: Die sind so wertvoll, dass sie oft mit implantierten Mikrochips versehen werden, um ihre Herkunft zu zertifizieren.

00:21:30: In Fischen!

00:21:32: Und die werden dann in Hoch-Sicherheitsanlagen gezüchtet.

00:21:35: Wahrscheinlich haben die mehr Sicherheit als unsere Sparkkasseur der Louvre.

00:21:38: Für ein Fisch!

00:21:39: Naja, dieser Fisch auf jeden Fall gilt als schwimmendes Kunstwerk und kostet richtig viel Geld.

00:21:45: Und jetzt habe ich doch mal überlegt, wenn Leute schon für Fische so viel Geld ausgeben, was machen die denn bei anderen Tieren, die vielleicht sogar gegessen werden?

00:21:51: Zwei habe ich gefunden.

00:21:52: Einmal Rinder, auch wieder Japan.

00:21:56: Hast du mit Sicherheit schon gehört, Wagyu Beef.

00:21:58: Wagyu Beef ist eine Rasse von Köhnen.

00:22:00: Das kostet unfassbar viel Geld.

00:22:02: Die werden, wie es da ist, behandelt werden, massiert, kriegen.

00:22:05: Sogar Bierbehandlungen gehen durch so ein Sohlebad und eigentlich immer bis die gestachte werden, haben die einen Welten des Urlaub.

00:22:11: Also Wahnsinn.

00:22:12: Es gibt einen historischen Rekord von zwei tausend zwei.

00:22:15: Da wurde für eine Kuh vierhunderttausend Euro gezahlt.

00:22:21: Alter!

00:22:22: Es gibt auch ein Rekord für Schafe.

00:22:24: Der Rekord für einen Schaf liegt paradoxerweise fast so hoch wie für ein Luxusauto.

00:22:31: Wobei hier der Zuchtwert, also das Gen im Vordergrund steht.

00:22:35: Es gibt ein Texellamm, heißt Double Diamond.

00:22:39: Das wurde in Schottland für vierhundertdreißigtausend Euro verkauft.

00:22:45: Das ist das teuerste Schaf der Welt.

00:22:47: Bäh, teuer.

00:22:48: Und jetzt nochmal die Fragen, warum werden diese ganzen Summen eigentlich gezahlt?

00:22:52: Es geht ja meist mehr als um den wahren Wert des Fleisches oder von irgendwas anderem, was man da essen kann.

00:22:58: Bei den Auktionen in Japan spielen drei Faktoren eine Rolle.

00:23:02: Punkt eins, Marketing.

00:23:04: Der Tunfischkönig, ganz am Anfang, hat natürlich jetzt weltweit Presse, die kostet eigentlich Millionen.

00:23:10: Das ist der Gegenwett für eine Werbekampagne, hat er sich anscheinend überlegt.

00:23:13: Und aber, wie sollte es in Japan auch anders sein, Ehre und Tradition.

00:23:18: Den ersten Fisch des Jahres zu kaufen gilt als absoluter Glücksbringer für dein ganzes Geschäftsjahr.

00:23:24: Und ist eine Geste des Respekts gegenüber den Fischern.

00:23:28: Weil die denen kriegen ja extrem viel Geld für den teuersten neuen Fisch.

00:23:32: Und das kommt da sehr gut an.

00:23:33: Und natürlich die Qualität, die japanischen Omatunfische sind die Fische überhaupt und die Rinder, von denen ich gerade gesprochen habe, sind das Ergebnis von jahrzehntelanger selektiver Zucht und Pflege.

00:23:43: Und das kostet nun mal Geld.

00:23:45: Bringt mich doch dazu, heute Abend, wie getarst zu ist.

00:23:49: Kostet nicht so viel.

00:23:51: Ich habe lange überlegt, ob ich das Thema mache, aber bei aller Liebe.

00:23:54: Alle reden über Venezuela und alle reden über den Angriff von Trump und Maduro und jetzt in New York angeklagt und so ein Kram.

00:24:01: Ich bin dann wirklich kein Kriegsmagazin und es müsste ja auch und auch über die Ukraine sprechen, weil es mich jeden Tag bewegt als Privatmensch.

00:24:08: Aber das hier fand ich super spannend.

00:24:10: Drei.

00:24:11: Ich habe gelernt, es gibt drei Arten von Rohöl.

00:24:15: Klingt erstmal gar nicht spannend, ist es aber.

00:24:17: Eines davon nämlich hat Venezuela im Überfluss.

00:24:21: Und dreimal darfst du raten, wer das haben will.

00:24:24: Diese US-Intervention, die wir gerade erleben, die von der Trump-Regierung als Operation Absolute Resolve zur Ergreifung von Nicolas Maduro geführt hat, welches Ziel hat die denn eigentlich wirklich?

00:24:35: Was wollen die Amis in Venezuela?

00:24:37: Und warum fahren die dann eine ganze Flotte mit Flugzeugträgern vor die Tür?

00:24:41: Neben den Nachrichten habe ich jetzt eine Doku von der BBC gesehen, die heißt What in the World.

00:24:47: Darin wird die Ölthematik thematisiert und die finde ich super spannend.

00:24:52: Der Bericht erklärt nämlich, dass US-Raffinerien, also die ganzen Fabriken zur Aufbereitung von Öl, so dass man es dann im Haushalt oder für die Wirtschaft nutzen kann, diese US-Raffinerien brauchen bestimmte Öltypen und sind technisch und wirtschaftlich abhängig von denen.

00:25:09: Es gibt also diese drei Arten von Rohöl.

00:25:11: Schweres Rohöl nennt man Heavy Crude und Venezuela besitzt die größten Reserven der Welt.

00:25:17: Vor allem im Orinoco-Gürtel, das ist der Fluss vor Ort.

00:25:20: Und dieses Öl ist dickflüssig und schweflhaltig.

00:25:23: Sieht aus wie schwarze Knete, so richtig so wie Tär.

00:25:26: Kann man so, kann man sich das vorstellen.

00:25:28: Oder vielleicht wie ein schwarzer, sehr fester Hundehaufen, ungefähr so.

00:25:32: Und dann gibt es ein mittleres und ein leichtes Rohöl, Light Sweet Crude.

00:25:37: Und die USA produzieren durch Fracking, was der Natur richtig schadet.

00:25:41: Schieferöl, heißt das dann, enorme Mengen an leichtem Öl.

00:25:45: So.

00:25:45: Jetzt kommt's.

00:25:46: Hier liegt das Problem.

00:25:48: Viele US-Raffinerien an der Golfküste, zum Beispiel in Texas und Louisiana, wurden mit Milliarden Investitionen über ewige Jahre speziell für die Verarbeitung von schwerem Öl aus Venezuela und den Klammern auch Kanada gebaut.

00:26:03: Und die können das heimische Öl, was sie da jetzt durch Fracking kriegen, nicht wirklich effizient weiterverarbeiten.

00:26:09: Um wirtschaftlich zu bleiben, müssen die also leichtes mit schwerem Öl mischen.

00:26:14: Heißt, Ohne den Zugriff auf das venezolanische Schweröl, müssten die US-Raffinerien entweder extrem teuer umgerüstet werden, kann man nicht bezahlen, oder das Öl von Rivalen, wie zum Beispiel Russland kaufen oder China.

00:26:30: Und das wollen die nicht.

00:26:33: Warum auch?

00:26:34: Und die anderen haben vielleicht auch keinen Bock, so viel zu verkaufen.

00:26:37: Diese Angriffe also jetzt und Sanktionen dienen laut den Spekulation jetzt dazu, die Kontrolle über genau dieses eine spezifische Rohöl zu kriegen, weil nämlich durch die Verstaatlichung Venezuela diese Rohstoffkette unterbrochen wurde.

00:26:54: Venezuela hat also dafür gesorgt, dass Amerika von diesem Rohöltyp von dem schweren weniger bekommt, weil Russland und China dazu wollten.

00:27:04: Ein instabiler Staat lässt sich gerne was erzählen und der am meisten zahlt, wie bei einer Party, wer den Detail zahlt, der sagt, welche Musik gespielt wird.

00:27:12: Und Russland und China und auch der Iran haben da immer so ein bisschen die Finger drin gehabt, dem Venezuela haben gesagt, nee, das dicke Öl geht nicht mehr nach Amerika.

00:27:20: Es gibt aber noch mehr Theorien zum Angriff der Amerikaner.

00:27:23: Neben der rein technischen Abhängigkeit von diesem Schweröl werden in Berichten und Analysen, zum Beispiel vom Guardian oder Al Jazeera folgende Gründe für das Vorgehen der USA genannt.

00:27:33: Der offizielle Grund ist ja, machen wir uns nichts vor, das ist wahrscheinlich nicht, Drogenbekämpfung.

00:27:39: Narkoterrorism.

00:27:41: Die USA werfen Maduro uns einem Umfeld vor, den Cartel de Los Solles, also Cartel der Sonnen, anzuführen und die USA mit Fentanyl und Kokain zu überschwemmen.

00:27:51: Das dient jetzt für diese Aktion als juristische Rechtfertigung für die militärischen Schläge, auf Boote und die Festnahme jetzt von Maduro.

00:27:59: Was will Amerika aber eigentlich?

00:28:01: Präsident Trump hat schon mal explizit gefordert, dass Venezuela Öl und Land zurückgeben muss, was mal US-Konzern gehört hat, wie ExoMobil oder Conoco Phillips.

00:28:12: Im Jahr zwei tausend sieben wurden die nämlich enteignet und diese ganze Nummer ging an den Staat Venezuela.

00:28:18: Es geht also sowas wie um eine Rückabwicklung der sozialistischen Politik, damit die amerikanischen Unternehmen ihre Einkäufe wiederkriegen.

00:28:26: Da steckt aber noch dahinter.

00:28:27: Es geht um die geopolitische Eindämmung von Einfluss von Feinden in der Region.

00:28:32: Die USA wollen nämlich den Einfluss von Russland, China und dem Iran in ihrem Hinterhof quasi, also zu nah an Amerika dran, einfach beenden.

00:28:41: Diese Länder haben nämlich Maduro über Jahre finanziell und militärisch gestützt und sich im Gegenzug Zugriff auf Öl und Gold mingesichert.

00:28:48: Wir sagen das schwarze dicke Öl, was Amerika gerne hätte.

00:28:51: Das ist erstmal schön ins Ausland gefahren, und zwar sehr weit weg.

00:28:55: Und am Ende geht's um den Petrodollar.

00:28:57: Hört man auch nicht so häufig?

00:28:59: Es wird spekuliert, dass die USA verhindern wollen, dass Venezuela, ähnlich wie der Iran übrigens, sein Öl in anderen Währungen als dem US-Dollar handelt.

00:29:07: Was die globale Dominanz des Dollars noch mehr schwächen könnte.

00:29:11: Und da haben die einfach kein Bock drauf.

00:29:13: Was macht man also in Amerika?

00:29:15: Man packt den neuen Imperialismus aus und sagt einfach allen, ich will das was du hast und du kannst nichts dagegen machen.

00:29:21: Das machen die jetzt in Venezuela so.

00:29:23: Dann hat Trump ja noch gesagt, oh ja, wenn wir schon mal Rad dabei sind, Kolumbien finden wir auch nicht so cool gerade.

00:29:28: Er ruft sogar die politische Führung eines Landes auf, sich hier zu überlegen, wie man sich jetzt verhält, weil man könnte ja dann auch in Kolumbien einmarschieren.

00:29:36: Dann hat er im Nebensatz gesagt, ja, um Mexiko kümmern wir uns auch noch.

00:29:39: Und parallel wollen wir auch noch Grönland aus Dänemark haben.

00:29:42: Das geht nicht.

00:29:43: Das ist moderner Imperialismus und das ist das Recht des Stärkeren.

00:29:46: Und so funktioniert die interziale Gesellschaft nicht.

00:29:49: Das ist eine absolute Katastrophe.

00:29:50: Und wenn das jetzt Schule macht, dass man da irgendwo reinfliegt, jemanden rausholt, um dann das größte daraus selber zu ziehen, schwierig.

00:29:58: Man muss natürlich dazu sagen, Maduro war nicht gewählt.

00:30:01: Die sozialistische Regierung war eher so eine Autokratie oder Diktatur wie auch immer.

00:30:06: Also da trifft jetzt kein super lupenrein Demokraten, das ist auch klar.

00:30:10: Aber es geht nicht, dass ein Land marodierend um die Welt fällt und sagt, ja gut, ich habe jetzt hier ein Flugzeugträger, jetzt machst du was ich will.

00:30:16: Geht gar nicht.

00:30:18: Zusammengefasst also, während die USA den Kampf gegen Drogen also als moralisches Banner voranstellen, deutet der BBC-Bericht darauf hin, dass die technologische Sucht der US-Industrie nach dem vinozionalischen Schweröl und der Wunsch nach Rückkabe enteigneter Ölfelder, sagen wir mal, eigentlich die strategischen Motive sind.

00:30:37: Am Ende ist das wie, weiß ich nicht, ja, wie spielen Risiko.

00:30:41: Und Risiko war am Ende immer brutal und es hat immer nur einer gewonnen.

00:30:45: Merkst du was?

00:30:48: Ich gebe zu, diese Geschichte ist nicht superaktuell, aber ich habe sie jetzt erst entdeckt und ich würde sie erzählen.

00:30:53: Dreißig.

00:30:54: In einem Sommer in Norwegen verdienen Scherpas aus Nepal so viel wie bis zu dreißig Jahren in ihrer Heimat.

00:31:02: Woran liegt das und was machen die da eigentlich?

00:31:04: Der norwegische Staat bzw.

00:31:06: Kommunen und Wandervereine engagieren seit ungefähr zwanzig Jahren nepalesische Scherpas, um das norwegische Gebirge begehbar zu machen.

00:31:16: Aber warum Sherpas und was machen die jetzt in Norwegen?

00:31:19: Norwegen ist ein Land der Wanderer.

00:31:21: Ich war noch nicht in Norwegen, aber man wandert dort sehr gerne die Fjorde entlang.

00:31:26: Die beliebtesten Routen aber, wie zum Beispiel Preikästolen, heißt das, oder Tolthunger, leiden oder haben gelitten unter massiven Erosionsschäden.

00:31:36: Die Pfade wurden durch Tausende Touristen zertrampelt, was bei norwegischen Regen zu Schlammschachten und gefährlichen Abbrüchen führt.

00:31:44: Wenn da mal so ein Fjord runterfällt, nicht gut.

00:31:46: Jetzt ist aber so, die Kunst des Trockenmauerbaus, also Steine ohne Mörtel, so zu schichten, dass die Jahrhunderte halten, ist in Norwegen fast ausgestorben.

00:31:57: Und schwere Maschinen kannst du in diesen Steinen Vierregionen einfach nicht arbeiten lassen.

00:32:02: Die kommen da gar nicht hin.

00:32:03: Da kommen die Sherpas ins Spiel.

00:32:06: Die sind durch ihr Leben im Himalaya genetisch und durch Extra-Training an extreme körperliche Arbeit in dünner Luft und vor allem im steigen Gelände gewöhnt.

00:32:16: Die tragen Steine, die sind so schwer wie die selber.

00:32:19: Und deswegen sind die für diese Arbeit perfekt.

00:32:22: Und die Bezahlung ist für Nepalese Verhältnisse astronomisch hoch.

00:32:26: Ein Sherpa verdient in einer norwegischen Saison, das ungefähr so fünf bis sechs Monate, oft so viel wie in zehn bis dreißig Jahren harte Arbeit in Nepal.

00:32:35: Und das hat dazu geführt, dass ganze Dörfer im Himalaya, besonders das Dorf Kundee, durch norwegisches Geld quasi modernisiert wurden.

00:32:44: Also Gastarbeiter aus Nepal fahren nach Norwegen für fünf Monate, kommen zurück und bringen richtig viel Geld mit.

00:32:49: Und das hat Schulen erneuert und Krankenhäuser erneuert.

00:32:52: Ist doch erst mal eine super Idee.

00:32:54: Da würde man noch denken, da ist doch eitel Sonnenschein.

00:32:57: Ist aber nicht.

00:32:58: Es wird nämlich auch berichtet, dass der Reichtum der Rückkehrer in Nepal zeitweise für so viel Neid und Streit in Nachbardörfern sorgte, dass der soziale Fliegend gefährdet war.

00:33:08: Also gibt es eine Hauptvermittlerfirma jetzt, die sorgt dafür, dass sie jeweils aufgeteilt auf die einzelnen Dörfer immer wieder ein Gleichgewicht entsteht, damit der Wohlstand in Nepal gleichmäßig verteilt wird.

00:33:20: Finde ich nicht doof.

00:33:22: Und diese Sherpas arbeiten in Norwegen und damit sich die dann in Norwegen auch wohlfühlen, wurden an einigen Orten und deswegen sieht man diese Fahnen auch in Norwegen kleine buddhistische Schreine oder Gebetsfahne errichtet.

00:33:35: Das sieht bizarr aus, weil am Fjord dann nepalisische Gebetsfahne hängt, aber die geben dann in der rauen norwegischen Steppe da oben oder Tundra neben den tiefblauen Fjorden den Sherpas ein Gefühl von Heimat und deswegen kommt die immer wieder gerne.

00:33:49: Und die Sherpas bauen jetzt einfach Treppen.

00:33:51: Treppen an einem Hang und die sind früher dann vielleicht lebensgefährlich gewesen und heute hast du dann eine bequeme Treppe, die du hochladen kannst.

00:33:58: Steine auf Steine und die nicht mehr umfallen oder wegerudieren.

00:34:02: Übrigens, es gibt ein paar lustige Anekdoten aus Norwegen, habe ich gesehen.

00:34:07: Also Berichte von Wanderern, die völlig aus der Atem den Berg hochkäuchen.

00:34:12: Während dann ein Sherpa einfach nur mit Sneakern und Stürmband begleitet hat, den vorbeiläuft, mit einem Sechzig Kilo schweren Steinen auf dem Rücken und dabei telefoniert, weil außer Atem ist der ja nicht.

00:34:26: Also, Sherpas sind mal richtige Maschinen.

00:34:28: Warum machen die in Großstädten eigentlich kein Umzugsunternehmen auf in Deutschland?

00:34:32: Die kremen doch zu Fuß einfach in den zwanzigsten Stock, ist doch top, weil die Waschmaschine, die trage ich meinen Kumpel jetzt nicht mehr irgendwo hoch.

00:34:40: Und abschließend habe ich dieses Thema hier.

00:34:42: Und das liebe ich, weil das jetzt gerade wieder mal durch die Decke geht.

00:34:45: Eins, zwei, fünf Millionen Dollar.

00:34:47: Fünf Video.

00:34:49: Das läuft und läuft und läuft.

00:34:52: Eine Geschichte, die gerade auftaucht, weil sich Leute, die keinen Kamin haben, über die Feiertage einfach einen Feuer im Fernsehen angemacht haben, machen sehr viele Leute offenbar.

00:35:01: Und das ist eine dieser faszinierenden Geschichten über passives Einkommen.

00:35:05: Einmal was gemacht und für immer abgecashed.

00:35:08: Achtung.

00:35:09: Ein besonderer YouTube-Kanal feiert dieses Jahr ein beeindruckendes Jubiläum und einen, ich sag mal, finanziellen Meilenstein.

00:35:17: Die Geschichte dreht sich um den YouTube-Kanal Fireplace Ten Hours, also Kamin zehn Stunden übersetzt.

00:35:24: Und es ist das ultimative Beispiel für so ein Online-One-Hit-Wonder im digitalen Zeitalter.

00:35:31: Jemals die Übersicht.

00:35:32: Der Kanal heißt Fireplace Ten Hours, ist erstellt worden am dreißigsten September, zwei Tausendsechzehn.

00:35:38: der feiert dieses Jahr, also zehnjähriges.

00:35:41: Die Anzahl der Videos auf diesem Kanal.

00:35:44: Eins.

00:35:45: Ein Video.

00:35:47: Und das Video heißt Fireplace Ten Hours Full HD.

00:35:51: Also zehn Stunden Kaminfeuer auf hoher Auflösung.

00:35:54: Aufrufe stand heute über einhundert sechsund fünfzig Millionen Aufrufe.

00:36:00: Und jetzt kommt geschätzte Einnahmen durch dieses Video.

00:36:05: Eins Komma zwei vier Millionen US Dollar.

00:36:08: Was?

00:36:10: Durch ein Lagerfeuervideo?

00:36:12: Wie brillant kann man denn irgendwann mal sein?

00:36:14: Wie kommt es zu dieser Million?

00:36:16: Es klingt ehrlich gesagt ein bisschen zu einfach, um wahr zu sein.

00:36:19: Jemand stellt eine Kamera vor einen Kamin, nimmt zehn Stunden lang das Knistern auf und wird damit Millionär.

00:36:25: Und all das ist entweder so ein Zufall aus, weil sie nicht Timing, Algorithmus und Nutzer verhalten.

00:36:31: Folgendes.

00:36:32: Es gibt erstmal den Hintergrundeffekt.

00:36:34: Das Video wird selten aktiv geschaut.

00:36:36: Also ich meine wer guckt auch wirklich aktiven Kaminfeuer an.

00:36:40: Es läuft in Tattoo-Studios, in Arztpraxen, Restaurants oder bei Familienverein jetzt am Weihnachten einfach so im Hintergrund.

00:36:46: Irgendwer kommt auf die gäckige Idee, lass nochmal Kamin anmachen, aber du hast doch kein Kamin.

00:36:50: Nee, aber ich habe YouTube auf dem Fernseher und dann wird das Video angemacht.

00:36:54: Und da das zehn Stunden lang ist, erzeugt das eine enorme Watchtime.

00:37:00: Das ist ein extrem wichtiger Faktor für den YouTube Algorithmus.

00:37:03: So.

00:37:03: Also viele Leute gucken das sehr, sehr lange, weil man es ja nicht mehr anguckt wirklich.

00:37:07: Und jedes Jahr im November und Dezember explodieren die Aufrufe.

00:37:11: Wenn es draußen usselig wird, wird das Lagerfeuer im Fernsehen angemacht.

00:37:15: Und genau dieser Zeit sind die Werbepreise, die CPM, am höchsten, da Unternehmen halt massiv im Weihnachtsgeschäft um Werbeplätze buhlen.

00:37:23: So.

00:37:24: Und da das Video schon so alt ist und Millionen von Interaktionen hat, Links, Kommentare, Speicherung in Playlists, Steht es bei der Suche, wenn du da Fireplace, also wir sagen Kaminfeuer eintipps, immer ganz oben.

00:37:36: Das heißt, also neue Creator haben es schwer, sich gegen dieses Urgestein durchzusetzen.

00:37:41: Und jetzt höre ich natürlich schon quasi förmlich die Frage, die durch den Kopf geht.

00:37:45: Kann ich das nicht auch machen?

00:37:48: Ich möchte auch mit einem einfachen Video sehr viel Geld verdienen.

00:37:53: Die kurze Antwort, fast unmöglich.

00:37:57: YouTube hat nämlich seine Richtlinien über die Jahre extrem verschärft.

00:38:00: Und heute werden Kanäle, die repetitive Content, also statische Hintergründe oder immer wiederkehrendes Zeug, ohne erkennbaren eigenen kreativen Wert hochladen, die werden oft gar nicht mehr für das Partnerprogramm zugelassen, also damit, wo man dann Geld verdienen kann.

00:38:16: Die Ersteller aber oder der Ersteller von Fireplace Ten Hours hatte das Glück des frühen Vogels.

00:38:23: Der ist, so nennt man das, Grandfathered Inn.

00:38:27: Was bedeutet, dass sein alter Content weiterhin monetarisiert werden darf, während neue Kaminvideos oft leer ausgehen.

00:38:34: Die werden entweder nicht mehr eingemeldet für das Partnerprogramm oder die findet einfach keiner.

00:38:38: Also schade, schade, schade.

00:38:40: Ein Feuervideo würde ich nicht mehr reich machen.

00:38:43: Aber ich wäre ja nicht Zahltag, wenn ich hier nicht ein bisschen recherchiert hätte.

00:38:47: In den Jahren im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im.

00:38:56: Hier sind die vier aktuell lukrativsten Bereiche.

00:38:59: Ob du's machst, musst du selber wissen, ich bin zu voll dafür.

00:39:02: Achtung.

00:39:03: Während White Noise, also klassisches Rauschen, völlig übersättigt ist, boomt gerade Brown Noise.

00:39:10: Warum das funktioniert?

00:39:13: Besonders die ADHS-Community nutzt Brown Noise, das ist ein tieferes, beruhigendes Rauschen, zum Konzentrieren oder Schlafen.

00:39:20: Der Trick, man braucht heute hochwertige, eigenständig aufgenommenes Sounds und wer dann jetzt ein hochwertiges Zehn-Stunden-Audio mit sanften Übergängen und so minimalistischen, aber vierk animierten Hintergrund, zum Beispiel, weiß ich nicht, irgendeinen Lichtstrahl in dem Zimmer oder so, wer das erstellt, hat gute Chancen tatsächlich aufgenommen zu werden.

00:39:40: Also Brown Noise.

00:39:43: Zweite Kategorie, KI-Welten bauen.

00:39:47: Klingt schrecklich, ist es wahrscheinlich auch, aber gucken Leute, warum auch immer.

00:39:51: Also es gibt eine Bibliothek im Weltraum bei Regen zum Beispiel oder Cyberpunk Apartments mit Blick auf Neo-Tokio.

00:39:58: Das sind tatsächlich Suchbegriffe.

00:40:00: Und der Aufwand ist der folgende.

00:40:02: Du generierst ein extrem atmosphärisches Bild und animierst so kleine Details dazu, also Regentropfen am Fenster, Dampf aus einer Kaffeetasse oder flackernes Neonlicht.

00:40:13: Und genau diese Kanäle, die das machen, funktionieren, weil sie RT sind, also Kunst.

00:40:19: YouTube akzeptiert sowas und zwar eher noch als ein Kaminfeuer, weil die sagen, der kreative Input, also die Prompt, die man schreiben muss, um diese AI oder KI-Bilder zu kriegen und das Editing und die ganzen Soundgeschichten, das ist kreativer Input und höher und wird deswegen akzeptiert.

00:40:38: Also machst du dann bestmehr so eine KI-Welt.

00:40:42: Fähig schrecklich, aber wenn es funktioniert.

00:40:44: Ein richtig krasses Business-Konzept ist Lern mit mir.

00:40:48: Es kann.

00:40:48: jetzt gibt's auch Study with me, der stille Begleiter.

00:40:51: Das ist die moderne Form von absolut null Aufwand-Videos.

00:40:56: Aber sehr persönlich.

00:40:58: Das Konzept, du stellst den Kamera auf und dann lernst du.

00:41:02: Zwei, vier oder acht Stunden.

00:41:05: Keine Musik, kein Reden.

00:41:07: Nur das Geräusch von umblätternden Seiten oder Tastaturklappern.

00:41:11: Also ASMR-mäßig, weißt du so.

00:41:15: Warte, ich mach mal hier das Mikro unter, warte mal so.

00:41:17: Das wäre ein Video, ich bin jetzt mein Mund fast auf dem Tisch, was auch... Achtung, da machst du nur so.

00:41:26: Und dann liest man so bis hier und dann macht man hier vielleicht noch so an einem Stift rum.

00:41:34: Und warum auch immer, das kommt richtig gut an auf YouTube.

00:41:37: Also, sag mal bitte, schreib mal bitte, ob du sowas guckst, um vorm Warum, weil ich würde mir sowas nicht angucken.

00:41:43: Aber man kann sich acht Stunden filmen, einfach nur lernen und lesen und Leute klicken das einfach.

00:41:48: Nämlich, warum funktioniert das?

00:41:50: Menschen fühlen sich weniger einsam im Homeoffice.

00:41:53: Und da kriegt es eine ernste und gute Note, wie ich finde.

00:41:56: Die Watchtime soll bei solchen Videos gigantisch sein, weil man da ja ein echtes Gesicht sieht.

00:42:02: Und da es sehr viele einsame Menschen gibt, vor allem im Fernasiatischen, gibt es null Probleme mit der Monetarisierung, weil du ja selber da sitzt.

00:42:10: Du sitzt selber, guckst in die Kamera rein und jemand irgendwo auf der Welt hat das Gefühl, du bist der Kumpel oder die Freundin oder was, die neben dir sitzt.

00:42:18: Weird, aber irgendwie nachvollziehbar.

00:42:20: Und trotzdem weird.

00:42:22: Und jetzt kommen wir zur vierten Kategorie.

00:42:24: Deine Möglichkeit noch richtig Geld zu verdienen.

00:42:26: Flugzeugkabinsounds oder Reisegeräusche.

00:42:32: Das ist kurios, aber tatsächlich bei YouTube ein richtig stabiler Trend.

00:42:36: Das Konzept, das gleichmäßige Brummen einer Flugzeugkabine oder das rhythmische Ratan eines Zuges.

00:42:43: Zum Beispiel du fährst Orient Express und dann... Nietest du mit dem Saug knapp die Kamera ans Fenster und dann drückst du auf an und machst erst wieder aus, wenn du einmal durch Europa gefahren bist.

00:42:53: Und dann mach's mal da, da, da, da, da, da, da, da, da, da, da.

00:42:57: Finden offenbar sehr viele Menschen cool.

00:42:59: Die Einnahmequelle, viele Menschen können ohne diese speziellen Reisegeräusche einfach nicht mehr einschlafen.

00:43:06: Und bei diesen vier Kategorien ist die Konkurrenz angeblich noch nicht so hoch.

00:43:09: Und wenn du jetzt richtig Cash machst, weil du es hier gehört hast, in Zeitag, Denn würde ich mich ja mal wenigstens über netten Kommentar freuen oder noch ein paar mehr Sterne, weil ich gebe mir hier Mühe und wenn wir alle was davon haben sollen, dann müssen wir voneinander lernen und profitieren.

00:43:24: Du verdienst jetzt also Millionen, indem du eine von diesen Kategorien da machst und ich baue hier einen Podcast Imperium auf.

00:43:31: Geht aber nur mit dir.

00:43:33: und wenn du vielen Leuten sagst, dass das hier netter Podcast ist, weil ich bin ja auch nett.

00:43:36: Wir drücken jetzt mal die Daumen, Fingers Cross, dass in Gelsenküchen auch was los ist.

00:43:41: Demnächst also hier wegen Sprachkasse und dass der Louvre weiterhin Quatsch macht.

00:43:46: Ich drücke mir ein bisschen mehr die Daumen, dass Trump nicht mehr so viel Unsinn macht.

00:43:50: Ist auch genug Unsinn gerade auf der Welt.

00:43:52: Und wir versprechen uns jetzt in die Hand bei all den schrecklichen Themen da draußen.

00:43:55: Wir suchen immer die Fröhlichkeit im Leben.

00:43:58: Dann kommen wir glaube ich ein bisschen weiter.

00:43:59: Oh, ich habe heute, darf ich das schnell erzählen?

00:44:02: Ah, ich saß einfach.

00:44:03: Ich habe heute Barbara Schöneberger getroffen aus Gründen.

00:44:07: Und ich habe mit ihr gesprochen.

00:44:08: Es war ein ganz großartiges Gespräch für seine großartige Person und eine ganz tolle Gesprächspartnerin.

00:44:14: Und wir haben darüber gesprochen, warum wir fröhlich durch die Welt gehen.

00:44:18: Und ich habe ein Rezept, das teile ich jetzt mit dir.

00:44:20: Wann immer man sich mit irgendeiner Person unterhält.

00:44:24: Und dann fällt irgendein Satz, den man im Fall der Fälle fehlinterpretieren könnte.

00:44:27: Und da waren wir uns beide einig.

00:44:29: Warum geht die Menschheit?

00:44:31: Und wenn man links und rechts guckt, glaube ich, ist das so?

00:44:33: Warum geben wir immer davon aus, Das ist die schlechtmöglichste Variante des Satzes ist.

00:44:39: Also wer einer sagt, hey, coole Hose, dann gehen viele von uns davon aus, aber er sagt das jetzt nur, weil er die Hose doof findet und wollte das vor einander sagen.

00:44:47: Vielleicht fand die Person die Hose aber einfach nur cool.

00:44:50: Das ist doch mal interessant, oder?

00:44:52: Gehen wir doch einfach mal vom Bestmöglichen aus.

00:44:55: Vielleicht ist es für uns als Gesellschaft und miteinander doch das beste Rezept.

00:44:59: Ja, ich bin Danny.

00:45:00: Vielen Dank für deine Konzentration, für deine Aufmerksamkeit und wir hören uns am Freitag wieder.

00:45:05: Das war der Dienstag mit Zahltag.

00:45:07: Ho-Rido.

00:45:07: Ciao, ciao, ciao.

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