#036 - Mit Simon Pearce: USAdé, Marmeladen-Millionen und Pilgerrekord
Shownotes
In dieser Folge ist Simon Pearce zu Gast – Stand-up-Comedian und Schauspieler. Gemeinsam mit Daniel geht es durch die Zahlen der Woche: 33 Millionen Pilger in Rom und der Rückzug der USA aus 66 internationalen Organisationen sorgen international für Aufmerksamkeit. In Deutschland steht der große Schließfach-Einbruch in Gelsenkirchen im Fokus, bei dem am Ende 10.300 Euro pro Fach ausgezahlt werden, während eine beschädigte Krone mit 1.350 Diamanten im Louvre Schlagzeilen macht. Zum Abschluss wird es leichter: Ein Website-Fehler gibt Einblick in Meghan Markles Marmeladenprojekt – 200.000 Gläser stehen dort offenbar bereit.
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Gast: Simon Pearce (simonpearce.de) • Redaktion & Host: Daniel Boschmann (danielboschmann.com) • Schnitt & Produktion: Kevin Blume (kevinblume.de)
Transkript anzeigen
00:00:00: Äh, du sag einmal.
00:00:01: Ja, bitte.
00:00:04: Wie schlimm, jetzt mal am Ernst.
00:00:06: Wie schlimm findest du es, wenn Leute deinen Dialekt nachmachen?
00:00:09: Er kommt auf an, ob sie ihn können oder nicht.
00:00:11: Aber ich habe mir selber zur Regel gemacht, ich mache Dialekte nur immer in den Orten nach, wo der nicht gesprochen wird.
00:00:17: Da kann man noch glänzen.
00:00:18: Also hier in Bayern kann ich natürlich Berlin anhand sagen, oder wenn ich dann Kölsch rede, oder jetzt habe ich richtig auch Kölsch.
00:00:23: Aber in Köln bin ich ja nicht blöde.
00:00:27: Könntest du so reden, dass ich dich nicht verstehe, wenn du dir ein Dialekt richtig anschmeißt?
00:00:32: Im Prinzip kann man es ja schon verstehen, das Paarisch.
00:00:34: Ich rede jetzt ein bisschen schneller, dass es nicht verstehen kann, aber ich glaube, dass du das so schief bekommst.
00:00:39: Dann legen wir los, komm!
00:00:52: Es ist Freitag, der neunte erste, zweitausend, zweixundzwanzig.
00:00:56: In der letzten Folge ist mir das für Monzwanzig noch reingerutscht.
00:00:58: Naja, ich bin alt.
00:00:59: Hier ist Daniel Boschmann mit Zeittag.
00:01:01: Wir rechnen mit der Woche ab.
00:01:03: Ich schnappe mir die aktuellen Zahlen mit den Geschichten daneben und dahinter.
00:01:06: Erst die Meldung, dann abschweifen, das ist hier der Auftrag.
00:01:09: Heute mit einem ganz besonderen Gast.
00:01:13: Er kann Hochdeutsch, aber wie eben gehört, wenn er die Ehrlichmaschine anschmeißt, bin ich aufgeschmissen.
00:01:19: Er ist Bayer durch und durch und er ist.
00:01:21: Er ist ein Multitalent vor dem Herrn.
00:01:24: Er ist praktizierender Vater.
00:01:26: Er ist Synchronsprecher.
00:01:28: Er ist Stand-up-Comedian, Schauspieler, Autor.
00:01:30: Ich glaube, Produzent ist er auch noch.
00:01:32: Und er ist in offizieller Botschafter eines weltoffenen Bayerns.
00:01:35: Und das muss man erst mal schaffen.
00:01:38: Meine Damen und Herren.
00:01:39: Er ist ein gefleischter Sechsger Fan in München.
00:01:42: Und das sagt eigentlich alles über ihn aus.
00:01:44: Er ist leidensfähig, er ist treu und blickt positiv in die Zukunft.
00:01:48: Vom Charakter her... einer der Deutschland anleiten müsste.
00:01:52: Manche zerbrechen an diesem Schicksal des unerfolgreichen Vereins des Herzens, andere finden ihr Heil im Humor und er sagt es immer wieder, Humor ist seine Verteidigung.
00:02:02: Wer es schafft, immer wieder Themen wie Rassismus, Feminismus und Vorurteile zu einem unfassbar lustigen Programm zu machen, der muss eine besondere Magie haben.
00:02:12: Er ist auf jeder Bühne zu Hause und seine Präsenz ist so einnehmend, dass man sich nach fünf Minuten fühlt, als wäre man schon seit Jahren mit ihm befreundet.
00:02:20: Geträumt hat er wohl von der großen NBA-Basketball-Karriere.
00:02:24: Heute ist er einfach einer der ganz großen der deutschen Comedy-Szene.
00:02:27: Er ist ein Entertainer mit Tiefgang und ein richtig guter Baba.
00:02:31: In Bayern sagt man ja, net kschimpft ist Lubb Knur, aber er ist wirklich abfunskert.
00:02:36: Und heute ist er mein Gast hier, Simon Piers.
00:02:39: Servus.
00:02:39: Kannst du bitte jeden Morgen mich anrufen und mit dieser Elegy wecken, bitte?
00:02:44: Das tut sehr gut.
00:02:45: Das
00:02:46: Wort Elegie habe ich schon gar nicht verstanden, aber ich rufe dich gerne an.
00:02:50: Das war nicht bayerisch.
00:02:52: Ich bin so bayerisch, dass meine linke Seite komplett eingeschränkt ist.
00:02:58: Nimm uns ganz kurz mit.
00:02:59: Du hast eine Operation hinter dir.
00:03:01: Du hast das eingeladen.
00:03:03: Also eine Schlaufe im Arm, den Dinken.
00:03:04: Ich
00:03:04: habe eine Schlaufe im Arm oder den Arm in der Schlaufe.
00:03:07: Ich wurde an der Schulter operiert.
00:03:08: Ziemlich hässlich.
00:03:09: Also ich habe eine riesen Narbe.
00:03:10: Ich sehe am Rücken aus wie Frankensteins Monster.
00:03:13: Du hast eine Sehne
00:03:14: gerissen.
00:03:15: Vorne auch aber.
00:03:16: Vorne auch aber.
00:03:22: Den nimmt er aber.
00:03:23: Der war billig.
00:03:24: Aber es ist mir egal.
00:03:25: Nee,
00:03:25: nee, der war gut.
00:03:25: Das ist der einzige, der
00:03:26: sich in dieser Folge kriegen kann.
00:03:27: Den nehme ich einfach.
00:03:32: Sehr schön.
00:03:33: Auf jeden Fall wurde ich aufgeschnitten.
00:03:34: Und mir wurde ein Muskel zerteilt und umgesetzt.
00:03:37: Oh, jetzt schäme
00:03:38: ich mich nicht.
00:03:39: Für die Fitness.
00:03:39: Ja, es tut zu weh, ne?
00:03:42: Tat ist Not oder war das jetzt so eine ... Wir können oder müssen nicht?
00:03:45: Oder war das jetzt wirklich wichtig?
00:03:47: Nee, es war ein wichtiges Tatnot, weil der Muskel sonst irgendwann komplett abgestorben wäre.
00:03:51: Der Infrospinatus für alle wissenden Menschen da draußen, orthopädisch fachwissen ausgestatteten.
00:03:58: Und es wurde einfach ewig nicht gemerkt, dass da mir die Sehne gerissen ist und der Muskel ist halt da so ein bisschen verkümmert.
00:04:03: Der sah aus wie so ein... Ein gutes Vagio-Stake, also schön durchzogen, was schon angefettet, wird es ja gut schmecken jetzt, glaube ich.
00:04:10: Also wenn Kani-Bahlen da draußen sind, jetzt mich noch aufschneiden, jetzt schmeckt's
00:04:14: zum
00:04:15: Zerkeht auf der Zunge.
00:04:16: Und das Gutes, du kannst dich gegen die Kani-Bahlen gar nicht wehren, weil der Haar misst ja nach Schlaufe.
00:04:20: Eben, also ich will ein leichtes Opfer.
00:04:22: Bevor wir es vergessen, mache ich die wichtigen Sachen gleich immer vorweg, bevor wir über die Woche und über die Welt reden.
00:04:27: Du bist einer von zwei Babbas.
00:04:29: Du kannst, man kann dich sehen, in der ARD-Mediathek und du hast etwas versucht, nee, nicht nur versucht, ich korrigiere mich, du hast etwas geschafft, was eigentlich nicht möglich war.
00:04:40: Nicht peinliche deutsche Sketch.
00:04:42: Weil es ist ja wirklich, also machen wir uns nichts vor, seit Dieter Krebs ist da echt nix mehr los und man denkt so, was soll das eigentlich?
00:04:49: Nimm uns kurz mit auf die Reise, du bist ja praktizierender Vater, der da wirklich Sachen übernimmt.
00:04:52: Du könntest sogar sagen, wie alt dein Kind ist.
00:04:54: Ich weiß sogar genau, wie alt mein Kind ist tatsächlich.
00:04:57: Viele Väter wissen das nicht.
00:04:58: Die sagen mal so, meine Frau ist nicht in der Nähe, wie soll ich Zugriff auf diese Informationen haben?
00:05:02: Das ist die klassische Väter-Antwort.
00:05:04: Älter als eins und jünger als siebzehn.
00:05:08: In der Range.
00:05:08: Was sind die Pappas?
00:05:10: Die Pappas ist eine Sketch-Comedy.
00:05:12: Eigentlich finde ich es eher eine Comedy-Serie mit Sketch-Elementen.
00:05:16: Sebastian Winkler, Radio-Moderator seites zeigens und ich spielen uns quasi selber in so ein bisschen überzeichneten Figuren.
00:05:23: Und laufen durchs Leben, haben immer so pro Folge einen Auftrag, was ganz normal Vater thematisches Kinderarztbesuch, Urlaub, Einschulung.
00:05:32: Und auf dem Weg dahin sehen wir halt irgendwelche Sachen.
00:05:36: Wir beurachten hier und springen dann dadurch in die Sketch rein.
00:05:39: Wir sehen Polizeiaute, das vorbeifährt und sagen, was ist da los?
00:05:41: Und dann springen wir in die Sketch.
00:05:43: Und die Sketch passieren noch so ein bisschen in unseren Köpfen.
00:05:45: So ein bisschen wie bei JD von Scrubs.
00:05:48: Weil die stellen wir dann zum Beispiel vor, wie war denn so was eigentlich im Mittelalter?
00:05:51: Und dann springt man quasi mit der Kamera in meinen Kopf und ich stelle mir das dann im Mittelalter vor.
00:05:56: Und das ist sensationell, kann ich nur empfehlen.
00:05:57: Und allein diese Brücke zu Scrubs zu kriegen, die jetzt wiederkommen, bist du auch ganz aufgeregt.
00:06:02: Die kommen ja ab Jan.
00:06:02: Ich bin
00:06:03: gar nicht aufgeregt, weil ich glaube, das wird ganz schlimm.
00:06:05: Nein, hör auf!
00:06:05: Nimm mir die Illusion nicht.
00:06:06: Es
00:06:07: gibt so Sachen, die dürfen nicht wiederkommen.
00:06:08: Es gibt Sachen, die dürfen nicht wiederkommen.
00:06:09: Und es gibt Sachen, die darf man auch nicht nochmal anschauen.
00:06:12: Gerade so diese Komödie aus den Neunzigern, die wir alle gefeiert haben, nicht nochmal angucken.
00:06:17: Na gut.
00:06:18: Da fragt sein eigenes Humorverstand das von damals.
00:06:20: Vielleicht werden die Scrubs ja gut, aber ich glaube es irgendwie nicht.
00:06:22: Das ist außerzählt.
00:06:24: Aber dein neues Programm wird gut.
00:06:25: Hast du überhaupt schon ein Programm?
00:06:27: So wichtig kennst du noch kein einziges Wortgespiel.
00:06:29: Lass uns nicht streiten.
00:06:32: Also du spielst noch Hybrid oder Hybrid, da hast du noch ein paar Folgen oder ein paar... Hybrid
00:06:37: habe ich noch drei Auftritte, genau.
00:06:39: Und am sechsten Dritten habe ich Premiere von Funny Bones.
00:06:42: Und das Problem ist wirklich, dass mein ganzer Plan durch diese OP
00:06:46: zerschmettert wurde.
00:06:47: Ah, jetzt die Leitgarde der Arm, ja genau.
00:06:49: Weil du... Ne, jetzt... Weil du sonst schon extrem viel geschrieben hättest im Programm, sagst du?
00:06:54: Ich wäre jetzt eigentlich, wo wir reden, in Berlin, hätte mich da in einer Wohnung von einem befreundeten Comedian in seinem Gästewohnbereich eingemietet, da tagsüber ein bisschen rumgerift, wie wir sagen, also auf Ideen rumgesponnen und abends auf dem Mix gespielt und da neues Material getestet und mir so mein Programm erarbeitet.
00:07:13: im Januar, das war der Plan.
00:07:14: Und im Februar, aber jetzt bin ich hier, kann noch nicht so wirklich reisen und muss viel liegen und auf.
00:07:20: Ich schlafe im Sitzen gerade.
00:07:21: Ich pen so seit drei Wochen.
00:07:23: Ist wirklich jetzt?
00:07:24: Wirklich, ich kann mich nicht... Okay,
00:07:26: das ist richtig krass.
00:07:28: Jetzt mach ich einen Witznamen an und du bist für sofort schlechtes Gewissen.
00:07:32: Ich bin Journalist und ich bin auf mich scheiße neugierig.
00:07:36: Darf man sagen, bei wem du untergekommen wärst, oder ist das Verschlusssache?
00:07:39: Bei welchen Kollegen?
00:07:40: Der breimt sich auf.
00:07:44: Mehlix Snotsnet.
00:07:51: Wer kann das bloß sein?
00:07:53: Hat der Zugang zu einem Comedykeller?
00:07:57: Mehr darf ich nicht verraten.
00:07:58: Mit so einer Wendeltrippe, wer da auch immer das sein könnte.
00:08:02: Aber er würde dich auch später noch aufnehmen.
00:08:04: Ja später muss ich ja noch in, ich muss ja noch in Reha am Februar.
00:08:07: Das ist meine große Hoffnung, dass in der Reha das so lustig wird, dass ich da drei Wochen lang in dieser Klinik Material sammeln kann.
00:08:14: Oh meine Güte, du bist ein krasser Typ.
00:08:15: Aber es
00:08:15: wird gut, kommt trotzdem.
00:08:16: Hey, Fanny Bohns wird lustig.
00:08:17: Und der Titel hat auf einmal eine ganz andere Bedeutung bekommen durch diese ganzen Szenen.
00:08:22: Ein Muskel weniger dafür in Lustigen Knochen.
00:08:23: Warum nicht?
00:08:24: Hier sind die Themen.
00:08:28: Ja, ein-tausend-rad-und-fünfzig-Diamanten, die sind noch dran, aber die Krone ist wohl hin.
00:08:34: Zum allererst mal gibt das Museum der Louvre Informationpreis, warum die Diebe damals im Oktober die Krone der Kaiserin Eugenie nicht mitgenommen haben.
00:08:43: Ein-undand-Millionen und mehr.
00:08:44: Was in Frankreich der Louvre ist, ist bei uns die Sparkasse Gelsenkirchenbure.
00:08:50: Neuer Star-Verdacht gab es einen Insider.
00:08:54: Zwei Komma neun.
00:08:55: Zwei Komma neun.
00:08:56: Millionen Erwerbslose hatten wir im Dezember und damit verzeichnet Deutschland den schlechtesten Jahresabschluss seit über fünfzehn Jahren.
00:09:02: Was nun?
00:09:03: Da bin ich vor allem auf deine Meinung gespannt.
00:09:05: Und, sechsensechzig, die USA sagen einfach mal zu allen, ja, tschau, US-Präsident Donald Trump hat per Exekutivorder den Rückzug aus über sechsensechzig internationalen Organisationen und Abkommen eingeleitet.
00:09:21: Was dieser Schritt bedeutet, auch für uns in Deutschland, und was wäre eigentlich, wenn die UN-Pleite geht, das klären wir gleich.
00:09:30: Durch einen Fehler auf Meghan Markets Firmen-Website, was läuft da eigentlich normal, konnten wir in ihrem Lager rumspionieren und wissen jetzt, wie viel Wert das alles ist.
00:09:48: Und?
00:09:50: Dreiunddreißig Millionen.
00:09:52: Dreiunddreißig Millionen Pilgerstrom in Rom.
00:09:56: Das heilige Jahr ist vorbei und der Rekord ist da.
00:09:59: Mehr als dreiunddreißig Millionen haben sich durch Rom geschoben.
00:10:02: Ich hab mal in Europa geguckt.
00:10:04: Wo sind denn die anderen großen Städte?
00:10:05: Wie viel kommen denn eigentlich zu uns nach Berlin?
00:10:09: Willing los!
00:10:10: Ihr bist so ein Crime-Fan eigentlich, Simon?
00:10:12: Ja,
00:10:12: ich bin kein so ein True Crime-Podcast-Fan, aber ich bin schon gern Krimis.
00:10:17: Der Lufre ist ja Comedy und Krimi gleichzeitig.
00:10:20: Das
00:10:20: ist perfekt, ja.
00:10:21: Hast du das nicht genommen?
00:10:22: Wir haben schöne
00:10:22: Filme.
00:10:23: Natürlich haben wir das mitgenommen.
00:10:24: Es sah geil, oder?
00:10:25: Also ich meine, die Geschichte schenkt mir wirklich immer was Neues und es ist hier so ein bisschen meine Lebensader.
00:10:29: Ich brauche das wie so ein... Weißt du?
00:10:32: Nuvrabdels.
00:10:33: Aber es ist tatsächlich so, dass die diese Krone dann nicht mitgenommen haben, weil die so schäbig war.
00:10:38: und da dachten sie, ich komm scheiß auf die...
00:10:41: Dachte man, wer nachte erst, die sind ein bisschen dusselig und haben's kurz vom Roller verloren, aber nein, die hat die Vitrine nicht mehr verlassen.
00:10:46: Und gut, dass du fragst.
00:10:48: Achtung!
00:10:49: Die Diamanten sind da dran, knacken
00:10:52: sie.
00:10:59: Ich werde dich dran erinnern, wenn sie in der Gegenwart ist.
00:11:02: Das war leider gut.
00:11:06: Knapp sechzig's Marakte sind auch noch drauf und acht oldene Adler und acht Palmetten.
00:11:11: Bitte frag mich nicht, was Palmetten sind.
00:11:12: So, diese Krone gehört ja zu den Prunkstücken des Louvre.
00:11:16: Fragt man sich doch dann immer wieder, warum die so bescheiden bewacht wurde.
00:11:19: Beim Kunstraub jetzt also hatten die Liebe genau diese Krone von Kaiserin Eugenie zurückgelassen, weil Achtung, Achtung!
00:11:29: Sie passte nicht durch das Loch, was sie reingesäbelt haben.
00:11:31: Die haben an der gezogen, an der geruppelt und die ist deswegen massiv verformt.
00:11:36: Noch im November hat die Präsidentin des Louvres, Laurent Stéca, hier einen sehr gut bekannt, noch groß Rumpo-Sound.
00:11:42: Ja, nee, die kann man easy restaurieren, die ist ja noch da, alles gut.
00:11:46: Ob das jetzt wirklich geht, lässt man gerade offen, denn die französische Zeitung Le Figaro hat gesagt, das Loch, das Gesegte in der Vitrine, war zu klein.
00:11:54: Arm passte rein, Krone nicht, deswegen ist die jetzt so...
00:11:58: Kenntest du bei Insta diese Videos mit diesen Goldbaren, wo man den Goldbaren bekommen kann, wenn man den
00:12:03: rausnimmt?
00:12:03: So war das wahrscheinlich.
00:12:04: Hätten die damals öfter auf der Kirmes das probiert?
00:12:06: Wahrscheinlich haben die so geübt.
00:12:10: Hättest du es den gegönnt, den Einbrechern eigentlich?
00:12:14: Komischerweise ja, ich weiß auch nicht warum.
00:12:17: Weil es so, weil es so simpel ist, das klingt wirklich wie so eine Kifferidee, so, ey, lass uns da mal einfach hinfahren.
00:12:25: Einfach, aber da hast du noch die Müllmann-Erwesten vom Raving-Afternoon, das war im Funny-Gelände in München-Ost.
00:12:31: Lass uns mal probieren, Deck, was soll denn passieren?
00:12:33: Sonst schimpfen die uns halt.
00:12:35: Also irgendwie schon, aber natürlich ist Diebstahl nie eine Lösung, meine lieben Kinder.
00:12:40: Nein, natürlich nicht.
00:12:41: Aber die Arroganz des französischen Museums, die macht es einem auch ein bisschen einfacher, das irgendwie für die Diebe zu sein.
00:12:46: Ich erwähne es nur hier immer noch am Rand immer ganz wichtig.
00:12:49: Dem einen wurde auch im Nachhinein Zuhälterei schon mal vorgeworfen und dafür war auch schon angeklagt.
00:12:54: Und damit war meine Freude für die Verbrecher so ein bisschen dahin.
00:12:57: Da haben sie verloren, stimmt.
00:12:58: Aber dieses Passwort, das wurde auch schon zuletzt durchgekauert, aber das musste man sich echt mal auf der, hätte ich fast gesagt, aber auf
00:13:08: der
00:13:08: Zunge zergehen lassen.
00:13:10: Meine Mutter hat übrigens Apropos Diebstahl, meine Mama, Gott hab sie sehlich, die hat immer noch was klauen müssen.
00:13:18: Was?
00:13:18: Die hat immer, wenn wir wo waren, wenn wir im... Entschuldigung, aber es ist ja alles verjährt und ich werd nicht ein Sittenhaft gedauert.
00:13:22: Wenn wir im Saturn oder sowas waren, dann hat die immer noch eine Kleinigkeit, musste die immer klauen.
00:13:27: Es ist
00:13:28: nicht, dann... Dann machen wir mal Verkleptomanien.
00:13:30: Na ja, so aus, weil die meister...
00:13:32: Die meister...
00:13:33: Den großen Konzernen, die hatte nie jemanden bestohlen.
00:13:36: Aber so diese Multikonzerne, also die großen.
00:13:40: Und dann hat die auch mal meinem Sohn, was ein Kinderwagen, als er noch ganz klein war.
00:13:43: Da war, ich weiß immer, was das war.
00:13:45: Dein
00:13:45: Sohn war Hitler.
00:13:47: Der musste wirklich, der wurde zum, der kommt jetzt zum Glas.
00:13:49: Muli,
00:13:50: nee Muli sagt man ja, der das dann transportiert.
00:13:53: Okay, das ist ja krass.
00:13:54: Und das war so
00:13:58: ein
00:13:59: Flatscreen.
00:14:01: Ein
00:14:03: Mitarbeiter.
00:14:05: Krass.
00:14:07: Und das hast du dann natürlich nicht übernommen, diese Familientradition.
00:14:09: Hab ich natürlich nicht übernommen, ich finde er so ein Schisser, ich finde er so brav.
00:14:13: Aber vielleicht, mir verreckt ein, das wird im Programm landen.
00:14:17: Du musst mal ausschneiden.
00:14:19: Ich helfe, wo ich helfen kann.
00:14:20: Aber siehst du mal, weil du so ein Schisser bist, wissen wir, dass in der Sparkasse in der Sparkasse Gelsenküchen was du nicht.
00:14:27: Zehntausenddreihundert.
00:14:29: Zehntausenddrahundert Euro.
00:14:30: Die Sparkasse Gelsenküchen.
00:14:33: Bleibt wohl hart.
00:14:34: Obwohl mehrere Kunden angegeben haben, mehr als vierhunderttausend Euro in einzelnen Schließfächern gehabt zu haben, soll es nur zehntausend, dreihundert Euro als versicherte Summe zurückgeben.
00:14:44: Das ist hart, aber noch härter ist.
00:14:46: pass auf.
00:14:47: Am Dienstag hat es in der Bank eine Ratia der Staatsanwaltschaft gegeben, allein das schon.
00:14:52: Die Banker sollen unzureichen mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet haben.
00:14:57: Es gäbe zwar kein Verdacht gegen irgendwelchen, es soll nur schnellstmöglich alle Informationen besorgt werden.
00:15:04: Daten zu den Schließfächern und Kunden wurden zurückgehalten und die Frage nach einem Insider wird immer lauter.
00:15:11: Die ganze Szene kennen wir ja, die hatten irgendwie sechsundvierzig Stunden Zeit, um da einzuboren, haben sich ein bisschen ausgetauscht und haben dann rumgehangen.
00:15:17: Jetzt kommt's, die Täter waren so gut über die Gegebenheiten rund um die Bank informierte und wussten ja, wo sie irgendwie über die Tiefgarage kommen und wie sie zu weiteren Räumen bis zur Betonstahlwand kommen vom Schließfachdepot und neuste Ermittlungen ergeben für die letzte Tür.
00:15:33: Zur Tresormauer braucht es eigentlich eine Code-Karte, dass man da durchkommt.
00:15:39: Und genau an dieser Eingangstür zur Tresormauer fanden sich keine Einbruchsspuren.
00:15:44: Hm.
00:15:45: Aber man kann die Code-Karte nicht auslesen, wie in jedem normalen Schlüssel Piepsdingsel.
00:15:50: Ah, du meinst, die hatten dann so, kann man doch, auf Instagram ist mir das mal so vorgeschlagen worden, so ein Scanner von Codes.
00:15:57: Wenn man so von einer Piep macht.
00:15:58: Ja, ich
00:15:58: weiß früher, ich habe in einem großen Kino gearbeitet und wir hatten so... So elektronische Schlösser dann auch und die konnten quasi die auslesen, welcher Schlüssel jeder von uns hat in der Registriernummer und welcher Schlüssel als letztes diese Tür geöffnet hat.
00:16:11: Ja, dann wäre man schon fast den einen Schritt weiter, den man uns aber noch nicht sagt.
00:16:15: Wer aber witzig, wenn die das nicht gewusst haben und ich jetzt diesen Hinweis gegeben habe, dann werde ich absolut sicherheitschef bei der Sparkasse und beim Louvre.
00:16:22: Aber
00:16:23: genau, also beim Lufra auf jeden Fall, da können wir beide einfach nur, wenn wir ein bisschen fleißiger hingucken oder unser Handy an die Außenwand kleben, weil da haben sie schon automatisch mehr Kameras.
00:16:31: Nur ganz im Ernst, die hat ja das Gefühl, dass diese Sparkasse so gar nicht gut gesichert war, ne?
00:16:37: Sechsundvierzig Stunden, dass da keiner guckt oder was.
00:16:39: Die Polizei guckt nur einmal so an Zaufenster, weil die hatten ja einen Alarm und sagen, nö, da ist kein Feuer oder nix.
00:16:45: Alles, alles gut.
00:16:46: Glaubst du, dass das gelöst wird, dass das Verbrechen in Gelsenküchen?
00:16:50: Irgendwie wird sowas ja immer gelöst.
00:16:52: Ich weiß nicht, wie viele erfolgreiche so große Verbrechen es überhaupt gab, die tatsächlich nicht aufgelistet wurden.
00:16:57: Das ist wahrscheinlich, kann man die in einer Hand abzählen, so in diesem und letzten Jahrhundert.
00:17:01: Und ich kann mir die Vorstellung, dass Gelsenkirchen dieser eine strahlende Fall bleiben wird, wo es ungelöst bleibt und dann in dreißig Jahren da irgendwelche Filme mit Timothy Chalamet als kaum herrigen Mann dann drüber gedreht wurden.
00:17:12: Siehst du, wahrscheinlich mit dem.
00:17:14: Und dann auch mit der Stimme von Ben Stiller, so wie du es gerade gemacht
00:17:16: hast.
00:17:17: Ja, genau.
00:17:18: Habe ich erkannt?
00:17:20: Komm mit zu der Meldung hier.
00:17:22: Zwei Komma Neuen und die melden nämlich eigentlich nur rein, weil ich darüber mit dir diskutieren möchte.
00:17:27: Vielmehr als die Meldung habe ich nämlich gar nicht einen Deep Dive, schaffe ich dazu nicht.
00:17:31: Zwei Komma Neuen Millionen.
00:17:32: So viele Menschen waren im Dezember in Deutschland offiziell ohne Arbeit.
00:17:36: Das ist jetzt nicht nur irgendeine Statistik.
00:17:38: Es ist der schlechteste Jahresabschluss seit über fünfzehn Jahren.
00:17:44: So.
00:17:44: Seit zwei Tausendzehn.
00:17:45: Ey, überleg mal.
00:17:46: So.
00:17:47: Lieber Simon.
00:17:48: Wir sind ja, und jetzt schon nicht mehr, aber wir waren ja sehr lang im Herbst der Reformen, wie unser Bundeskanzler angekündigt hat.
00:17:56: Sag doch mal, was hat da für dich bis jetzt richtig gut gemacht, unser Bundeskanzler?
00:18:01: Richtig gut.
00:18:02: Ja, kann ja sein, dass ich was übersehen habe.
00:18:05: Ne, dann müsste ich jetzt aber deep bleiben.
00:18:09: Da fällt mir tatsächlich nichts ein.
00:18:10: Was passiert gerade?
00:18:12: wenig gut, das ist in der Politik, wo was auch so Vertrauen irgendwie erwecken würde.
00:18:17: Das ist alles ziemlich traurig.
00:18:18: Ich habe keine Ahnung.
00:18:20: Angela Nahles hat irgendwie dazu gesagt, dass sie der Meinung ist, dass wohl jetzt der Sockel quasi erreicht ist, dieser Entwicklung.
00:18:29: Und es behauptet die einfach, aber die kann das auch nicht verargumentieren, warum.
00:18:32: Also das ist jetzt der Tiefpunkt.
00:18:34: quasi erreicht ist, wenn es wieder aufwärts geht, aber es spricht ja wirklich nichts dafür, außer dass die Inflation gerade irgendwie sinkt, wenn es überhaupt eine Korrelation gibt.
00:18:43: Da bin ich wirtschaftlich zu schwach.
00:18:44: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, weil jetzt auch mit KI und so geht ja der Trend eher dazu, dass noch mehr Arbeitsplätze wegfallen und unabhängig von der ganzen generellen wirtschaftlichen Rezessionen, der wir uns ja irgendwie immer noch befinden.
00:18:59: Also Hoffnung machen, wir können alle auf die Bühne gehen, das geht immer.
00:19:03: Aber genau, aber das ist eine Frage, die mich wirklich interessiert, denn ich weiß, dass du Ich weiß jetzt nicht, ob du es nur einmal erzählt hast in einem Interview, aber ich habe es von dir schon gehört.
00:19:12: Du bist mit dem Geld nicht so gut im Umgang, oder?
00:19:16: Also du hast es dir aufgeschafft.
00:19:18: Aber von zu Hause aus, Mama war ja so, ich gebe jetzt mal hundert aus, komme jetzt zwar hundert wieder rein, oder?
00:19:23: Genau.
00:19:25: Diesen Geist habe ich auch noch so ein bisschen in mir.
00:19:27: Ich bin natürlich jetzt zumindest seitdem ich Vater bin, vor allem ein bisschen vorsichtiger und... Ich habe schon ein bisschen was weggelegt, aber auch nicht so viel, nie so viel, wie ich es wahrscheinlich klug gewesen wäre und habe abgesehen von irgendwelchen großen Investitionen, wie das man mal eine Wohnung kauft oder sowas und da sein Geld wirklich sichert oder seinen Vermögen.
00:19:46: Nö, ja, ich werde sich aber auch jetzt groß nicht mehr ändern.
00:19:49: Ich werde dieser Vierzig und ich glaube, dass wir dann mal wachsen werden im Kopf.
00:19:54: Das hat sich erledigt
00:19:55: bei mir.
00:19:56: Ich frage vor allem deswegen, weil du ja zu dem Berufsstand gehörst, der ja unter der Corona-Pandemie am meisten gelitten hat.
00:20:04: Euch hat man eure berufliche Existenz quasi unter den Füßen weggezogen.
00:20:08: Es war nichts mehr möglich.
00:20:10: Ich mut maße, dass die Existenzangst einen wie eine Tsunami-Welle erwischt in einer solchen Zeit.
00:20:17: Also, dass ihr alle untereinander und ihr sprecht ja auch viel miteinander.
00:20:20: Ich erlebe euch Comedians ja immer wieder, einen wieder über unsere Sat.Eins-Formate oder wenn ich mal zu Gast bin irgendwo.
00:20:26: Wie gehst du, wenn du solche arbeitslosen Zahlen hörst?
00:20:30: Hast du dann erwischt dich das so was noch mal?
00:20:33: Oder wie gehst du mit solchen Themen um?
00:20:35: Na ja, tatsächlich, die arbeitslosen Zahlen per se erwischen mich persönlich gar nicht so wirklich, weil ich selbstständig bin und ich immer frei davon war auf den wirtschaftlichen Entwicklungen.
00:20:46: Also, was eher der Fall ist, dass mich die Pandemie halt erwischt hat und auch bis heute noch eigentlich erwischt, weil die... Besucherzahlen noch nicht wieder so sind wie früher.
00:20:55: Das gab ja dann irgendwann, hat sich das vorausgestalisiert, dass die Leute, die halt wirklich Fans, Fans haben, die sind voll und ausverkauft, sowohl in der Musik als auch überhaupt bei allen Bühnenkünstlern innen.
00:21:05: Und so normale Dudes wie ich, die müssen halt kämpfen, weil die Menschen nicht mehr einfach mal irgendwie Tickets kaufen für jemanden, den sie irgendwie ganz interessant finden.
00:21:13: Aber dann haben wir doch die Arbeitslosenzahlen, die dich doch treffen, weil die Menschen, die keinen Job mehr haben, kommen im Fall der Fälle auch nicht in deine Live-Shows.
00:21:20: Na sagt man ja, man sagt ja immer, die schlechter die Entwicklung ist, dass so besser es ist eigentlich für Theater und Kultur.
00:21:26: Also da sehe ich tatsächlich auch keinen direkten Zusammenhang, weil die Leute kommen trotzdem, also offensichtlich nicht gerade, aber das hat nichts mit den arbeitslosen Zahlen zu tun für mich.
00:21:37: Ich frage mich da eher, also das finde ich hat eher eine Auswirkung auf die gesandt politische gesellschaftliche Entwicklung und das... spielt natürlich wieder den falschen Leuten in die Karten.
00:21:48: Ich glaube, wir sind hunderttausend Arbeitslose mehr als Ende.
00:21:52: Also es ist natürlich immer noch sehr viel, aber dass dieser Tiefstand, diese Nachricht macht es halt zu schlimm und so das Leute, die sich irgendwie eh schon in ihrer Existenz bedroht hatten, vorher jetzt erst recht gesagt, so geht es nicht weiter und deswegen müssen wir irgendwelche vermeintliche Retterparteien erwählen.
00:22:10: die ja das wahrscheinlich auch nicht lösen werden oder sicherlich lösen werden.
00:22:14: Weil wir uns gerade über die gesellschaftliche Gesamtentwicklung unterhalten.
00:22:17: Ich nehme mal an, dass neunzig Prozent der Welt oder auf jeden Fall Deutschlands wissen, wer du bist und wissen, wie du aussiehst, wo du herkommst.
00:22:24: Neunzig Prozent, das
00:22:25: glaube ich.
00:22:25: Also viele, viele, viele Menschen wissen, wer Simon Pierce ist.
00:22:28: So, die hören einen Urbayern jetzt in diesem Podcast, aber du bist Phenotyp-Nummer Schwarz.
00:22:34: Dein Papa kam aus Nigeria.
00:22:36: Das heißt, du hast deine ganz eigenen Erfahrungen mitunter auch sehr schrecklich in diesem Land gemacht und du hast eine Sache jüngst wieder gesagt dann im Interview, wann immer du einen Albtraum hast.
00:22:46: Immer, immer, immer ist ganz am Ende ein Faschist irgendwie der Bösewicht.
00:22:49: Also, ihr glaubt dann Drache ist oder so oder tatsächlich aus dem Alltag.
00:22:54: Also kannst du mir ja, ich sehe nur aus wie so eine wirklich so eine Kartoffel, wie man so, also erklär mir mal, wie die...
00:22:59: Kartoffel mit sehr viel haben.
00:23:01: Ja, danke, im Gesicht sehr rundherum.
00:23:03: Wir sind von einem wichtigen Wahljahr und unsere Gesellschaft ist ja nun wirklich im Umbruch.
00:23:07: Wie nimmst du das denn wahr?
00:23:08: Da habe ich tatsächlich Angst davor.
00:23:10: Also das sind eher die Ängste, die mich beschäftigen.
00:23:14: Weil das auch, weil diese Ängste nicht ernst genommen werden, weil die abgetan werden und weil es sich irgendwie auch einfach nicht aufhalten lässt.
00:23:21: Und muss man auch sagen, weil die aktuelle Politik sich halt auch, also auch wenig dagegen tut, sowohl rhetorisch.
00:23:29: Ich meine jetzt gar nicht, dass die irgendwelche Lösungen haben, dass es alles wieder aufwärts geht.
00:23:32: Es ist, glaube ich, alles nicht so einfach, aber auch rhetorisch eben.
00:23:36: Also da wird ja gehetzt von allen in alle Richtungen von Parteien, die sich eigentlich in der Mitte werden.
00:23:44: Und vor allem nach links gehetzt und irgendwie in diese dann doch ausländerfeindliche Kerbe reingeschlagen, mit einfachen Lösungen, mit populistischen Aussagen, die nicht mal zurücknehmbar sind.
00:23:55: Und das treibt die Leute halt dahin, das zu wählen.
00:23:57: Und ich speziere und frage mich halt schon immer mal wieder, wo ich hin kann, dann.
00:24:03: Tatsächlich.
00:24:03: Also das ist ja wirklich eine ernsthafter Gedanke, der immer bei mir mitspielen.
00:24:07: Wohin soll ich denn abhauen, wenn alles irgendwie scheiße ist?
00:24:13: Allein, dass du den Gedanken hast, zerreißt mir das Herz.
00:24:16: Ich kann nicht fassen, dass wir im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr
00:24:23: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr Wo geht ihr hin?
00:24:44: Und ich hab zurückgeschrieben nach Kanada.
00:24:46: Und das war der Beginn des Chats.
00:24:48: Und wir haben beide... Er hat geschrieben, Euda, du wusstest sofort, was ich meine.
00:24:52: Und ich war so, Euda, ich hab direkt eine Antwort gehabt.
00:24:55: Wir haben da nie vorher drüber geredet.
00:24:57: Okay, das ist krass.
00:24:58: Und das hat mir so die Schuhe ausgezogen.
00:25:00: Das heißt, du stehst für zigtausend Menschen in Deutschland, die sich damit auseinandersetzen.
00:25:04: Bestimmt.
00:25:05: Bestimmt, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall tun.
00:25:07: Ja.
00:25:08: Boah, krass.
00:25:09: Ja, aber siehst du mal?
00:25:11: Das sind halt genau die Dinge und deswegen, glaube ich, ist diese Zahl von zwei Komma, zwei Komma, neun Millionen arbeitslos oder Menschen ohne Arbeit, der so ein großes Problem.
00:25:19: und man fragt natürlich, warum denn jetzt die Bundesagentur für Arbeit sagt, ja, das liegt vor allem am Baugewerbe und den Energiekosten.
00:25:26: Wir haben Rückgang von Teiz, vierzehn Prozent im Wohnungsbau.
00:25:29: Ich frag mich, wie kann das sein, wenn die Regierung eigentlich mehr Wohnung bauen wollte, also dringend mehr Wohnraum wollte.
00:25:35: So, und diese Unternehmen sind dann gerne mal.
00:25:37: Nicht gut, gerade unterwegs.
00:25:39: Und Unternehmen geben mit ihrer Produktion gerne mal auch ins Ausland, wo der Strom nicht das Dreifache kostet.
00:25:44: Das heißt, auch wegen der Stromkosten haben wir ein riesiges Problem, immer noch.
00:25:48: So, und dann haben wir jetzt eben das Comeback, das wir alle nicht wollten, die Angst und den Arbeitsplatz.
00:25:52: Das schreckes Spenz der zwei Tausender ist irgendwie wieder da.
00:25:56: Und in der Politik hat man das Gefühl, wird es ein bisschen beschwichtigt.
00:25:59: Also man sagt immer nur so, ja, Fachkräftemangel, ist ein bisschen doof.
00:26:03: Ich habe nicht das Gefühl, dass wir da eine Rock'n'Roll-Idee haben.
00:26:05: Ich habe immer das Gefühl, dass wir irgendwelche alten Ideen aus der alten Bundesrepublik auspacken.
00:26:14: Über die Mappe rüberpusten, den alten Staub und den Pelmen runternehmen und dann sagen, ja, versuchen wir nochmal hier.
00:26:20: Ich vermisse Rock'n'Roll, ich vermisse eine geile Idee, die man nach Zukunft riecht, wo man den Laden auf links zieht, moderner wird, einen guten Empfang hat, die Leute mitnimmt.
00:26:30: Hast du die Neujahrsrede von unserem Bundeskanzler gesehen?
00:26:33: Selbstverständlich nicht.
00:26:34: Ich wollte erfreulich ins Jahr starten.
00:26:36: Nichts verpasst.
00:26:37: Es ist tragisch, wie ein Mann einen überhaupt nicht mitnehmen kann.
00:26:41: Der sah völlig kaputt aus.
00:26:42: Ich weiß nicht, ob er gar keinen Maskenbild mehr hatte.
00:26:44: Oder wenn, dann war das Gesicht vorher richtig schlimm dran.
00:26:48: Ich hatte nicht das Gefühl, dass da einer sitzt, der Bock hat, Menschen mitzunehmen.
00:26:51: Da saß für mich ein CEO, der nochmal so, ja, so ist es, aber ihr müsst euch anstrengen.
00:26:57: Nach Medizenflo, der
00:26:58: gruselig.
00:27:00: Apropos gruselig.
00:27:04: Die USA zünden eine diplomatische Bombe und machen China damit ein Geschenk.
00:27:09: Was ist damit gemeint?
00:27:11: US-Präsident Donald Trump hat ernst gemacht und per Dekret, wir sagen, er entscheidet das alleine, den Rückzug aus sechsundsechzig internationalen Organisationen und Abkommen angeordnet.
00:27:21: Ist das der Anfang vom Ende der internationalen Ordnung?
00:27:24: Und was kommt jetzt auf uns in Deutschland zu?
00:27:27: Schauen wir uns mal die Liste an.
00:27:28: Ich nehme die ganz großen.
00:27:30: Es trifft da nicht nur Randorganisationen wie irgendeine Kegelklub.
00:27:32: Nein, die USA verlassen die UN-Klimaramkonvention, den Weltklimarat, Gremien für Frauenrechte und Wasserversorgung für eigentlich alles, was diese Welt zusammenhält, wo man das gleiche Ziel hat.
00:27:45: Die Begründung aus dem weißen Haus, unter anderem von Außenminister Marco Rubio, Der spricht von anti-amerikanischen und verschwenderischen Institutionen, die die Souveränität der USA einschränken wollen.
00:27:59: Puh!
00:28:00: Ehrlich gesagt, und ich will hier nicht immer über Schwarm sprechen, weil das ist so ein ... Du holst die Marinette raus, ein Haus wieder drauf, aber was macht das mit dir?
00:28:06: Ich hab Schiss davor.
00:28:08: Ich finde, er hätte wenigstens so ehrlich sein können, sechshundert, sechshundsechzig Organisationen zu verlassen und sein wahres Gesicht zu zeigen.
00:28:15: Sehr gut.
00:28:16: Ja, es ist brutal.
00:28:17: Es ist ... Unesco Weltkultur wird, glaube ich, sind sehr auch rausgestrackt.
00:28:21: Ja, ich kann die ganze Liste noch mal durchgehen mit dir, wenn du willst.
00:28:23: Ich finde
00:28:23: es auch einfach krass, dass die größte Demokratie der Welt, als die sich immer noch bezeichnen, dass er das wirklich schafft, sehenden Auges, die komplett auszuhebeln und halt ... Also, der Hitler hat wenigstens auch den Anstand gehabt, irgendwie ... da eine Notstadt auszurufen.
00:28:38: Und der reagiert einfach mit Dekreten.
00:28:41: Nein, bei den Prinzipien fast in der zweiten Amtszeit, der damals auch schon ein bisschen damit angefangen.
00:28:46: Und jetzt war man in der Amtszeit und alle schauen zu.
00:28:48: Da gibt es ja noch Demokraten und Republikaner.
00:28:51: Also ich meine jetzt Demokraten im politischen
00:28:53: Sinne.
00:28:54: Ja, absolut.
00:28:55: Im gesellschaftspolitischen Sinne.
00:28:56: Und die reagieren einfach alle nicht.
00:28:58: Die schauen sich das an, dass der macht, was er will mit seinen Dekreten.
00:29:02: Hier, pass auf.
00:29:03: Menschenrechtsrat.
00:29:04: Raus da.
00:29:04: Ja, Raus
00:29:05: da.
00:29:06: UN
00:29:06: Women, also Gleichstellung der Geschlechter, Raus da.
00:29:08: Raus nicht.
00:29:10: UNRWA, Hilfswerk für Palästina-Flüchlinge, Raus.
00:29:13: No.
00:29:13: Weltgesundheitsorganisation, Tschüssikowski, UNESCO, Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur, also Welterbe, Raus, Weltklimarat, Raus, Pariser Abkommen, Raus.
00:29:22: Das ist eine absolute Katastrophe.
00:29:25: Man kann es nicht groß genug sagen, weil es das Ende und die Abkehr vom internationalen Miteinander ist.
00:29:32: Also vom jetzt schweres Wort Multilateralismus und das wollte ich noch mal ganz kurz angehen, damit man diese Grundpfeiler mal versteht.
00:29:40: Die drei Grundpfeiler von Multilateralismus sind, ein Problem für ein ist ein Problem für alle.
00:29:46: Also wenn ein Land angegriffen wird, dann ist es ein Angriff auf die gesamte Gemeinschaft.
00:29:50: Das ist quasi die NATO.
00:29:52: Dann nicht Diskriminierung, die Regeln gelten für alle gleich, unabhängig von Macht oder Größe eines Staates.
00:29:59: Hat man auch gerade nicht das Gefühl, weil der permanent von Grönland faselt und die Gegenseitigkeit.
00:30:04: Man erwartet eben nicht bei jedem einst in den Geschäften sofortigen Vorteil, wie man im Tausch handelt.
00:30:09: Und das rafft er ja nicht.
00:30:11: Er will ja sofort ein Deal, ein Deal, ein Deal.
00:30:14: Und das ist ein Deals, immer so aussehen, dass Amerika alles kriegt und alle anderen nix.
00:30:17: Also Multiralismus, tschüss.
00:30:19: Wir können jetzt eigentlich einpacken.
00:30:21: Ja, das ist schon generell irgendwie, man merkt halt, dass wir uns auch alle irgendwie die ganze Zeit verlassen haben in der ganzen Weltpolitik auf diesen starken Partner-USA, der große Bruder, der irgendwie da so schützend bisschen die Hand drüber hält.
00:30:32: Und das merkt man jetzt auch in dieser ganzen Nachrüsterei.
00:30:35: Jetzt checken halt alle so krass.
00:30:37: Wir haben ja nie dieses Szenario uns überlegt, was ist denn, wenn die da aussteigen?
00:30:41: Ich dachte ja, wenn hier das passiert und da und ich war es nahe Osten und im Osteuropa und so, dass diese Brandherde da überall Amerika helfen zu löschen oder sogar wenn Russland was macht.
00:30:52: Aber gab er nie diese Möglichkeit in den Köpfen?
00:30:54: So was ist denn, wenn die aussteigen?
00:30:56: Und vor allem, und da müssen wir uns alle mal, ich sag jetzt diesen Schlimmsatz, alle mal ehrlich machen.
00:31:02: Er hat ja schon so viel Scheiße erzählt, wo man das Gefühl hat, man möchte vor Verzweiflung gegen die Wand laufen.
00:31:07: Und das kann man doch als Präsident nicht sagen, das kann man doch auch nicht mal meinen.
00:31:11: Und dann haben ja alle mal gesagt, nein, das sagt er nur, um Grenzen auszuloten.
00:31:16: Nein!
00:31:16: Er macht das.
00:31:17: Er macht genau
00:31:18: das.
00:31:18: Er überschreitet die Grenzen.
00:31:19: Er
00:31:20: überschreitet neue Grenzen, Landesgrenzen, die völlig egal, wenn es ein Deal ist, ist ein Deal.
00:31:24: Am Ende so, stelle ich mir das vor, wird die Welt aufgeteilt zwischen Putin, ihm und Xi.
00:31:28: Ja, so.
00:31:29: Und dann haben wir drei Länder oder drei Großmöchte, die dann irgendwie so ein bisschen rumwürfeln und Risiko spielen.
00:31:33: Und genau das machen
00:31:34: wir jetzt schon.
00:31:35: Ich meine, das ist also, Entschuldigung, Venezuela.
00:31:37: Also ich bin dann natürlich innenpolitisch überhaupt nicht drin.
00:31:40: Und Maduro war auch ein Wichser.
00:31:42: Aber trotzdem ist das ja wohl ein Schachzug auch gewesen, um den Einfluss hin.
00:31:46: Also das geht ja jetzt schon darum, dass man diese Einflussgebiete wieder sich zurückholt.
00:31:50: Ja, also Russland, der Iran und China haben da richtig schön rein bezahlt und den Maduro unterstützt.
00:31:55: Das wollte er im Hinterhof seines eigenen Landes nicht, also hat er aufgeräumt.
00:31:58: Versteht
00:31:58: es politisch?
00:32:00: Aber in Afrika teilen sich auch gerade auf wie ein Schachbrett.
00:32:03: Und das ist nämlich das Problem.
00:32:05: Selbst der ehemalige US-Klima-Beauftragte John Kerry warnt jetzt, das was da gerade passiert mit den Sechsensechzig Austritten, ist ein Geschenk an China.
00:32:14: Denn die sitzt ja mit ihrem breiten Arsch immer noch in der UN.
00:32:16: So jetzt passiert nämlich Folgendes.
00:32:18: Macht duldet ja kein Vaku um.
00:32:20: Wo einer den Tisch verlässt, macht sich der Andem ein bisschen breiter.
00:32:23: Wir sagen, wenn Amerika weg ist, wird China den Stuhl besetzen.
00:32:26: Und wer nicht mitgestaltet, verliert dann auch den Einfluss auf globale Standards.
00:32:31: Das mag jetzt in der ersten Rechnung vielleicht gut sein für die Amerikaner, weil sie Geld einsparen.
00:32:35: Aber am Ende des Tages sind sie dann ja raus aus allen Handelsregeln, die wir uns alle so aufgebaut haben.
00:32:40: Man kann natürlich jetzt sagen, die Trump-Basis feiert diesen Schritt als Befreiungsschlag.
00:32:45: Und für die sind ja diese ganzen sixty-sechzig-Organisationen Symbole einer globalistischen Elite, die amerikanische Steuergeld verbrennt.
00:32:52: So sagen sie das ja.
00:32:53: Aber im Kern ist es eigentlich das, was uns zusammenhält.
00:32:58: Es gibt drei kritische Bereiche, die will ich kurz genannt haben, weil ich es, weil man ja erstmal verstehen muss, was das von Impact hat, was von Einfluss.
00:33:06: Es gibt jetzt das Klimawakuum.
00:33:08: Also der Austritt aus genau diesem Klimaabkommen ist der härtestes Schlag für die internationalen Zusammenarbeit.
00:33:13: Da wird jetzt gefracked, wie es nicht mehr geht.
00:33:15: Also Umwelt ist jetzt eigentlich, äh, tschau.
00:33:18: Also, äh, der Druck auf Schwellenländer wie zum Beispiel Indien und Brasilien ist jetzt auch weg, weil wenn es da gar kein Druck mehr gibt, tschüss.
00:33:24: Das eins Komma fünf Grad.
00:33:25: hier können wir uns mal schön klemmen.
00:33:27: So, da geht es schon mal in uns.
00:33:29: Dann haben wir Kultur- und Bildungskrieg.
00:33:31: Durch den Rückzug aus der UNESCO und Programmen wie UN Bevölkerungsfonds und sowas.
00:33:37: positioniert sich auch die US-Regierung jetzt knallhart ideologisch.
00:33:40: Man möchte da einfach keine Organisationen unterstützen, die Themen wie reproduktive Gesundheit zum Beispiel.
00:33:47: Wir sagen Abtreibung oder multirallaterale Pläne fördert.
00:33:51: Das ist nämlich genau diese Christennummer, die die erfahren, diese fundamentale Christentum, dass man auf gar keinen Fall der Frau überlässt, die im Fall der Fälle gerade vergewaltigt wurde, ob sie das Kind behalten will oder nicht.
00:34:01: Es ist gruselig.
00:34:02: Und dann haben wir natürlich noch das Thema Gesundheit.
00:34:05: Weil der erneute Bruch mit der WHO, der Gesundheitsbehörde der weltweiten, ist das riskanteste Manöver.
00:34:11: Weil man merkt es jetzt schon, in Amerika lassen sich alle nicht mehr impfen.
00:34:14: Was kommt da zurück?
00:34:15: Genau die Krankheiten, die wir alle eingedämmt haben.
00:34:17: Die wir weggeimpft haben.
00:34:18: Das heißt Impfstoffverteilung.
00:34:20: Global wird auch eine volle Katastrophe.
00:34:22: Auch Afrika wird komplett alleine gelassen.
00:34:25: Vielleicht ist es mal ganz gut für Afrika auf deiner Zeit, aber die werden nicht komplett alleine gelassen werden.
00:34:29: Ja, die werden von anderen Leuten genervt werden und alleine gelassen bedeutet ja nicht, dass sie, also sie kriegen erst mal keine Hilfe, wir sind dann trotzdem wieder Opfer.
00:34:36: Ist eine Katastrophe und ich will, Afrika nicht die Opferrolle aufhiefen, denn Afrika ist ein stolzer Kontinent, der ganz ganz viel Potenzial hat und unglaublich viele Ressourcen, aber man muss sich diesen drei Weltmächten ja erwähren irgendwie.
00:34:49: Jetzt habe ich kurz ein bisschen recherchiert.
00:34:51: Was bedeutet das für uns eigentlich?
00:34:53: und so?
00:34:54: Und was haben denn die Amerikaner bezahlt, um es mal zu verstehen?
00:34:58: Die USA haben zweiundzwanzig Prozent des regulären UN-Budgets bezahlt.
00:35:03: Fünfundzwanzig Prozent des gesamten Budgets für Friedensmissionen.
00:35:06: Weltweit.
00:35:08: Da fehlen jetzt fünfzehn Milliarden Dollar jährlich.
00:35:12: Das kriegen wir natürlich überhaupt null Komma Null aufgefangen.
00:35:15: Und wir Deutschen müssten es eigentlich.
00:35:18: Und die nächste Frage, die ich mir gestellt habe, das ist jetzt so ein bisschen der Deep Dive.
00:35:21: Was würde eigentlich passieren, wenn die UN-Pleite geht?
00:35:24: Weil wir gewöhnen uns ja irgendwie daran, dass da Leute darüber sprechen, was Sinnig und Unsinnig ist auf der Welt.
00:35:29: Und da gibt es, sagen wir mal, drei, vier kleine Blöcke.
00:35:34: Der erste Block.
00:35:36: Die Friedensmission.
00:35:37: Also du hast jetzt komplettes Vakuum in Krisengebieten.
00:35:40: Wenn Soldatengelder von dem Blauhelm und so und Logistik nicht mehr bezahlt werden können, dann müssen quasi jetzt Missionen im Südsudan, im Libanon, Mali, Zypern, die müssen einfach jetzt abgesagt werden.
00:35:52: Alles Gute mit eurem Bürgerkrieg.
00:35:54: Wir sind jetzt raus.
00:35:55: Tschüss.
00:35:56: Regionale Instabilität bedeutet dann natürlich, dass da Terrororganisationen wieder richtig schön reinzniegen können.
00:36:01: Super.
00:36:02: Dann humanitäre Kernschmelze.
00:36:05: Organisationen wie das World Food Program oder die UNICEF hängen am Tropf der Mitgliedsbeiträge und das bedeutet jetzt natürlich Hungersnöte, weil wir können sie ja nicht mehr versorgen.
00:36:16: Und diese Hungersnöte sind dann wieder politischer Sprengstoff und erzeugen nächste Krisenregion, die sich gerade so auf den Füßen halten konnten.
00:36:24: Und Flüchtlingsströme übrigens.
00:36:26: Ganz genau, Flüchtlingsströme, denn das passiert ja jetzt auch mit geopolitischen Verschiebungen.
00:36:31: Genau dieser Aufstieg, paralleler Strukturen, also China gibt jetzt Vollgas und sucht jetzt eigene Strukturen, wie sie dann vorgehen.
00:36:39: Das ist das große Problem.
00:36:41: Also all da, wo wir uns, überall da, wo wir uns mit einer, wie ich finde, gesunden westlichen Brille, mit einem Füreinander-Dasein präsentiert haben, ist jetzt eigentlich alles weg.
00:36:50: Weißt du, das sind so Sachen, ich würde gerne mit zum Thema, weil ich hier für Fröhlichkeit stehe, rausgehen.
00:36:54: Ich hab halt gar Zeit.
00:36:57: Aber man muss sich das wirklich richtig, also huiuiui.
00:37:00: Gute Laune sag ich mal.
00:37:02: Gute Laune, da redest du mal mein Programm weiter zu schreiben gleich.
00:37:08: Über zweihunderttausend Leser Marmelade.
00:37:12: Durch einen technischen Fehler.
00:37:14: Du sprichst so sehr lustig aus.
00:37:17: Wie sagst du denn?
00:37:18: Du machst so eine Tonze.
00:37:19: Marmelade.
00:37:22: Ja, weil was dahinter kommt, ist wieder so sensationell.
00:37:25: Durch einen technischen Fehler konnten wir alle quasi kurz in das Lager von Meghan Markle schauen und rumspionieren.
00:37:33: Bist du großer Fan der Royals?
00:37:36: Auf
00:37:36: gar keinen Fall.
00:37:38: Ich bin bei dem Thema schon
00:37:39: gefreut.
00:37:41: Bei dem Thema bin ich sowas von raus, aber ich muss mal kurz Zwischenfragen.
00:37:45: Was heißt denn?
00:37:46: Also, die hatten Onlineshop, oder wie?
00:37:47: Ja, pass auf.
00:37:48: Gut, dass du fragst.
00:37:50: Also, im
00:37:50: Jahr
00:37:50: zwei Tausend vierundzwanzig ging's los mit einer kleinen, scharge, handbeschrifteter Erdbeermarmelade unter den Namen American Reviere Orchardt.
00:38:01: Äh, damit ging's los.
00:38:02: Wenn
00:38:03: ich sie
00:38:03: kauf... Ja, pass auf, hat auch keiner gekauft, weil wegen Markenrechtsprobleme muss ich das Ding gleich wieder umbenennen.
00:38:08: Oder wie sie sagen muss, wegen Markenrechtsprobleme.
00:38:12: Deswegen bist du Comedians-Heime.
00:38:13: Da merkt man sofort, das ist Handwerk.
00:38:14: Also, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Für Schlagzeilen durch einen technischen Fehler wurden interne Daten sichtbar.
00:38:39: Merkin hat offenbar Vorräte im Wert von mehreren Millionen Dollar angehäuft, um eine weltweite Expansion vorzutreiben.
00:38:47: Ja, wir haben auf die Marmeladen Geschenkstätze geguckt und diese Gläser, zweihunderttausend an der Zahl, haben wohl einen Wert, laut Experten von sechsunddreißig Millionen US-Dollar in dem Lager.
00:38:56: Boom, jetzt bist du dran.
00:38:57: Was kostet denn so ein Scheißglasmarmelade, weil der ist ja dann achthundertachtzig Dollar?
00:39:03: In der?
00:39:03: die Preisstruktur kenne ich in Europa noch nicht, weil sie noch nicht da ist.
00:39:07: Das ist ja nur für den Export wohl jetzt, sagt man.
00:39:09: Die bereitet sich
00:39:10: vor, in
00:39:11: Deutschland zu verkaufen.
00:39:13: Schauen wir, das ist ja wie wenn irgendwie so ein, wenn wir wieder beim Weltkrieg sind, wie wenn so eine Nation heimlich mobil macht und dann die, irgendein Bionagesatellit sieht, oh hey, schau mal, die, was ich, die Groß Istria haben ja eine Flotte von zweihunderttausend Schiffen aufgebaut, dann ist ja Panik, also bei Schwarzau und was ich noch, ist ja jetzt Riesenpanik.
00:39:35: Ja, richtig.
00:39:36: Ja, vielleicht ist das so.
00:39:38: Oder es war, sag mal, Industrie-Spionage.
00:39:41: Vielleicht hat da jemand aus dem Marmeladen-Business gehackt.
00:39:45: Fakt ist aber, wir wissen, dass sie großes passives Einkommen anstrebt.
00:39:49: Lieber Simon, was wäre denn passives Einkommen, das für dich sprechen würde?
00:39:54: Du bist ja sonst ein Basecap-Träger.
00:39:56: So, eigene Simon Basecap Collection.
00:39:59: Ich hab's vorhin angedeutet und das interessiert mich wirklich.
00:40:02: Du bist ja, ich sage mal ... Oder vielleicht lieg ich auch falsch, aber bist du amerikanisch sozialisiert, weil du hast ja viel Basketball gespielt und so Hip-Hop gehört und so was, ne?
00:40:10: Irgendwie
00:40:11: schon, also ich bin natürlich deutsch sozialisiert, aber natürlich irgendwie, klar, Rapmusik und Gangsterfilme und Basketball.
00:40:20: Wir haben damals immer so, wir mussten uns das ja noch, ich weiß nicht, wie ihr kennt, wir mussten uns noch Videokassetten bestellen, beim Hotel konnte man dann MVA-Spiele sich... Ja,
00:40:28: Opa.
00:40:29: ...aufgezeichnet bestellen, dann kann man die Sonntagsspiele am Dienstag an.
00:40:33: Die haben wir dann angeschaut.
00:40:35: Irgendwie schon, ja, würde ich schon sagen.
00:40:37: Von
00:40:37: wem bist du Fan in der NBA?
00:40:38: Ich interessiere mich einfach.
00:40:39: Aktuell?
00:40:40: Ja.
00:40:42: Ich bin wirklich, mich haben die so verloren mit diesem neuen Spielstil.
00:40:45: Ich war damals klare Bolz-Fan, ich war Jordan-Fan, Pippen-Fan.
00:40:48: Das ist ja wie Bayern-Fan sein.
00:40:51: Ja, eigentlich schon, aber damals war das schon Dennis Robman, war ich immer ein großer Fan.
00:40:55: Ja.
00:40:55: Jetzt aktuell ... Es gibt schon Krassen, schon Gewinz Alexander, die sind schon alle krass.
00:41:00: Und welches Team ist mir da die ganzen Namen?
00:41:02: Interessiert doch keinen.
00:41:03: Aber die Team hast du auch nicht mehr, ne?
00:41:05: Hab ich nicht mehr, ne?
00:41:06: Guck dir mal die New York nix an.
00:41:07: Herzlich willkommen im Team.
00:41:09: So!
00:41:12: Warst du verdächtig, ein Sportler zu werden?
00:41:14: Also, wenn aus dir kein Comedian geworden wäre, dann bist du ja in einem Künstlerhaushalt groß geworden, wenn man ehrlich ist,
00:41:18: ne?
00:41:19: Deine Mama hatte ich ja sehr früh zu Synchronisations-Shops mitgebracht.
00:41:22: Und Schauspiel auch.
00:41:23: Im Bayerischen
00:41:24: Urunfunk hast du ja... Und Horst-Kraut-Kopf-Bande.
00:41:29: Habe ich noch hier auf Kassette tatsächlich.
00:41:30: Hast du wirklich?
00:41:31: Ja, hab ich mir meinem Sohn schon vorgespielt.
00:41:32: Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut-Kraut Glaub ich, weil sich das auch weiter machen können, weiß ich nicht, aber ist auch nicht so super talentiert im Fußball.
00:42:00: Aber gut genug für Sechzig.
00:42:02: Und beim Basketball war ich schon auch gut, aber auf gar keinen Fall in Richtung Profi-Karriere.
00:42:06: Also der Oberleger habe ich dann gespielt, also Bayern-Liga.
00:42:09: Ja,
00:42:09: voll gut, oder nicht?
00:42:10: Oder Oberleger kann ja schon was.
00:42:11: Da habe ich es dann aber auch.
00:42:14: War jetzt nicht an der Starling Five, sagen wir es mal
00:42:16: so.
00:42:18: Du warst in der Floating Fifteen oder so.
00:42:22: Oder Waterboy.
00:42:23: Ich war der Simon.
00:42:25: Wir haben Durst.
00:42:28: Das Wasser füllt sich nicht von alleine auf.
00:42:31: Du kannst besser mit den kleinen Händen am
00:42:32: ... Den fiesen Gesicht ausdrücken kannst du richtig gut.
00:42:36: Entschuldigung.
00:42:39: Ja, ich hab noch mal recherchiert, weil wir beide am Schicksal von Meghan Markle interessiert sind.
00:42:43: Es ist ja ein Herzensanliegen, dass es der Frau gut geht.
00:42:46: Ich wusste es nicht, denn ich hatte die auch relativ erfolgreich im Kopf.
00:42:49: Die hat ja bei Suits mitgespielt und so, die Serie fand ich ja super.
00:42:52: Sie hatte vor der Hochzeit mit Prinz Harry angeblich nur, und bitte nicht falsch verstehen, aber ich dachte, sie wäre so, wow, die hatte angeblich nur fünf Millionen Dollar auf der hohen Kante.
00:43:04: Ah, Hammer.
00:43:05: Ist ja quasi in Hollywood, ist das ja das Hungertuch.
00:43:08: Es ist ja wirklich, sag mal, muster im Wasser betteln.
00:43:11: Also fünf Milliarden ist ja, finde ich in Ordnung, würde ich nehmen.
00:43:14: Ja, wir beide wären auch mit fünftausend happy, aber fünf Millionen in Hollywood ist ja irgendwie nix.
00:43:20: Aber durch dem Exit haben sie ja hundert Millionen Dollar gekriegt von Netflix.
00:43:24: Da war man dann finanziell in einer ganz anderen Liga und jetzt will sie ja Grüneth Paltrow Konkurrenz machen mit ihrem Goop.
00:43:30: Und wir wünschen Maggie Marke mit ihrem Marmeladendiel doch alles Gute.
00:43:34: Hat Gwyneth Palfroh nicht irgendwas mit Duftkerzen gemacht?
00:43:38: Ja, ja, wie Vagina Kerze.
00:43:40: Das
00:43:40: weiß ich wieder.
00:43:41: Vagina Kerze.
00:43:41: Ich wollte nicht sagen, weil ich dachte nicht, dass ich das mir geträumt habe wieder.
00:43:44: Und dann wurde sie ja Nazi.
00:43:48: Was, was, Moment, was?
00:43:49: Nein, weil ich gesagt habe, nicht, dass ich es wieder geträumt habe, dass Gwyneth Palfroh und dann wurde sie natürlich am Ende daraus so verschissen.
00:43:56: Du sag mal... Ich werde ja hier auch in Vangala und Bunde zitiert und so.
00:44:00: Und von all den Promi-Protahlen.
00:44:01: Die wollen ja von dir auch Sachen wissen.
00:44:03: Was ist denn deine Lieblings-Marmelade?
00:44:06: Meine Lieblings-Marmelade ist die, die meine Frau jetzt mit meinem Sohn gemacht hat.
00:44:10: Auch eine Erdbeermarmelade.
00:44:10: Vielleicht ist das unser Ding.
00:44:11: Wir haben noch vier Gläser hier.
00:44:12: Siehst
00:44:13: du?
00:44:13: Das ist dein Start.
00:44:14: Auch da mit den vier Gläser machst du jetzt deinen Marmeladen-Imperium auf.
00:44:19: Ja.
00:44:19: Ich mag ganz
00:44:19: gern Pflaumen-Marmelades mögen nicht viele.
00:44:21: Manchmal schmecken mir das sehr lecker.
00:44:23: Da schreibst du drauf.
00:44:26: BAM!
00:44:26: Ist das verkauft sich von selbst?
00:44:28: Vorne alleine.
00:44:29: Klingt aber auch, als würde ich da meine Hoden reinhängen, ehrlich gesagt.
00:44:32: Das stimmt.
00:44:34: Rückblick mich der beste Vorschlag.
00:44:38: Ich
00:44:38: habe gestern PSDs Pflaumen gekostet.
00:44:40: Bisschen säuerlich.
00:44:44: Wir kommen zu dem Thema hier und da bin ich gespannt, was du sagst.
00:44:49: Du
00:44:49: kriegst nämlich gleich die Gretchenfrage.
00:44:54: Offiziell kamen insgesamt, thirty-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three-three.
00:45:23: Äh, ich gar nicht, ehrlich gesagt.
00:45:24: Ich bin gar nicht religiös, ich bin auch nicht besonders gläubig.
00:45:26: Ich rede manchmal mit meinem Papa und mittlerweile mit beiden so, wenn ich in die Transzendenz mich begebe, aber sonst bin ich schon ein sehr, immer ne Intermensch.
00:45:34: Ich bin schon sehr hier.
00:45:34: Ich hab gestern witzigerweise auf der Fußgängerzone, hab mich drei Mädels angesprochen, die weiß ich nicht so glaubt, so Amerikanerinnen waren und die mich auch gefragt haben, ob ich an Gott glaubt.
00:45:44: Nein, mit mir aber, die waren selber sehr religiös und auf ein Mission offensichtlich auch.
00:45:49: Und haben mir dann mich gefragt, warum nicht?
00:45:52: Und Teufel und alles kam davor hier.
00:45:54: Ich glaube, kann Berge versetzen.
00:45:56: Kommt zu Christus.org.
00:45:58: Also ich fange jetzt mal meiner Meinung ins Haus.
00:46:00: Jeder soll an das glauben, was er gut findet, aber auch aufzumissionieren.
00:46:03: Ich kann mit missionieren nicht so gut umgehen.
00:46:05: Dankeschön.
00:46:06: Ich auch nicht, in keinem Thema ehrlich gesagt.
00:46:08: Bitte ganz genau, und das ist auch ganz wichtig.
00:46:10: Und nicht in das manche übrigens auch was E-Autos oder veganer Lebensstil.
00:46:15: Mach
00:46:15: das bitte, bitte mach
00:46:16: das.
00:46:17: Und informiere mich gerne, aber hör auf, mir rein zu quaken.
00:46:21: Ja, danke schön.
00:46:22: Amen in dem Fall.
00:46:23: Ja, clever.
00:46:26: Hast du, aber eine Sache stelle ich ja fest, wir sind ja hier per Videokonferenz verbunden und ich kann ja tief in deine Augen blicken und auch in dein Gesicht.
00:46:33: Was ich ganz süß finde, wenn du an deine beiden Eltern denkst, du hast sofort immer, ich weiß nicht, ob du das weißt, du guckst immer kurz sofort nach oben Richtung Himmel.
00:46:40: Ist dir das bewusst?
00:46:42: Nee.
00:46:43: Das machst du.
00:46:43: Aber die sind da komischerweise für mich irgendwie auch.
00:46:46: Also
00:46:46: ich finde das auch schön.
00:46:47: Also dass man so einen Ort hat, an dem man dann, weißt du, wie
00:46:51: ich mein?
00:46:52: Ja.
00:46:52: Ich fahre auch zum Grab immer wieder, die sind zusammen im Grab.
00:46:56: Und dann quatsche ich auch mit denen.
00:46:58: Also richtig, dann erzähle ich auch von meinem letzten, seitdem ich halt dort war und was so passiert ist und was ansteht und wofür ich jetzt Angst habe und was die Schönes verpasst haben.
00:47:08: Und da muss ich dann meistens weinen, weil grad mein Vater halt sehr viel leider verpasst hat von mir.
00:47:13: Aber an der noch viel ist er, glaub ich, verstorben, ne?
00:47:15: Genau, der hat halt wirklich ... mein ganzes Erwachsenwerden, meinen beruflichen Weg, meine Frau, mein Sohn, das hat er alles nicht mitbekommen, und das find ich schade.
00:47:25: Und er hat noch mitbekommen, dass sechzig absteigt.
00:47:27: Das ist wirklich, das war, da hab ich aufgehört an Gott.
00:47:29: Das hat er ihm noch miterleben lassen und danach gesagt, so, Schiss.
00:47:33: Magst du, also ich will da gar nicht rumwöhnen, aber ich finde das ganz toll, weil es ja viele Menschen haben, mit Trauerarbeit zu tun oder überhaupt mit ... Kummer im Alltag zu tun.
00:47:43: Ich finde es ganz toll, dass du sagst, ich rede mit den beiden.
00:47:46: Wie stelle ich mir das vor?
00:47:47: Du setzt dich dann da hin?
00:47:48: Gibt es eine Bank in der Nähe oder machst du das in so einem stehenden Dialog?
00:47:53: Ich gehe meistens so in so eine Halbe, was meine Gelenke noch zulassen, Russenhocke.
00:47:57: Also ich habe eigentlich, das ist fast schon so ein bisschen rituell.
00:47:59: Ich tue mir immer Kopfhörer rein.
00:48:01: Ich bin gerne alleine am Grab erstmal.
00:48:04: Und dann habe ich zwei Lieder, die ich immer, also so ein altes afrikanisches Lied.
00:48:10: Was mit Kongo ist das Lied eigentlich?
00:48:12: und also nicht aus Nigeria?
00:48:13: und dann noch ein ihr gemeinsames Lied, das höre ich dann auf dem Weg dahin an und dann höre ich das mit denen zusammen noch und dann tue ich die Kopfhörer raus und nehme mich hin und sag halt Hallo.
00:48:23: Meistens streichle ich dann noch über den sehr schönen Grabstein, den sie haben und dann rede ich einfach mit denen laut, tatsächlich.
00:48:31: Ach so wirklich auch ausgesprochene Wörter, nicht nur in deinem Inneren, sondern...
00:48:34: Nee, das tatsächlich finde ich, das ist nochmal was anderes.
00:48:39: Das ist ja jeder für sich.
00:48:40: Also ich mir tut es gut, wenn ich das quasi laut ausspreche.
00:48:44: Das macht es irgendwie, dieses Gespräch reeller, so durfte es klingt.
00:48:48: Ich finde es schön, dass du da ganz bei dir bist.
00:48:50: Normalerweise ist ja Friedhof ein sehr ruhiger Auto.
00:48:52: Ich finde fast schon manchmal aggressiv ruhig.
00:48:55: Also da ist noch der Motto, ich darf hier auch gar nicht husten und nix.
00:48:59: Ich stelle mir vor, da gabst du die ein oder andere komische Begegnung, dass du dann da stehst und redest mit den Beinen und da kommt jemand vorbei und guckt dich komisch an, ist dabei egal.
00:49:05: dann, oder?
00:49:05: Das ist mir egal.
00:49:06: Also ich bin da schon im Film, im Tunnel tatsächlich.
00:49:09: Ist es, wenn da meine Family dabei ist, also mein Sohn und die Lisa, dann ist es anders, dann sagen wir alle was und mein Sohn muss auch niemand was sagen.
00:49:18: Haben wir jetzt am fünfundzwanzigsten, hat mein Papa Geburtstag gehabt, Dezember.
00:49:22: Und da waren wir da und dann haben wir, hat Elisabeth angefangen, Happy Birthday zu sehen und der Kleine auch.
00:49:27: Und das war irgendwie schön.
00:49:29: Aber danach habe ich dann auch gesagt, dass sie schon mal vorgehen sollen, weil ich wollte dann noch diesen Einzelmoment mit den beiden haben, also mit meinen Eltern.
00:49:38: Finde ich ganz stark, hast du irgendwann einen, weil aus dir, man hört ja den Urbay heraus, ist ja klar.
00:49:44: Du bist ja sozialisiert, du bist lokal verankert.
00:49:47: Hast du irgendwann einen Zugang zu deinem Nigerianischen?
00:49:51: Kulturherbe bekommen.
00:49:53: Ist sie das nahe?
00:49:54: Ja, ja total.
00:49:55: Also ich bin wenig da.
00:49:57: Das hat andere Gründe.
00:49:59: Das ist eine sehr lange Geschichte.
00:50:01: Und ich bin auch hier als erstes immer.
00:50:03: Lagos ist immer hier.
00:50:05: Das ist
00:50:05: stark.
00:50:06: Lagos.
00:50:07: Ja,
00:50:08: natürlich nicht Lagos, Portugal.
00:50:10: Und die Musik, das Essen.
00:50:13: Ich koche auch viel westafrikanisch oder negianisch die Sachen, die mein Papa mir auch beigebracht hat.
00:50:20: Informiere mich auch über das Land, soweit es geht.
00:50:22: Das ist halt auch riesig.
00:50:25: Und
00:50:26: ich
00:50:26: fühle mich genauso als Nigerianer wie als Deutscher komischerweise.
00:50:30: Wobei ich natürlich weiß, dass ich in Nigeria nicht zurechtkommen würde, weil ich halt diese wirklich gesellschaftliche Kultur da nie erlebt habe.
00:50:37: Ich war nur einmal dort, weil mein Vater da nicht mehr hin wollte, eben aus Gründen und auch danach.
00:50:44: Ich weiß an Papas Sterbebett.
00:50:47: habe ich ihm gesagt, ich will jetzt endlich Europa lernen, also seine Sprache, seine Volkssprache quasi und nach Nigeria als Erwachsener, nach Nigeria endlich wieder fahren und so.
00:50:56: Ich will mein Vaterland einfach kennenlernen und das war so mit.
00:50:59: das Letzte, was er zu mir gesagt hatte, war, du kannst da nicht einfach hinfahren, das ist gefährlich für dich, die tun dir was, die warten nur, dass du kommst, du kannst da nicht hinfahren.
00:51:07: Dann ist er gestorben, so ungefähr.
00:51:09: Und ich hab keine Ahnung gehabt, was das...
00:51:11: Ach, du weißt bis heute nicht was gemeint ist?
00:51:13: Ich weiß
00:51:14: es mittlerweile, es klingt sehr absurd alles, aber wie soll ich sagen?
00:51:18: Komm, das ist das erste Mal, glaube ich, dass das medial erzählt wird.
00:51:22: Mein Bruder, ich hab einen älteren Bruder, der ist aber nicht für meinen Vater.
00:51:27: was wir erst ganz spät erfahren haben.
00:51:29: Also erst, im Endeffekt erst vor fünf Jahren so was.
00:51:32: Meine Mutter hatte vorher, das wussten wir auch, die war vorher mit einem anderen Nigerianer verheiratet und dann in dieser Trennungszeit kam mein Papa und wir dachten immer, es war die Geschichte, sagte, dass sie quasi mit meinem Vater schon was hatte, während sie noch verheiratet war.
00:51:44: Deswegen musste mein Bruder adoptiert werden, der hat einen anderen Nachnamen ursprünglich mal gehabt.
00:51:49: Aber es hat sich dann rausgestellt, dass es gar nicht stimmt, sondern ich bin quasi der Erstgeborene, um es ein bisschen abzukürzen.
00:51:55: Der Erstgeborene Mann von meinem Sohn, von meinem Vater.
00:51:58: Und mein Papa war in Nigeria, hatte der so eine Art Status.
00:52:05: Ich nenne es jetzt mal einfach, dass es einfach ist, so eine Art Prinzenstatus in einer Volksgruppe.
00:52:13: Und diesen habe ich quasi damit geerbt, als ältester Nachkommen, als ältester Männlicher.
00:52:19: Und mir hat das Mancosar alles erzählt.
00:52:21: Mancosar ist der älteste Sohn von meiner älteren Tante, der ist Movie, der ist jetzt, der wohnt in London, der ist ... ... zweiundsechzig oder sowas.
00:52:28: Und der hat mir das alles vor ein paar Jahren erzählt.
00:52:30: Und er meinte, ich hab quasi dadurch Anspruch.
00:52:33: Und da geht's um Immobilien auch, da geht's um ... um eine ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um
00:52:45: ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um
00:52:47: ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... um ... Und diese Leute, die das jetzt quasi übernommen haben.
00:52:54: Ja, die haben natürlich gar keinen Bock, dass du da hallo
00:52:56: sagst.
00:52:56: Der Mulwa, mein Kosar hat das dann erst mal als ältester männlicher Nachfolger der Mutter, also der meiner Tante.
00:53:04: Und da geht's zum Immobilien und alles Mögliche auch.
00:53:07: Und der hat dann irgendwann, hat er mir erzählt, er hat dann Schreiben gekriegt, dass er eben diese ganzen Immobilien auf die die Person überschrieben hat von der Regierung, von der Regionalregierung von Lagos.
00:53:18: Und er meinte so, okay, das war definitiv ein gefälschter Brief.
00:53:21: Und dann hat er das angefochten, war dann noch mal da, der war jeden Sommer natürlich in Nigeria bei seiner Mutter.
00:53:27: Und die wurden dann überfallen.
00:53:29: Und deswegen hat er gemeint, er fährt jetzt auch nicht mehr dahin.
00:53:32: Und er hat mir auch gesagt, es ist gefährlich für dich, weil du bist tatsächlich die letzte Bedrohung für diese Menschen, weil du quasi diesen Anspruch hast.
00:53:40: Wie das alles, wo da, wie das läuft, ob es da Unterlagen gibt, was das genau überhaupt ist, da habe ich von allem keine Ahnung, aber ich habe diese sehr ernste Warnung von meinem Vater.
00:53:52: Ich habe diese Geschichte von meinem Cousin.
00:53:54: Und ich hab keine Ahnung von diesem Land und weiß nur, dass es generell in eine relativ gefährliche Ecke ist.
00:54:00: Und das hält mich davon so ein bisschen ab, da hinzugehen.
00:54:03: Und ich hab natürlich ein super krasses Bedürfnis, auch für meinen Sohn, auch für meine Frau, aber vor allem für mich, mein Vaterland zu sehen, meine... ...fünfzig Prozent meiner Herkunft einfach wirklich kennenzulernen als erwachsener, verstehender Mensch.
00:54:17: Aber es ist halt gefährlich.
00:54:18: Man kann auch sagen, du kannst, das ist wirklich gefährlich für dich.
00:54:22: Und die kriegen das mit.
00:54:24: Okay, also erstmal, wow, danke, dass du das mit mir teilst.
00:54:27: Ich finde, das finde ich ja spektakulär.
00:54:30: Die Frage ist halt, was macht man mit diesem Wissen?
00:54:32: Also du weißt ja, was mutmaßlich auf der einen Seite für dich, ich formulier es jetzt ganz platt, drin wäre.
00:54:40: Auf der anderen Seite, in der Mitte ist das, du willst einfach nur in Frieden, in deinem Heimatland oder in den Heimatland, aber in fünfzig Prozent deiner, deines Ichs.
00:54:50: Und auf der anderen Seite hast du eine absolute Bedrohungslage.
00:54:53: Das finde ich alt.
00:54:55: Ich hatte mal den Plan gefasst, dass ich über das Goethe-Institut mir quasi da Auftritte besorge und dann so ein bisschen unter Schutz stehe.
00:55:05: Einfach, weil es halt irgendwie so eine Bad-Regierungsinstitution ist, jetzt keine Regierungsinstitution.
00:55:09: Und hab da auch mit Lisa schon drüber geredet.
00:55:12: und dann haben wir gesagt, vielleicht warten wir erst mal, bis unser Sohn einfach auch älter ist, dass die dann auch mitfahren könnten.
00:55:17: Wenn der so Anfang Teenager ist vielleicht, also ich werde auf jeden Fall dahin.
00:55:21: Ich muss nach Nigeria und, ähm, vielleicht stellt sich auch alles als, äh, ja, das erwartet, das, das ist schon lange, ist schon lang vorbei oder was weiß ich, kann ja auch sein.
00:55:31: Das ist gar niemand mehr interessiert oder gar niemand mehr weiß, wer ich bin mittlerweile.
00:55:35: Aber ich weiß, dass diese, diese Kommunikation, dass das funktioniert.
00:55:40: Weil das daschen ganz viele so Situationen gab, wo Leute in anderen Orten Also, ich hab mal irgendwo im Norden gespielt.
00:55:49: Ich sag jetzt mal Bremerhaven, es war nicht Bremerhaven.
00:55:51: Da kam jemand, der meinte, du bist der Sohn vom Biodun.
00:55:56: Das war der Euro-Bahn-Name meines Vaters.
00:55:59: Ich so, ja, kannte die euch?
00:56:00: Nee.
00:56:01: Und dann hat er erzählt, sein Neffe hat bei dem damals gekocht.
00:56:05: Also, ganz vollkomwurscht.
00:56:07: Es ist auf jeden Fall total ganz komisch verzweigt alles.
00:56:11: Ich habe einfach zu wenig Ahnung, um es kurz zu machen, um da irgendwie blaue Grecke hinzufahren.
00:56:16: Also ich weiß jetzt noch nicht, wie dein Programm Fanny Bones aussehen wird, aber ich weiß, wie das Buch sich liest, das du schreiben wirst.
00:56:21: Ja.
00:56:21: Wenn
00:56:22: ich das möchte, hier mit, hier sehr nah anlegen, weil das Buch würde ich sofort kaufen um Millionenfach weiter, weil das ist ja der Sensation.
00:56:29: Also, es ist natürlich jetzt super schwer wieder zum normalen Thema zurückzukommen, weil diese Geschichte alles schlägt, aber ich muss ja noch erklären, warum ich über die Pilger spreche.
00:56:35: Meghan Markle.
00:56:36: Nee, die Pilger.
00:56:36: Wir sind schon in Rom.
00:56:39: Tatsächlich ist es so, das war dieses Jahr ein absoluter Rekord.
00:56:42: Dreiunddreißig Millionen Menschen, also fast die Bevölkerung von Kanada, haben sich dieses Jahr durch die Enggassen der ewigen Stadt gedrängelt, gequetscht.
00:56:51: Warst du schon mal... Warum?
00:56:52: Ja, weil, naja, pass auf.
00:56:54: Also erst mal, das war ein Land von ein Jahr von zwei Pepsen.
00:56:58: Das hat mit dem einen angefangen und mit dem anderen aufgehört.
00:57:01: Und natürlich mit der medialen Berichterstattung.
00:57:03: Und machen wir uns nix vor, das gehört auch um wie ein bisschen dazu.
00:57:06: Der Film Konklave lief ja auch noch.
00:57:08: Weißt du?
00:57:09: Also all das zusammen hat dazu geführt, dass dreieunddreißig Millionen Pilger kamen.
00:57:13: Das findet man in der Küche natürlich erstmal cool, weil man denkt, ja, das ist ja wohl der Beweis eindeutig.
00:57:19: Wir sind hier valide, das Interesse ist riesig groß an der, an der Kirche.
00:57:24: Wir sind immer noch das Zentrum der Weltgeschichte.
00:57:27: Ja, nur dreieunddreißig Millionen machen da auch viel für die Struktur, wir sagen die schädigen, weil die meisten Pilger, die sind ja keine Big Spender, die gehen ja nicht in großen Restaurants oder groß irgendwie in den Hotel.
00:57:38: Die sind aber trotzdem da und wenn die im zwanzigminuten takt dadurch die heilige forte geschleust werden digital registriert per app und was weiß ich nicht was warst du schon mal vatikan
00:57:47: zweimal sogar tatsächlich.
00:57:49: also ich muss sagen das hat mich schockiert weil das wie ein viel viel auftrieb war.
00:57:54: da ist
00:57:54: nix besinnlich da ist nix zur einkehr.
00:57:58: Wir
00:57:58: sind ja auch die Schafe.
00:57:59: Ja,
00:58:00: jetzt mal, aber ohne Witzmar.
00:58:02: Also ich hatte, und ich habe sogar die extra Führung mit Fahrt durch den Garten gebucht, damit man mal so ein bisschen Ruhe im Vatikanen kriegt.
00:58:09: Das war da der Fall, die Fahrt war noch das Beste daran.
00:58:11: Aber dann, wenn man wieder zurückkommt, in diesen einen Trampelpfad im Vatikanen.
00:58:15: Das
00:58:16: ist brutal.
00:58:16: Auch die sextinische Kapelle, also da stehst du drin wirklich...
00:58:19: Es wirkt wieder Holy Cross Freizeitpark, wenn ich ganz ehrlich bin.
00:58:23: So muss ich sagen.
00:58:25: Und ich war mehr oder minder schockiert, weil die Menschen, die da ja mit dem felsenfesten, also mit dem festen Glauben an etwas kommen.
00:58:33: Ich frage mich, wie sie nicht desillusioniert da weggehen.
00:58:35: Denn ich ohne diesen felsenfesten Glauben an das, was da eben proklamiert wird, hab gedacht, okay, ich hab jetzt gerade irgendwas ganz Spukiges erlebt und ich muss da nie wieder hin.
00:58:45: Dieses Geschäft mit den Postkarten und was weiß ich nicht was, die dazu zigtausend rumliegen.
00:58:50: Weiß ich nicht, hab mich nicht erwischt.
00:58:52: Aber, dreidreißig Millionen fanden das toll und wollten nach Rom.
00:58:55: Und deswegen habe ich...
00:58:55: Wie viel kommt denn denn nur normalen Jahr?
00:58:57: Ja, das ist eine gute Frage.
00:58:59: Als ob du hier weißt, was ich aufgeschrieben habe.
00:59:01: Normalerweise in Rom, achtzehn Komma fünf Millionen Leute.
00:59:05: Ach krass, okay.
00:59:06: Krass,
00:59:06: pro Jahr.
00:59:07: Das ist schon ein krasser Unterschied.
00:59:09: Riesen krasser Unterschied.
00:59:10: Und mit den dreißig war Rom in diesem Fall weit vorne.
00:59:14: Die zwei, also Istanbul ist wegen Umsteigen ganz, ganz groß, wenn man das mit einreisen und so sieht.
00:59:21: Dreiundzwanzig, zwei Millionen kommen, weil globaler Transitknoten nach Istanbul, aber als große Tourismus Hochburg ist immer noch London zu erwähnen.
00:59:30: Einundzwanzig, sechs Millionen.
00:59:33: Starker Erholung.
00:59:34: Die US-Amerikaner kommen wieder und die asiatischen Märkte spülen nach London.
00:59:39: Der eigentliche zweite Platz ist Paris mit zwanzig, zwei.
00:59:43: Profitiert übrigens immer noch von Olympia, zwei tausend vierundzwanzig.
00:59:46: Da haben irgendwie Leute gesagt, fanden wir gut, kommen wir wieder.
00:59:48: Und dann ist Rom schon dran.
00:59:50: Rom mit achtzehn Komma fünf normalerweise jetzt mit drein dreißig Komma vier, aber die eine Stadt vom letzten Jahr, die die meisten Touristen hatte, finde ich total krass.
00:59:58: Krass, aber europäische Stadt.
01:00:00: Europäische Stadt.
01:00:01: Ich bin nur in Europa gerade Berlin übrigens.
01:00:05: Ausländische Besucher, sechs Komma acht Millionen, aber inländische, dreizehn Komma fünf.
01:00:10: Also inklusive, inklusive.
01:00:12: Inländischer sind es, dreizehn Komma Fünf.
01:00:14: Also für uns in der Dachregion, Deutschland, Österreich, Schweiz, Berlin immer noch ein Topziel.
01:00:19: Internationale Mönche, ein bisschen hinten dran.
01:00:21: München ist leider nicht in den Top zehn.
01:00:23: Habe ich nicht gefunden.
01:00:24: Ist das der Wahnsinn.
01:00:26: Lügenpresse.
01:00:26: Am Leit tun ist mir das.
01:00:28: Das
01:00:28: ist mir schwer am Leit tun.
01:00:31: Also ich sage mal so.
01:00:33: Soll doch jeder für seinen Glauben dahin fahren, wo er gerade Bock hat, denn das macht uns alle ein bisschen besser, wenn wir die Welt besser verstehen und ein gemeinschaftliches Miteinander hinkriegen.
01:00:40: Und vielleicht sollten wir auch dafür sorgen, dass man, wenn man einen Protest macht, wieder auf die Straße geht.
01:00:44: Denn das, was ich gerade in der Weltpolitik irgendwie sehe und vor allem mit Blick auf die lokalen Wahlen, habe ich schon das Gefühl, wir müssen für unsere Rechte wieder ein bisschen aufstehen und für eine schöne gemeinschaftliche pluralistische Gesellschaft auf die Straße gehen, oder?
01:00:56: Was meinst du?
01:00:57: Halleluja, Bruder.
01:00:58: Ja, auf jeden Fall.
01:00:59: Simon, ich möchte mich... Ich
01:01:00: hab mir gerade kurz den Gedanken gehabt, ob man vielleicht in die Vatikanstadt mal so eine Woche im Monat nur für... weil im Endeffekt dem wir den Gläubigen ihre Städte weg, indem wir als ungläubige Touristen einfach mal hingehen, weil wir uns diese Gebäude anschauen wollen.
01:01:16: Vielleicht sollt man fairerweise sagen, hey, okay, eine Woche nur für Leute, die wirklich dem Christentrum auch folgen, dass sie mal ihre schöne Städte anschauen dürfen.
01:01:24: Das sind keine Idee.
01:01:25: Weißt du, was ich glaube, was dagegen hat?
01:01:27: Die Kirche selber.
01:01:29: Ach so, er geht dem ein bisschen
01:01:30: cashlöten, die kleinste Galgen der Welt, der spielt ja nicht mehr so laut.
01:01:33: Oh mein Güte.
01:01:35: Simon, ich möchte mich von Herzen bedanken.
01:01:39: Das war ein auf ganz vielen Ebenen spektakuläres Gespräch und es ist immer wieder mal bewiesen, was ich eingangs gesagt habe, du bist immer für ein gutes Gespräch gut und man hat bei dir sofort das Gefühl, ey, das ist ein Typ, mit dem möchte ich gerne befreundet sein.
01:01:51: Dankeschön, ich auch mit dir ab jetzt, bei Aber nur bei Insta.
01:01:56: Wie kann man das so mit
01:01:57: dem Arsch
01:01:57: einreißen, Piers?
01:02:01: Ich hab's versucht.
01:02:02: Er ist halt Comedian.
01:02:03: Sie haben ihre Seele verkauft an den Humor.
01:02:06: So gehen wir jetzt raus aus dieser Folge.
01:02:07: Das war Zeittag für heute mit diesem Simon Piers.
01:02:12: Wenn ihr lachen wollt, und das meine ich wirklich jetzt am Ende noch mal ernst, kauft euch jetzt schon Karten für die neue Tour, die heißt Funny Bones.
01:02:18: Wenn ihr die Chance habt, noch Hybrid zu gucken, dann ja, dann aber ran.
01:02:22: Es sind nur noch ein paar Auftritte.
01:02:24: Fanny Bones auf jeden Fall.
01:02:25: Ansonsten folgt den Mann auf Instagram.
01:02:27: Er ist ein Mann mit klarer Meinung und zwischendurch hat er auch mal einen guten Lacher.
01:02:31: So, ich glaube so... Eventuell.
01:02:32: Eventuell.
01:02:33: Er muss halt das neue Programm schreiben.
01:02:35: Das war Zeittag für heute.
01:02:36: Vielen Dank für deine Konzentration, für deine Aufmerksamkeit und für die Bereitschaft, zwei Menschen bei diesem Gespräch zu folgen.
01:02:41: Und ich gehe jetzt hier sehr zufrieden raus, denn ich hab das Gefühl, ich bin gerade irgendwie... Es hat mich erfüllt, Simon.
01:02:46: Vielen Dank.
01:02:47: Mich auch.
01:02:48: Haust du rein!
01:02:49: Ciao!
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