#040 - Mit Ralf Schmitz: Soft Reset, DNA-Granaten und Schuldenrekord

Shownotes

Comedy-Legende Ralf Schmitz ist zu Gast bei Zahltag. Bekannt für sein Tempo, seine Schlagfertigkeit und dafür, aus spontanen Situationen sofort Unterhaltung zu machen. In der Folge geht es um den Internet-Trend „Soft Reset“, der mit 3 Säulen statt radikaler Vorsätze auf weniger Reibung im Alltag setzt. Parallel werfen neue Erkenntnisse zum Sparkassen-Einbruch Fragen auf: Ermittler werten rund 10.000 Stunden Videomaterial aus und stoßen auf hochprofessionelle Methoden wie gezielt gestreute fremde DNA. International sorgt Vietnam für Aufmerksamkeit, weil Online-Werbung dort künftig nach spätestens 5 Sekunden überspringbar sein muss. In Davos hält Donald Trump einen 70-minütigen Auftritt, der zwischen Provokation und Verunsicherung schwankt. Und in Deutschland markieren 2.608,8 Milliarden Euro Staatsschulden einen neuen Rekord – samt wachsender Debatte über Schuldenbremse, Investitionen und politische Verantwortung.

Mehr zu Ralf Schmitz: https://www.ralfschmitz.tv/

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Redaktion & Host: Daniel Boschmann (danielboschmann.com) • Schnitt & Produktion: Kevin Blume (kevinblume.de)

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00:00:00: Sag mal, angenommen, wir säßen jetzt gemeinsam in einem Raum zusammen.

00:00:04: Was dürfte ich dir da anbieten?

00:00:05: Bist du so ein Knabbereientype oder eher so ein Kaffee-Junkie jetzt?

00:00:08: Nee, Kaffee-Junkie gar nicht.

00:00:10: Stimmt mal vor, ich auf Speed und dann noch Kaffee.

00:00:12: Also, verstehe ich so, Natur-Speed und dann noch Kaffee.

00:00:14: Nee, aber was Knabbereien nehme ich gerne, tatsächlich, ja.

00:00:17: Ist das dann so Gummitierchen oder ist das eher so?

00:00:19: was Salziges?

00:00:20: Ja,

00:00:20: ich bin so, ich bin so ein Herzhafter.

00:00:22: Ich bin eher ein Herzhafter.

00:00:24: Schokolade kriegst du mich auch mit nur ganz wenig, sondern eigentlich eher nicht.

00:00:27: Ich bin tatsächlich so ein Chips.

00:00:28: Äh, knabber Kram, so ganz schön, so Fischliess oder so ein Blödsinn.

00:00:31: Also, oder

00:00:32: so was.

00:00:33: Ach, dieser Party-Mix, den kaufst du?

00:00:35: Nee, aber den würde ich auch nehmen.

00:00:38: Was ist eine Chip-Sorte, die dir nicht ins Haus kommt?

00:00:40: Es gibt ja Currywurst, Tatschmarhal, wie sie da alle heißen.

00:00:42: Äh, ähm,

00:00:43: ja, Sour Cream.

00:00:45: Magst du nicht?

00:00:46: Die Leute, die Leute jetzt zuhören oder gucken, regt euch nicht so auf.

00:00:49: Ist ja Geschmackssache, darüber lässt sich nicht streiten.

00:00:52: Sauerkreem kann ich nicht essen, kann ich nicht essen.

00:00:53: Alles andere fühle ich Currywurst vor mir aus.

00:00:55: und Oriental, fand ich bei Funny, dürfen das alles sagen?

00:00:58: Alles natürlich.

00:00:59: Das fand ich gut, aber mittlerweile bin ich eher so bei Kesselchips und irgendetwas so.

00:01:02: Besonders, am liebsten nur mit Salz und Pfeffer oder nur mit Salz.

00:01:05: Das mag ich am allerliebsten.

00:01:06: Aber tatsächlich mit Sauerkreem brauchst du mir nicht kommen.

00:01:10: In Chips sonst gerne, aber nicht in Chips, da fange ich an zu kotzen.

00:01:13: Dann fühl dich bitte jetzt so, als hätt ich dir ein wundervolles Schärchen voller Daumendicker Kesselchips hingestellt.

00:01:18: Das wäre mir doch ein großes Anliegen.

00:01:20: Ach,

00:01:20: du bist so ein guter Gastgeber, ich danke dir.

00:01:23: Ja, so kennt man mich.

00:01:23: Ich weiß, ich frage dich, deswegen

00:01:24: bin ich hier.

00:01:25: Wegen den Chips.

00:01:37: Es ist Freitag, der XXIII.

00:01:39: der erste, im Jahr.

00:01:41: Hier ist Daniel Bosch, mal mit Zahltag.

00:01:43: Wir rechnen mit der Woche ab.

00:01:44: Ich schnappe mir die aktuellen Zahlen mit den Geschichten daneben und dahinter.

00:01:48: Erst die Meldung, dann das Abschweifen, das ist hier der Auftrag.

00:01:51: Heute... mit einem ganz besonderen Gast.

00:01:54: Er ist seit Jahren in ganz Deutschland berühmt.

00:01:57: Man kann fast schon sagen, seit Jahrzehnten.

00:01:59: Und er ist so berühmt, dass wenn er im Hotel einen Müsli und einen Tee bestellt, drei Leute kommen, um es zu liefern.

00:02:07: Ohnehin.

00:02:09: Ja,

00:02:10: das klässt du gleich.

00:02:11: Dann nenne ich nur nicht erst mal Handschneiden hier.

00:02:13: Ohnehin sollte man vor allem mit großer Erfurcht begegnen.

00:02:18: Was er kann, kann in diesen Dimensionen mit dieser Energie nur er.

00:02:22: Wer sagt Licht sei das schnellste im Universum, muss ihn absichtlich übersehen haben.

00:02:27: Auf der Bühne ist er eine Naturgewalt, ein Hurricane der guten Unterhaltung.

00:02:31: Er ist der Imperator der Improvisation und er hat eine geradezu furchteinflößende Reaktionsschnelligkeit.

00:02:38: Im Moment, in den unser Eins noch überlegt, wie man denn jetzt überhaupt reagieren könnte, hat er bereits acht Möglichkeiten überdacht, fünf weggeworfen und drei Puranten gesetzt.

00:02:47: Eine fiktive Großtante imitiert und beim Publikum einen neuen Zustand ausgelöst, das Staunenlachen.

00:02:54: Viel wichtiger aber, trotz seines Tempos und seiner Schlagfertigkeit besitzte eine ganz seltene Gabe.

00:03:00: Echte Empathie.

00:03:01: Wenn er mit Menschen interagiert und sie liebevoll vorführt, dann geschieht das nie.

00:03:06: von oben herab.

00:03:07: Er ist im allerbesten Sinne herzlich.

00:03:10: Er macht seine Zuschauer zu Co-Stars, er ist der Sturm, der einen mitreißt, aber am Ende auch sanft, wie der absetzt.

00:03:16: Mutmaßlich sieht er deswegen so unverschämt frisch aus, weil er bei jedem seiner Auftritte mehr Kalorien als ein Marathonläufer verbrennt.

00:03:23: Ein Hoch auf dem Meister der Mimik, den Paten der physischen Comedy.

00:03:27: und heute ist er mein Gast.

00:03:28: Der großartige Ralf

00:03:30: Schmitz.

00:03:31: Mein Gott, Daniel, ich hätte den noch stundenlang zuhören können.

00:03:35: Ich bin rot geworden.

00:03:36: Ich danke dir für diese Eloge.

00:03:38: Ich fühle mich tief geährt.

00:03:39: Ich fühle mich tief geährt und erkannt, tief erkannt.

00:03:42: Nein, im Ernst noch lieber, ich danke dir für diese Eloge.

00:03:44: Das war sehr, sehr, sehr lieb und sehr nett.

00:03:46: Und ich freue mich sehr, dass du mich gefragt hast, mich eingeladen hast und da bin ich jederzeit.

00:03:51: Ich muss mich ja irgendwie revanchieren, dass du überhaupt deine Zeit mit mir teilst.

00:03:54: Und das, was ich geschrieben habe, und ich gebe mir das dann relativ viel Zeit, um mich mal so ein bisschen in der Person gehen zu lassen.

00:04:01: Und ich habe eine Sache wieder einmal festgestellt.

00:04:03: Ich habe bei den großen Luxus, die ich sehr oft sehen zu dürfen, erleben zu dürfen, bei den besten Comedians Deutschlands.

00:04:08: Und mir ist gerade beim letzten Mal, als wir uns im Dezember gesehen haben, ist mir was aufgefallen.

00:04:12: Du kommst auf die Bühne und die Menschen schauen dich mit Garagentor großen Augen an, mit einer schier, sagen wir mal, erdrückenden Erwartungshaltung.

00:04:23: Weil... Sie ja wieder einmal von dir erwarten, dass du aus dem Nichts eine Welt sauberst.

00:04:28: Du hast ja zum einen dein Programm auf die neunte Tour kommen wir gleich noch zu sprechen, die jetzt wieder stattfinden wird oder die jetzt startet.

00:04:34: Aber vor allem hast du ja dieses unglaubliche Talente Improvisation und dann sitzen die dann da und hoffen, dass da wieder das passiert.

00:04:42: Erdrückt dich das nicht manchmal oder ist es einfach pure Freude?

00:04:45: Ja.

00:04:46: Es ist wirklich pure Freude.

00:04:48: Ganz wichtig bei Improvisationen, wenn man damit anfängt, eines der ersten Dinge, die man lernt bei Impro, kleine Exkurs, ist, äh, angstfrei zu werden.

00:04:55: Improvisationen funktioniert nur in Abwesenheit von Angst.

00:04:58: Und wenn man das irgendwann, möglichst am Anfang der Improkarriere, wenn man das irgendwie abschalten kann, also ganz geht das nie.

00:05:06: ein bisschen, ein bisschen Sorge, ein bisschen mal gucken, was jetzt kommt und so gehört immer dazu.

00:05:10: Das ist auch ganz wichtig, es hält einen Frisch, aber... Aber die Abwesenheit von Angst ist ganz entscheidend, sonst bist du nur damit beschäftigt und kannst ja nichts ausdenken.

00:05:16: Insofern halte ich mich, gar nicht damit aufzudenken, oh mein Gott, was erwarten die jetzt von mir?

00:05:22: Es ist generell kein guter Ratschlag, weil man dann was machen würde, was sich ausdenken, was vermeintlich wieder gefallen könnte.

00:05:32: Und das ist fatal.

00:05:33: Dann brauchst du viel zu lange in der IMPRO und auch generell, glaube ich, bei den Kolleginnen und Kollegen auch.

00:05:38: ist das eher ein großes Geschenk, wenn da Garagentor groß aufgerissene Augen, von denen du sprichst, da sitzen und das sind wie Vorschusslurbeeren.

00:05:46: Ja, also das Letzte kann nicht so schlecht gewesen sein.

00:05:49: Ihr wollt jetzt wieder so unterhalten werden, aber das ist eher ein Auftrag.

00:05:52: Das ist kein, nichts, was mich blockiert, Gott sei Dank.

00:05:55: Nee, das macht großen Spaß.

00:05:57: Wie übst du sowas?

00:05:58: Oder ist es einfach, ich sag jetzt mal, Natur gegeben, Gott gegeben, egal wie man es deutet?

00:06:02: Das passiert, wie gesagt, ganz am Anfang.

00:06:04: Das hin und wieder auch noch jetzt, wenn irgendwas passiert und man sagt, uuh, aber grundsätzlich übt man sowas tatsächlich am offenen Herzen, also auf der Bühne mit Publikum.

00:06:13: Das kannst du bei ihr... Kannst du das ja nicht... Du musst einfach auf die Bühne und das ein paar Mal ausprobieren und darauf hoffen, dass die Angst verschwindet.

00:06:20: Je öfter du das machst.

00:06:21: Das heißt ja nicht, dass du immer dasselbe machst, das geht aber im Grunde nicht, aber... Du lernst ein Gefühl für dich selbst, das ist so die Arbeit bei Impro.

00:06:28: Du tunst dich ein, du glaubst dir irgendwann selbst, dass dir schon etwas einfallen wird.

00:06:34: Und wenn du dadurch so eine gewisse Sicherheit bekommst, dann trägt die dich.

00:06:39: Und wenn du dann noch dazu lernst, dass man immer den ersten Gedanken nimmt und dich lange überlegt zum Beispiel, oder dass man sich nicht aufhält mit bewerten, also mit Bewertungen

00:06:49: etc.,

00:06:49: was das selber ist, dann Dann kriegst du so ein kleines Portfolio, wie man sich der offenen Situation überlässt.

00:06:57: Und dann mach dich das süchtig, weil wenn es dann funktioniert, ist es jedes Mal, in jeder Minute, in jeder Sekunde, magisch.

00:07:06: Du bist im finalen Stadium deiner aktuellen Tour Schmitzfindigkeiten.

00:07:11: Wenn ich das richtig recherchiert habe, bist du April, glaube ich, noch.

00:07:14: Genau.

00:07:15: Und jetzt schon angekündigt, ist dein ... Und da hoffe ich auch, dass ich richtig recherchiert habe.

00:07:19: Dein neuntes Programm, Schmitzman.

00:07:22: Ab Herbst, zwei tausend sechsundzwanzig geht's los.

00:07:23: Das

00:07:24: ist Zehnte.

00:07:24: Das ist Zehnte sogar schon.

00:07:26: Zehn Programme kann man das, also ich versuche zu ergründen, wie es ist, wenn man eigentlich wissen müsste, dass man als einzelne Person die deutsche Comedy über so viele Jahre nicht nur begleitet, sondern geprägt hat.

00:07:38: Verstehst du das für dich?

00:07:41: Du meinst, ob ich verstehe, dass ich an dieser Prägung beteiligt gewesen bin?

00:07:44: Dass du ein ganz entscheidender Teil für Humorbildung in Deutschland bist.

00:07:48: Also wirklich nicht.

00:07:50: Nee, ich habe immer einen Gefühl in mir drin, vielleicht liegt es im Pro.

00:07:55: Es geht gerade los.

00:07:56: Es ist jeden Abend aufs Neue und generell in der Karriere oder was auch immer ich habe.

00:08:03: Das heißt nicht, dass ich nie zurückgeguckt und mich über Dinge freue und so.

00:08:05: Und bei ein paar Sachen sehr froh bin, dass ich das machen durfte.

00:08:09: Nein, nein, ich erinnere mich schon, aber es ist nicht so, dass ich, wie soll ich sagen, darauf jetzt stolz, groß stolze oder mich darauf ausruhen war.

00:08:17: Es klingt alles so bescheiden, aber ich meine es noch nicht mal bescheiden oder unbescheiden, sondern Tatsächlich ist mir das, wenn du mich so direkt fragst, übrigens eine sehr tolle und interessante Frage, die mich schon nie gefragt worden, ob ich weiß, dass ich an dieser Prägung von dir durchsprichst, beteiligt gewesen bin.

00:08:33: Ist mir noch nie in den Sinn gekommen, dass ich da irgendwie einen Teil dran hatte.

00:08:37: Weißt du ja auch nichts, was mir aus dem Kreuzziel?

00:08:40: Du bist ja so lange präsent und du bist ja nicht deswegen präsent, weil nichts anderes angeboten werden würde.

00:08:46: Aber du verkaufst immer noch die Heilen aus.

00:08:47: Du bist immer noch der Mann, bei dem die Massen ausrasten, wenn wir in einer Ensemble Show unterwegs sind.

00:08:53: Weil du deine Welt anbietest.

00:08:55: Es gibt viele Angebote im Bereich Comedy oder im Bereich Unterhaltung.

00:08:58: Aber du hast ja deine Welt gefunden.

00:08:59: Du warst im Fernsehen mit erfolgreichen Formaten auf fast einen Sinne unterwegs.

00:09:04: Dating Shows hast du komplett neu definiert.

00:09:06: Das muss man auch mal sagen übrigens.

00:09:07: Diese Show ist ja durch dich also ein Renner geworden.

00:09:12: Deswegen sage ich... Man muss manche Leute manchmal, ich hab das Gefühl, man muss Leute, die Gigantisches geleistet haben, manchmal daran erinnern, weil sonst fällt das ja immer wie so eine Karriere, wie so ein Dezug durch einen selber durch.

00:09:23: Ja, das geht runter wie ölig.

00:09:25: Danke dir sehr, aber andererseits, sich darauf ausrum bringt ja auch nichts.

00:09:28: Also, dass man sagt, ja, boah, was war, ich find' toller Kerl, das ist mir gut gelungen.

00:09:31: Da kann man sich so im stillen Kämmerlein beim guten Glas Wein auch mal drüber freuen, sollte man auch.

00:09:35: Also ständig nur rennen und gar nicht genießen ist auch blöd, aber grundsätzlich... bin ich in Gedanken immer schon in den nächsten drei Projekten und im nächsten in der nächsten Show, die ich jetzt auch vorbereite, Schmitzman und nach anderem Fernsehprojekte und so.

00:09:48: Also das ist schon meine Aufgabe, mein Job und natürlich ist es toll, dass ich das alles machen durfte.

00:09:57: dass das Teil haben durfte an der Gesamtentwicklung.

00:10:00: Okay, wunderbar, freut mich sehr.

00:10:02: Und wenn du sagst, die eigene Welt mitbringen, ich finde immer wichtig, dass man sich, du hast es eingangs auch erwähnt, dass man sich auf Augenhöhe begegnet.

00:10:10: Und das ist vielleicht so ein bisschen was, was sich durchzieht, dass sich sowohl in der Impro als auch in der Moderation als auch sonst den Menschen.

00:10:17: natürlich lachen wir über Macken und über Kleinigkeiten und blöde und lustige Antworten von mir selbst, aber auch von den Kandidatinnen, Kandidaten oder auch von Zuschauern und so weiter.

00:10:25: Aber wir lachen miteinander.

00:10:26: Und das ist, glaube ich, das Entscheidende, was die Leute hoffentlich auch so mitnehmen, weil mir das so wahnsinnig wichtig ist.

00:10:33: Bevor wir zu den tagesaktuellen Sachen kommen, interessiert mich eine Frage ganz besonders, weil ich sie gerade jetzt es entdeckt habe, dass es so ist, wie es ist.

00:10:40: Wenn man sich das herleitet, klingt das ganz logisch, aber die meisten Leute werden das nicht wissen.

00:10:44: Ein Mensch, der in der Größenordnung wie du spielt, muss diese Veranstaltungslocation ewig im Vorfeld buchen und dann mindestens man sagt dann im Bleiste festhalten oder wenn man so bekannt ist wie du gleich in Steinmeißeln, da kommt der Kollege Schmitz.

00:11:00: Du kannst mir doch nicht erzählen, weil ich glaube, du hast dann die Heine schon vor zwei Jahren gebucht.

00:11:04: Über einen Daumen.

00:11:05: Stimmt das?

00:11:06: Mindestens.

00:11:07: Siehst du?

00:11:08: Weißt du dann schon, dass dann Schmitzmann am Ende kommt?

00:11:11: Weil ich habe, ich füttere die Frage mit einem Fakt an.

00:11:14: Simon Piers war gerade hier in meinem Podcast und der startet demnächst mit seinem Programm und der hätte noch nicht einen Wort geschrieben.

00:11:24: Ich hätte jetzt den Satz auch für dich beenden können.

00:11:26: Der hätte ich auch gewusst.

00:11:31: Ja gut, bei mir im Pro kann es ja ohnehin nicht vorschreiben.

00:11:34: Das heißt, der Hälfte des Programms, mein Programm teilt es ja mal auf so.

00:11:37: Wenn man sich das zusammenziehen würde, die Hälfte der Zeit im Programm ist improvisiert, etwas drüber und der andere Teil den bring ich mit.

00:11:44: Na klar ist es nicht so, dass man zwei Jahre vorher schon das komplette Programm auf das letzte Wort fertig hat, das geht gar nicht.

00:11:50: Aber was ich habe ist, ich sammle ja ganz viele Ideen, schreib die auf, skizziere die schon mal, die ein oder andere Idee habe ich dann schon ausformuliert und so weiter.

00:11:57: Also das passiert schon.

00:11:59: Ich arbeite auch, ich denke ja auch manchmal so in Nummern, nicht nur in Stand-ups und so und dann.

00:12:03: Versuche ich da einen Kniff reinzukriegen oder irgendwas zu knacken, weil ich die Idee, die Grundidee schön finde und so weiter arbeite ich dann länger dran.

00:12:09: Aber fertig ist das Programm zwei, manchmal drei Jahre vorher.

00:12:13: Natürlich noch nicht, klar.

00:12:15: Ist es denn jetzt fertig?

00:12:17: Nein, ist immer noch nicht fertig.

00:12:19: Das

00:12:19: ist ja auch noch fast ein Jahr.

00:12:21: Ja, ist

00:12:21: noch ein bisschen.

00:12:23: Zumal man ja auch, mach ich wenig, aber auch noch so ein bisschen aktuelles Geschehen auch noch mit einbaut.

00:12:27: Ja, das machen wir jetzt.

00:12:28: Guck mal, wir trainieren jetzt aktuelles Geschehen zusammen.

00:12:30: Ich bin so gespannt, weil du ja selten privat ist, völlig zu Recht selten privates verrätst, aber umso spannender ist es, wie du so persönlich die Welt siehst.

00:12:38: Das sind die Themen für heute in Zeitag.

00:12:41: Drei.

00:12:42: Säulen des Soft-Reset.

00:12:44: Das ist gerade der Internet-Hype.

00:12:46: Soft-Reset.

00:12:47: Keine guten Vorsätze, sondern weniger Reibung im Leben, um sich besser zu fühlen.

00:12:51: Klingt gut, können wir das auch?

00:12:53: Im Louvre gibt's nichts Neues.

00:12:54: Alle, die den Podcast hier lieben, wissen, ich bin begeistert von diesem Louvre Verbrechen.

00:12:58: Dafür ist klar, in der Sparkasse Gelsenküchen geht's los.

00:13:02: Zehntausend.

00:13:03: Die Ermittler rund um den Sparkassenraub in Gelsenküchen kämpfen sich gerade durch zehntausend Stunden Videomaterial von Überwachungskameras.

00:13:11: Die News aus Nordrhein-Westfalen deuten auf kreative Vollprofis hin.

00:13:15: Die haben nämlich, komme ich jetzt gerade raus, eine DNA-Granate in den Tresorraum geworfen.

00:13:21: Was das ist und was das alles mit der Aschenbecherbande zu tun hat, gleich.

00:13:28: Vietnam wird das erste Land der Welt, in dem Online-Werbung ab fünf Sekunden überspringbar sein muss.

00:13:33: Was halten wir davon?

00:13:36: Siebzig Minuten, um genau zu sein, sogar zweiundsiebzig Minuten Monolog, das ist der Auftritt der Woche weltweit.

00:13:42: US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

00:13:46: Dürfen wir jetzt aufatmen oder müssen wir eigentlich noch mehr Angst haben?

00:13:51: Zwei-tausend sechshundert acht Komma acht Milliarden Euro.

00:13:56: Ein neuer Rekord.

00:13:57: So viel Schulden haben wir, so viel wie noch nie.

00:14:00: Das Statistische Bundesamt hat neue Daten veröffentlicht und die sagen uns, Wir haben in einem Quartal nochmal zwei Komma eins Prozent obendrauf gelegt.

00:14:08: Sind wir jetzt für immer in der Schuldenfalle, Herr Merz?

00:14:11: Das sind die Themen für heute und wir legen los mit den drei Säulen.

00:14:15: Reif bist du ein Mensch der Vorsätze?

00:14:17: Nein, bin ich nicht.

00:14:19: Wenn ich das Gefühl habe, ich muss was ändern, dann versuche ich das sofort zu

00:14:21: tun.

00:14:22: Also du wartest nicht auf den einen großen, das eine große Datum und dann machst du was anderes.

00:14:26: Nee, nee, da ist immer eine Ausrede.

00:14:27: Das ist immer, ich fang später da mit einer, fang direkt an.

00:14:30: Dann ist auch der Schmerz nicht so groß, weil du hast ja, wenn du sagst, okay, ich fang jetzt am ersten, ersten, im Jahr.

00:14:35: Jetzt sieben, zwanzig fange ich dann an, da höre ich auf mit Rauchen und so weiter und so weiter.

00:14:38: Rauchen ist vielleicht was Spezielles, weil da braucht man manchmal so ein bisschen Vorlauf, aber grundsätzlich mit Vorsetzen.

00:14:43: Und dann hab ich das darauf hin, die Angst wird größer.

00:14:46: Wenn du eine Diät machen willst, was auch immer man sich ausdenkt, dann ist du vorher noch viel mehr, damit er hinterher bei dir weniger ist.

00:14:54: Also das ist alles Käse.

00:14:55: Und nochmal, der Schmerz, Puff ist passiert, einfach ist meistens besser.

00:14:58: Ich sage nicht, dass mir das immer gelingt.

00:14:59: Das klingt so klug, aber das gelingt mir natürlich auch nicht immer.

00:15:02: Aber grundsätzlich halte ich es eher so.

00:15:05: Ich hab nämlich einen Trend ausfindig machen können und der ist der Soft Reset.

00:15:08: Drei.

00:15:08: Drei sollen der leichten Anpassung sollen uns glücklicher machen.

00:15:12: Aha.

00:15:13: Das ist gerade die Antwort des Internets auf diesen immensen Druck, den wir uns alle am Anfang Januar machen.

00:15:18: Keine Hardcore-Dieten mehr.

00:15:19: Also nicht mehr fünf Uhr morgens Routine durchballern oder das Leben komplett umkrempeln.

00:15:24: Was meistens machen wir uns nix vor, nach zwei Wochen schon zum halben Burnout führt.

00:15:28: Ja.

00:15:28: Der Soft Reset ist also eher Sanftheit und Realismus.

00:15:32: Der Kerngedanke ist, weniger Reibung im Alltag zu haben.

00:15:35: Also anstatt zu sagen, ich jogge jetzt ab morgen zehn Kilometer, soll man lieber sagen, ich ziehe mir heute einfach mal die Sportschuhe an und gehe fünf Minuten vor die Tür.

00:15:44: Klingt doch gut.

00:15:45: Was hast du als letztes verändert?

00:15:47: Ich habe ja schon vor Jahren alles verändert und optimiert.

00:15:49: Also da ist jetzt nicht mehr viel über.

00:15:52: Du bist schon perfekt.

00:15:53: Nein, absolut schon seit Jahrzehnten.

00:15:56: Ich habe mir tatsächlich vorgenommen, mehr kochen, mehr frisch und so weiter.

00:16:00: Das war das Letzte, was ich mir vorgenommen habe.

00:16:02: Ist ja auf Tournee auch gar nicht so einfach.

00:16:06: Mit selber kochen im Auto auf dem Weg zum nächsten Geck ist ein bisschen schwierig, aber mit der einen oder anderen Kochplatte geht das schon, deinem Ernst.

00:16:14: Ich habe mir vorgenommen, dass hell ich etwas weniger ist jetzt nicht so der Junk Food Freak, aber das kommt natürlich schon mal vor zwischen Tür und Angel und da habe ich mir vorgenommen, dann eher darauf zu verzichten, beziehungsweise auf frische Sachen zu achten.

00:16:26: Das war so das letzte.

00:16:27: Bist

00:16:28: du dann jemand, der dann um dieses Vorhaben zu unterstützen oder Sexy zu gestalten?

00:16:33: Man braucht ja auch, muss ja mal ein bisschen so, bisschen gerichtige Richtung schubsen.

00:16:36: Bist du auch einer, der dann so richtig viel Equipment kauft?

00:16:38: Also so hier und da noch was Cooles, eine geile... Ja natürlich.

00:16:41: Was hast du gemacht?

00:16:42: Ja klar, also beim Kochen kaufst du eine neue Pfanne und dann kaufst du die hier noch und den neuesten Thermomix und keine Ahnung, also das ist natürlich alles.

00:16:48: Das Equipment muss stimmen und wir kennen das alle.

00:16:50: Du hast das Super Equipment, hast alles zusammen.

00:16:53: Kannst aber nix.

00:16:54: Und das ganze nix und dann hast du irgendwann auch... kein Bock mehr und dann steht das rum.

00:16:58: Aber das Equipment ist toll.

00:17:00: Natürlich ist das Quatsch, natürlich muss man anfangen und das Equipment kommt danach, bis irgendwelche im Laufe der Zeit, weil sonst beschäftigt es so mit... dich viel zu sehr mit dem Drum herum, anstatt mit dem eigentlichen Kern, ist ja klar, die Wahrheit liegt auf der Hand, ein offenes Geheimnis.

00:17:11: Aber trotzdem bin ich so jemand.

00:17:13: Ja, ja, das schmeißt dran.

00:17:15: Es

00:17:15: ist denn eine Kupferpfanne geworden.

00:17:16: oder was hat Herr Schmitz gekauft?

00:17:18: Oh, bei Pfannen könnte ich der jetzt.

00:17:21: Das kannst du dir nicht vorstellen.

00:17:22: Was ich an Kommentaren, an Bewertungen gelesen muss, gibt ja auch bekloppte Leute, die sagen, na das Paket gibt einen Stern, vielleicht nur einen halben kann man ja nicht geben, weil der Stiel ist auf der linken Seite, auf der rechten, was natürlich Quartus muss die Pfanne nur drehen.

00:17:34: Also es gibt ja welche Bekloppte, da muss man wirklich aufpassen.

00:17:38: Zwischen den Zeilen lesen, Leute, ist das die Lösung.

00:17:42: Aber bei Pfannen tatsächlich bin ich jetzt nicht auf eine Kupferpfanne, die ist mir einfach zu schwer.

00:17:47: Die Beschichtungen lösen sich alle.

00:17:49: Es ist tatsächlich nicht so leicht, es ist wirklich nicht so leicht.

00:17:52: Ich habe eine Edelstahlpfanne jetzt, genau.

00:17:54: Ich habe Edelstahlpfanne, ich bin schon diverse Mal an Edelstahlpfannen verzweifelt.

00:17:58: Bei Edelstahl weiß ja jeder, das ist richtig leicht.

00:18:00: Total.

00:18:01: Edelstahl ist auf jeden Fall viel leichter als... Als Kupfer, du Arschgesicht.

00:18:06: Was?

00:18:07: Ich hab nur zugehört.

00:18:09: Aber Edelstahl, das ist mir neu.

00:18:10: Also Edelstahl, nein, das ist deine große Stärke.

00:18:13: Ich nehme das zurück.

00:18:15: Edelstahl, hab ich gehört, ist dann gut, wenn man die Hitze vorher richtig hochschraubt.

00:18:20: Ja, das stimmt, du hast recht.

00:18:21: Aber ich seh schon, du hast dich wirklich damit auseinandergesetzt.

00:18:23: Ich hab mich damit auseinandergesetzt und jetzt hab ich eine Edelstahlpfanne und das ist alles klar, trotzdem nicht.

00:18:27: Das ist großartig.

00:18:28: Aus der großen Überleitungsschule der Moderatoren Römisch II, was ihr auf der Pfanne haben müsst, um diesen Trend mitzumachen, ihr müsst die drei Säulen kennen, die habe ich gerade angesprochen.

00:18:36: Es gibt nämlich jeweils eine Möglichkeit.

00:18:38: Einmal im digitalen Raum, da es empfohlen, ungenutzt selbst einfach löschen, damit die den Hintergrund verändern, damit man im Kopf auch sauber macht, alles, was aufgeräumter aussieht, macht auch im Kopf mehr Platz.

00:18:48: Drei nervige Newsletter abbestellen und gerne mal den Nicht-Stören-Modus konfigurieren.

00:18:52: Das ist der erste Tipp.

00:18:53: Dann im physischen Raum, also im... Habt ihr alle schon gemacht?

00:18:56: Hast du gemacht?

00:18:56: Super!

00:18:57: Habe

00:18:57: ich alles gemacht, genau das habe ich alles gemacht.

00:18:58: Dann im physischen Raum das Bett frisch beziehen, nur eine Schublade aufräumen, eine Duftkerze anzünden und mal die Kaffeemaschine gründlich reinigen.

00:19:07: Das klingt natürlich für organisierte Profis total lächerlich, aber ich glaube im Kleinen ist der Erfolg.

00:19:11: Nicht so ein Berg, so Mount Everest als Ziel ausgeben, sondern vielleicht mal Harz brocken oder so.

00:19:17: Ja, es ist ja auch gar nicht so einfach.

00:19:19: Man quatscht immer so, man geht mal von sich selber aus.

00:19:21: Man darf nicht vergessen, manche haben echt auch einen unfassbaren Alltag.

00:19:24: Ich sage nicht, dass wir nichts zu tun haben, aber wenn du jetzt zwei Kinder hast, die müssen aus der Schule abgeholt werden, der einen aus dem Kindergarten, der andere Dings und dann... Beide sind berufstätig.

00:19:32: und was was ich und dieser ganze tägliche Wahnsinn.

00:19:34: und dann sollst du noch die Kaffemaschine sauber machen, da zeigt der einen ein Vogel und sagt, ich bin froh, dass da morgens zwei Tassen rauskommt.

00:19:40: Noch, also da mache ich doch nicht die Kaffee, weil soll ich das ja noch machen.

00:19:43: Also eben ist natürlich auch immer eine Frage der Umstände.

00:19:45: Also im Kleinen Anfang deswegen diese Soft Theorie finde ich eigentlich eine coole Geschichte.

00:19:50: Nur die Duftkärze, die möchte ich schon.

00:19:52: Die

00:19:52: Duftkärze muss ja nicht jeder machen.

00:19:53: Aber der dritte Raum und das ist vielleicht für viele noch der Wichtigste, weil man sich da so ungern ran traut, weil es ja mit Vielleicht auch mit Charme verbunden ist, der mentale Raum.

00:20:01: Vielleicht mal nur eine Seite im Tagebuch schreiben oder drei Wörter oder eine Playlist für gute Laune erstellen und den Kalender für das nächsten Wochenende mal bewusst leer lassen.

00:20:11: Kannst du gut alleine?

00:20:13: Ja.

00:20:15: Ich finde auch Langeweile wird total unterschätzt.

00:20:17: Es ist jetzt nicht so, dass ich Langeweile suche, aber Lehrlauf, du nennst es Lehrlauf, ist im Grunde dasselbe.

00:20:23: Langeweile entstehen, das heißt ja nicht, dass man Monate lang zu Hause sitzt und ich weiß, was man tun soll.

00:20:28: Sondern es geht darum, dass man erst mal wieder in diesen Zustand kommt, damit das Gehirn sauber machen kann.

00:20:32: Ich meine, das ist genau das, was es wahrscheinlich sagen soll.

00:20:35: Deswegen bin ich ein großer Freund, auch mal davon zu sagen, okay, wie du ruhig sagst, da nehme ich mir mal nichts vor.

00:20:40: Es kommt jetzt nicht so häufig vor, das gebe ich zu.

00:20:43: Aber generell so gesellschaftlich, finde ich, wird das bei allen, drei tausend E-Mails pro Tag und fünf Social Media Accounts und man kann sich immer irgendwie triggern lassen.

00:20:54: Das wird total unterschätzt, dass man noch nicht mehr aus Klo gehen kann, ohne sich irgendwas anzugucken.

00:20:58: Und du sagst, nee, nee, langweile dich mal, denn dann entsteht Kreativität.

00:21:02: Das brauchen wir im Job ohnehin, aber das braucht eigentlich jeder Mensch.

00:21:05: Schöne Überschrift, langweile zulassen.

00:21:07: Ja, ganz wichtig.

00:21:08: Stark.

00:21:09: Ich möchte dich nach Gelsenkirchen entführen.

00:21:11: Oh, klingt das nach einem romantischen Date für dich.

00:21:13: Ich bin dabei.

00:21:14: Auf gehts.

00:21:15: Zehntausend Stunden.

00:21:17: Zehntausend Stunden, also ein Jahr und knapp einundfünfzig Tage.

00:21:21: So viel Videomaterial müssen die Ermittler gerade aus der Umgebung analysieren, um die Fluchtfahrzeuge vom Sparkassenraub irgendwie zu finden.

00:21:28: Wo sind die hingefahren?

00:21:29: Angeblich Richtung Berlin oder Hannover.

00:21:32: Also erstmal Richtung Hannover, dann Berlin vielleicht.

00:21:35: In Frankreich hat man ein bisschen einfacher.

00:21:36: Da gab es jetzt ja neue Videos von diesem Louvre-Raub.

00:21:39: Die haben eigentlich nur verdeutlicht und das stützt immer mehr diese These.

00:21:42: Das waren Amateure, die haben da einfach nur ein gutes Ding gefahren.

00:21:46: Cool.

00:21:46: In Gelsenküchen allerdings waren es wohl richtige Superprofis.

00:21:51: Richtig in die Tiefkiste haben die gepackt.

00:21:54: Verfolgst du die beiden Sachen, weil ihr mich begeistert beides aus unterschiedlichen Gründen?

00:21:58: Ja, also verfolgen ja.

00:22:00: Wenn ich drauf stoße in den Medien, dann lese ich mir den Artikel durch, absolut.

00:22:04: Aber ich suche nicht danach, das gestehe ich.

00:22:07: Ich finde es nur spannend, wenn du sagst, man muss da über ein Jahr quasi sichten.

00:22:11: Dann frage ich mich, in Zeiten von KI und AI müsste es doch, was das selbe ist, natürlich müsste man doch eigentlich, zumindest als Unterstützung, die einfach da draufhetzen und sagen, hier such mal Auto X oder such mal Auffälligkeiten Y. Also das müsste theoretisch doch gehen, oder?

00:22:26: was voraussetzt, dass das digitale Kameras sind.

00:22:28: Wenn die dann noch Bänder haben oder analoge Kameras, dann ist das vielleicht nicht so einfach möglich.

00:22:31: Und am Ende des Tages muss ja immer noch irgendwie eine Kommissarin oder ein Kommissar in dieser Bau-Bora, nennt sich ja diese Soko, irgendwie dann doch angucken, um zu verifizieren, ist das richtig oder ist da einer irgendwie zu Fuß lang gelaufen, verrückt.

00:22:44: Aber grundsätzlich stellt man jetzt fest, und was bekannt geworden ist, Die Täter haben in Gelsenkirchen extrem professionell und auch extrem kreativ gearbeitet, um die DNA-Analyse zu sabotieren.

00:22:57: Ich stelle dir folgendes vor.

00:22:58: Die Spurensicherung der Sondereinheit brauchte jetzt mehrere Wochen überhaupt erst mal die ganzen Proben im Tresorraum zu analysieren.

00:23:05: Und dabei stellt sich raus, die Einbrecher haben gezielt menschliche Haare verteilt, bei denen es sich vermutlich um Abfälle aus Friseursalons handelt,

00:23:14: um

00:23:15: ihre eigene DNA zu verstecken.

00:23:17: Ist das krass?

00:23:18: Das ist krass.

00:23:19: Das heißt, ihre eigene DNA ist irgendwo drunter, aber die könnten rein theoretisch immer sagen, ne, wieso?

00:23:23: Ich war nur beim Friseur.

00:23:24: Das ist natürlich... Vor allem ist sie erstmal nicht zu finden.

00:23:26: Also was ich hier schon im Podcast gesagt habe, die haben mit Säure gearbeitet, deswegen musste man erstmal mit Atemmasken in diesen Trisorraum rein, damit er das meiste schon mal zerstört ist.

00:23:34: Und jetzt ist es so... Und da ist das für die Ermittler ein klares Indiz dafür, dass das hochprofisselle Kriminelle sind, die die kriminaltechnischen Methoden alle genau kennen.

00:23:44: Ja.

00:23:45: Und jetzt ist das ja der Auftrag dieses Podcasts.

00:23:47: Ich schweife ja gerne ab.

00:23:49: Ja.

00:23:49: Und deswegen habe ich mir genau dieses DNA-Ding jetzt genommen, um die größten DNA-Problemfälle der Geschichte hier mit dir zu präsentieren.

00:23:55: Ich

00:23:55: bin so gespannt.

00:23:56: Früher nämlich, und das ja die Erkenntnis daraus, haben ja Verbrecher versucht, Die Nadel, wir sagen, ihre Spur mitzunehmen oder gar nicht erst zu verursachen.

00:24:04: Ja, heute lassen sie die Nadel einfach liegen, weil die wissen, man kann die DNA gar nicht perfekt verstecken, fügen aber fünf weitere Lastenwagen-Ladungen heu einfach dazu und dann soll die Forensik mal zusehen.

00:24:14: Die haben dann nicht, oder die lahmt da nicht ein Mangel am Beweisen, sondern er stickt im Überfluss.

00:24:18: Und das ist der Trick.

00:24:19: Das ist der Trick.

00:24:21: Das nennt man DNA-Clauding oder Forensisches Rauschen, habe ich festgestellt.

00:24:26: Und Fopich und Niederhör,

00:24:27: total

00:24:28: krass.

00:24:29: Und diese Vorbild für diese Haaraktion waren wohl Zigaretten.

00:24:32: Und das möchte ich dir jetzt vorstellen.

00:24:34: Der Ursprung war wahrscheinlich der große Zigaretten-Transfer, der Fall von David Butler in England.

00:24:40: Das ist ein richtiges Wahnsinn aus der Kriminalgeschichte, weil DNA nicht immer bedeutet, dass man genau wusste, was da passiert.

00:24:47: Der Fall, David Butler war in Großbritannien so etwas wie Meinsteiner Rechtsgeschichte, ist die DNA erstmals polizeilich erfasst worden, nachdem bei seiner Mutter eingebrochen worden war.

00:25:00: Er hatte da ein Zigarettenstummel liegen lassen und die Ermittler haben damals fälschlicherweise den mitgenommen und als Beweis für Täter gespeichert.

00:25:08: Also seine DNA war dann durch den Zigarettenstummel in dieser Kategorie oder in der Datenbank mutmaßlicher Täter.

00:25:17: Sieben Jahre später ist eine Frau in Liverpool getötet worden, eine Prostituierte damals und man konnte keine Übereinstimmung finden.

00:25:25: Zwei Tausend Elf dann.

00:25:26: im Rahmen einer neuen Analyse von DNA Cold Cases hat man unter den Fingernägern des Opfers seine DNA gefunden.

00:25:35: Weil der ja gespeichert war, wusste man, wo man suchen muss und daraufhin wurde der festgenommen und angeklagt, aber er beteuerte immer wieder seine Unschuld.

00:25:47: Und dann im Februar, der Freispruch, weil, Achtung, und jetzt kommt's, Butler hat als Taxifahrer gearbeitet, super viel geraucht und Fahrgäste haben seine DNA, Hautschuppen und Speichelspuren aus dem Taxi an ihrer Kleidung zum Tatort gebracht.

00:26:04: Ist das bitte krass?

00:26:05: Man hat mich rausgefunden, dass er eine ganz besondere Hautkrankheit hat und deswegen sehr viele Hautschuppen verloren hat.

00:26:12: Das ist unglaublich.

00:26:13: Diese DNA war dann quasi der Träger, die dann auf den Tatort gekommen ist.

00:26:18: Und man konnte feststellen, er war es am Ende nicht.

00:26:21: Aber zwischendurch dachte man, ja klar, haben wir ja.

00:26:23: Ja klar, wir haben ja DNA Beweis.

00:26:24: Also ich so, man darf eben keinen Beweis trauen.

00:26:26: Das erst mal, also das ist alles eben nicht immer so eindeutig, wie man denkt.

00:26:29: Aber das ist schon erstaunlich, schon mal vor der Fests noch Taxi und beteuert deine Unschuld und kein Mensch glaubt dir.

00:26:35: Und du bist der Einzige, selbst deine Frau vielleicht nicht und sagt, ich stehe zu dir, aber... Aber der ist nur mal deine DNA.

00:26:40: Du musst ja am Tatort gewesen sein.

00:26:42: Nein, ich war Taxi, ich war doch, ja, ja, alles klar.

00:26:44: Du wirst verhaftet, weil dann DNA bei einer prostituierten, bei einem Mord gefunden wurde.

00:26:48: Was sagt die Familie?

00:26:49: Dann ist doch erst mal Zweifel, oder nicht?

00:26:51: Ja, natürlich.

00:26:51: Richtig krass.

00:26:52: Na klar, lügst du jetzt.

00:26:54: Na klar sagst du, du warst es nicht.

00:26:55: Würde ich jetzt auch tun.

00:26:56: Klar, also Prostitution

00:26:57: und Mord

00:26:58: ist natürlich, willst du bei beiden nicht erwischt werden.

00:26:59: Also das ist natürlich schwierig.

00:27:01: Und dann bist du Mutterseelen allein.

00:27:03: Das musst du dir vorstellen.

00:27:04: Weil ja wissenschaftlich, wissenschaftlich quasi bewiesen wurde, dass du da bist.

00:27:08: Aber ich bin sehr froh, dass es nur in Anführungsstrichen für den Mann, nur ein Jahr, wenn ich das richtig verstanden habe, gerade nur ein Jahr gedauert hat.

00:27:15: Ich mein, das ist ja schon die Hölle.

00:27:16: Das erfüllt ja schon ein wenig ein ganzes Leben wahrscheinlich.

00:27:18: unter dem Druck, aber es gibt ja durchaus Fälle auch mit DNA, die liegen dann schon ein bisschen weiter zurück.

00:27:24: Nur Leute fälschlich angeklagt wurden und danach, dreizig Jahre mit DNA, dann wiederum die Unschuld bewiesen wurde, bzw.

00:27:30: durch Ferien.

00:27:31: Sorry.

00:27:31: Genau.

00:27:32: Ja, ist jetzt doof gelaufen.

00:27:33: Jetzt kriegst du hier noch zwei Bonbons und hundert Dollar und jetzt darfst du wieder raus.

00:27:37: Und du denkst ja, danke schön, das war mein Leben.

00:27:40: Wunderbar.

00:27:40: Also das ist ja noch viel krasser.

00:27:42: Und soll ich dir was sagen?

00:27:43: So ein Pfeil wie der?

00:27:44: der inspiriert Kriminelle.

00:27:46: Denn heute sagt man in der Mittlerkreise, dass dieser eine Fall, bei dem man gesehen hat, Moment mal, wenn wir was an den Tatort legen, was andere Leute ablenkt und auffällt, dann können wir dadurch profitieren.

00:27:55: Und das hat die Aschenbecherbande gemacht.

00:27:58: Die war in Israel und im ganzen Mittelmeerraum aktiver ungefähr zehn Jahren.

00:28:02: Die Methode von denen war so.

00:28:04: Die Täter gingen vor ihren Coups, bevor sie irgendwo eingebrochen haben, gezielt zu öffentlichen Aschenbechern von großen Einkaufszentren, belebten Cafés, und haben diese ganzen Behälter in riesengroße Popkorn-Tüten entleert, also so richtig große Beutel.

00:28:18: Nach dem Einbruch haben die dann immer Dutzende dieser Stummel im Objekt insbesondere anstellen, an dem man typischerweise Pausen macht oder Schmiere stehen würde, also richtig großkonzeptional gedacht, haben die dann diese Stummel ausgelegt.

00:28:32: Das Chaos war dann klar.

00:28:33: Die Spurensicherung hat dann DNA von zwanzig, dreißig, fünfzig verschiedenen Personen an den Tatorten gefunden.

00:28:39: Und musste natürlich erstmal all diese Leute ausfindig machen und vernehmen.

00:28:43: Und das Ergebnis war, das waren alles völlig unbescheutene Bürger, die überhaupt nicht wussten, dass da was passiert.

00:28:48: Die waren zur Tatzeit meilen entfernt.

00:28:50: Der Effekt aber, die Ermittlungsbehörden verschwendeten Monate damit, Alibis zu beprüfen von Leuten, die da nie waren.

00:28:56: Und die Spur auf die echten Täter war längst kalt.

00:28:59: Ja, Wahnsinn.

00:29:00: Unglaublich.

00:29:01: Und das führt genau zu dem, was wir jetzt gerade in der Gelsenkirchen sehen.

00:29:05: Ich habe nämlich rausgefunden im Darknet, also nicht im Internet, dass du und ich benutzen.

00:29:10: Du bist im Darknet unter mich?

00:29:11: Also ich weiß, wie man da reinkommt.

00:29:13: Aber das ist mir auch schon ein bisschen unheimlich.

00:29:16: Über so ein Tor, Brause aus, das ist nicht ganz unkompliziert.

00:29:19: Und im Darknet gibt es Gerüchte über den Handeln mit DNA-Kids.

00:29:23: Das heißt... Entweder hatten die Beräuber in Gelsenkirchen ja Zugang zu einem Friseursalon und haben da vielleicht Kontakte in die Szene oder haben selber Friseursalons und haben dadurch sehr viele Haare.

00:29:35: Oder

00:29:35: es gab einen großen Mülleimer hinter dem Haus.

00:29:37: Oder man hat sich DNA-Kids einfach gekauft.

00:29:40: Die kann man bestellen im Darknet.

00:29:42: Das sind Bäume mit Haaren, Zigarettenstummel, benutzte Papiertaschentücher von völlig fremden Personen, die man als forensik Abwehr-Set kaufen kann.

00:29:51: Das gibt es.

00:29:52: Das gibt's doch nicht.

00:29:53: Ich kann mir einen Forensik-Abwehr-Set kaufen.

00:29:55: Ja, in der Mittlerkreise nennt man das DNA-Granate.

00:29:58: Ist kein Witz.

00:29:59: ist ja unglaublich.

00:30:00: Also wenn du was Kriminelles vor hast, sagst du ja, ich bestell mir jetzt hier mal irgendwelche Beutel und dann habe ich dann, weiß ich, dann klau ich da was und dann schmarse ich da Sachen hin und fertig.

00:30:07: Aber das gelingt mir bestimmt nicht, das gestimmt mir nicht.

00:30:08: Ich lass dann die Bombe fallen, aber gleichzeitig, was wir aus Versehen nippe ich dann irgendwie am Kohlerglas und dann nahm sie mich, ihr habt kein Name.

00:30:13: Also ich lass das lieber, das finde ich.

00:30:15: Aber es ist ja auch immer so ein Kräftemessen, ne?

00:30:17: Ich meine, die Bösen gegen die Guten, die Guten gegen die Werder auch immer wer ist, aber wenn das jetzt, wenn es jetzt diese DNA-Bomben gibt, dann... Es wird wahrscheinlich der nächste Schritt sein, dass tatsächlich eine KI sehr bald in der Lage ist, das in Windeseile alles zu überprüfen.

00:30:33: Da schmeißt er irgendwie die Schaufel mit allen, die dann abruben, schmeißt sie rein und die hat dann irgendwie in zehn Minuten später alle... deren Aproben genommen und kann dann ausschließen, dass der eine da war und der andere da war.

00:30:42: Und was weiß ich fast alles.

00:30:42: Also ich denke mal, noch nicht bestimmt.

00:30:44: Also im Moment wird ja noch gefaxt, aber...

00:30:47: In Deutschland jedenfalls.

00:30:48: In Deutschland, genau.

00:30:49: Aber wer weiß, vielleicht ist es auch so, dass die KI, der andere KI, mit irgendwann mal irgendwas faxt, weil man ist anders nicht.

00:30:56: Geht ja keine Ahnung.

00:30:57: Aber es

00:30:57: ist tatsächlich total spannend, dass du das ansprichst.

00:30:59: Denn genau das ist jetzt die Zukunft.

00:31:01: Die haben ja nach jedem Tatort wird ja ein drei D-Scan vom Tatort gemacht.

00:31:05: Heutzutage auch in Deutschland schon.

00:31:06: Und es gibt wohl... Analyse durch künstliche Intelligenz die Muster von Tatorten beleuchten und dann eine Wahrscheinlichkeit ausrechnen und es ist wohl auch jetzt schon biologisch möglich.

00:31:17: Die Qualität von Spuren anhand des Alters irgendwie rauszufinden.

00:31:20: Klar hält das weiter auf, aber das ist tatsächlich möglich.

00:31:23: Es gibt eine Sache, die ich noch erzählen wollte.

00:31:25: Pink Panther war bei mir schon mal ein Thema.

00:31:27: Nicht das Comic, sondern eine legendäre Juwelendieb-Netzwerk-Truppe.

00:31:31: Die kommt vor allem aus dem Balkan, hat viele, viele Überfälle gemacht, war hier schon Thema.

00:31:36: Und die haben das noch einmal weitergedreht.

00:31:38: Auf ihren Tatorten war der Staubsaugerbeutel immer ausgelehrt worden.

00:31:44: Also, warum Staubsaugerbeutel?

00:31:46: Die haben Staubsaugerbeutel aus Hotels, aus Zügen genommen, wo hunderte Menschen natürlich ihre DNA hinterlassen haben, Hautschuppen, Haare.

00:31:54: Das ist die ultimative biologische Splitterbombe.

00:31:56: und danach war mit der Forensik natürlich nichts zu machen, weil das Hintergrundrauschen so groß war, dass sie nicht mehr entdeckt werden konnten.

00:32:03: Ist das krass, Warnel?

00:32:04: Das

00:32:04: ist echt krass.

00:32:05: Es ist unglaublich.

00:32:06: Aber nochmal, die Geschwindigkeit, glaube ich, wird ja zunehmend durch KI, durch AI.

00:32:10: Ich komme jetzt schon zum dritten Mal damit, aber ich glaube, dass das Nur dann hat wahrscheinlich, wenn wir so weit sind, dass die KI ... dass alles lösen kann und irgendwie in wenigen Augenblicken alles untersuchen kann, wo für Menschen irgendwie hundert Jahre brauen würden.

00:32:24: Dann ist natürlich auch die KI soweit, dass wenn als Verbrecher die KI vorherfragen kann, was muss ich denn tun, damit ich nicht entdeckt werde?

00:32:30: Und dann macht ihr die KI wahrscheinlich zwölf, zehn Vorschläge.

00:32:33: Drei davon sind Grütze, drei davon sind lustig, die anderen drei, vier kannst du machen.

00:32:37: Also das ist schon spannend, was da jetzt alles auf uns zukommt.

00:32:40: Aber ich find lustig, dass du so krimiologisch unterwegs bist.

00:32:43: Ich wusste gar nicht, dass es ein Kaliporgas ist, finde ich ja großartig.

00:32:46: Ich schwank ja von Krimi bis hin zu Quachy-Podcast.

00:32:50: Ich kann hier machen,

00:32:52: was ich will.

00:32:55: Die Frage ist ja, hat ein Ralf Schmitz in Klamann?

00:32:59: Hast du in einer dunklen Stunde mit einem Rotweinglas sich schon mal hingestellt oder hingesetzt in dein Arbeitszimmer?

00:33:03: Hast du die Türen zugemacht, damit es keiner sieht und hast geschrieben?

00:33:06: ChatGPT oder Gemina oder was wie die auch alle heißen, schreibt mir mal einen guten Witz für Schmitzmann.

00:33:12: Hast du so was schon mal probiert?

00:33:13: Oder ist

00:33:13: das

00:33:14: unter deiner Würde?

00:33:15: Nein, okay.

00:33:15: Nee, ich wollte ja probieren, wie gut ist die.

00:33:18: Noch gibt's keine Gefahr.

00:33:20: Noch.

00:33:21: Da kommt nur Schrott raus.

00:33:22: Noch.

00:33:23: Ich glaube, Humor ist tatsächlich so das Letzte, was ich glaube, dass er irgendwann alles kann, je nachdem wie viel sie lernen.

00:33:29: Aber ich glaube auch, wenn sie Humor knackt, also wenn sie dieses kreative Element im Humor, also den... den Bruch zwischen zwei verschiedenen Fallhöhen oder überhaupt eine Fallhöhe herzustellen.

00:33:40: Wenn sie das verstandert irgendwann und aus sich heraus etwas zu entwickeln, wenn die KI noch wendet sie ja nur an, glaube ich, wenn sie das aber irgendwann kann.

00:33:47: Ich glaube, dann sind wir auch Kursfutter-Singularität.

00:33:49: Also ich glaube, dann begreift sie sich auch als eigenständiges Individuum irgendwann.

00:33:53: Ich glaube, das ist, Humor ist dann ein guter Gradmesser.

00:33:55: Also wenn die KI einen besseren Witz macht als alle Komikerinnen und Komiker, Wenn sie da schneller und besser und vielfältiger ist, ich glaube, dann haben wir ein Problem, weil dann lebt sie.

00:34:03: Ich glaube, das geht Hand in Hand, weil du nochmal für den Humor und für eine Pro-Arnte und für eine witzige Überlegung und die Art des Erzählens, glaube ich, nicht, dass man dann ein toller Mensch ist oder etwas besser oder schlechter kann oder besser ist, das meine ich damit gar nicht, sondern, dass man so ein gewisses Verständnis für die Überraschung braucht, glaube ich.

00:34:22: Und man braucht halt diesen Impuls.

00:34:25: Woher auch immer der kommt in unserer Maschine, wir sind ja nichts anderes als eine biologische Maschine, dass unser Gehirn irgendwann sagt, du, was hältst du denn davon?

00:34:31: Und dann hast du eine Idee.

00:34:33: Und die kommt ja manchmal gefühlt aus dem Nichts.

00:34:35: Natürlich hast du vorher, zwei Tage vorher, eine Stunde vorher mit irgendwieem gesprochen, kann sich nur nicht erinnern.

00:34:39: Und das triggert irgendwas, weil dein Gehirn ohnehin schon so gebaut ist oder das geübt hat.

00:34:44: Aber trotzdem fühlt es sich ja so an, als kämen dir gerade diese Idee und die arbeitest du dann aus.

00:34:49: Wenn das die KI irgendwann kann, spontan zu entscheiden, das ist eine gute Idee, da bleibe ich jetzt dran.

00:34:55: Da entwickel ich jetzt was, dann ist man natürlich an einem Punkt.

00:34:58: Aber noch klappt es nicht.

00:35:00: Jetzt muss ich ja wieder, ich muss insofern die Blutgeräte ansetzen, weil du gesagt hast, das heißt nicht, man kann was besser.

00:35:04: Ich glaube sehr wohl, dass ihr Comedians, ich rede jetzt mit dir und dass du etwas ganz Besonderes kannst.

00:35:10: Du hast ja durch deine Empathie, durch dadurch, dass du die Menschen verstehst, du musst sie ja erwischen.

00:35:17: Es ist ja immer eine Grenze Überschreitung und es ist immer der Spiegelvorhalt und sagt, so bist du.

00:35:21: Ach Scheiße, ja so bin ich und da kommt der Lacher.

00:35:23: Das heißt ja, die KI müsste Empathie so sehr können, dass sie versteht, wo wir denn erwischt werden.

00:35:29: Was ist denn unangenehm?

00:35:30: Und ich glaube, auf dieser Meta-Ebene dauert es noch sehr lange.

00:35:34: Also könnte ich mir denfalls vorstellen.

00:35:36: Gleichwohl und das habe ich auch gerade festgestellt, weil du mit so kleinen Kotwörtern arbeitest, du hast Singularität gerade erwähnt.

00:35:41: Du bist schon sehr im Thema, du liest dich ein, habe ich das gesehen.

00:35:45: Ja, total.

00:35:46: Ich bin durchaus auch interessiert, deswegen freue ich mich hier zu sein, weil du das auch bist.

00:35:49: Ich finde, die Bandbreite ist groß, sag ich mal.

00:35:52: Also das gesunde Halbwissen, ich steige in viele Themen, dann doch ein bisschen tiefer ein und belese mich und forsche auch nach und so weiter.

00:36:00: Wenn es mich interessiert und mich interessiert, auch umfassbar viele verschiedene Dinge.

00:36:03: Das heißt nicht, dass ich in allen jetzt bis ins letzte Detail alles weiß, um Himmels willen.

00:36:09: Aber so ganz nur an der Oberfläche rumfischen, finde ich dann auf Dauer auch so langweilig.

00:36:14: Gut bewaffnet für die ersten Meter, sag ich immer.

00:36:16: Ja, genau.

00:36:17: Ja, sehr gut formuliert, finde ich auch.

00:36:19: Also nicht nur für die Oberfläche.

00:36:20: Begleitet dich, wenn du tiefer einstieg.

00:36:23: Sein Singularität ist ja richtig runtergebrochen.

00:36:26: Die KI ist was eigenes.

00:36:28: Die KI ist für sich selbst.

00:36:29: Also das nächste Individuum neben uns ist ja runtergebrochen, ungefähr das Phänomen.

00:36:34: Ja,

00:36:34: die versteht sich selbst.

00:36:35: Ja, ich denke also bin ich etc.

00:36:37: Begleitet dich bei dem Gedanken.

00:36:39: eine Angst vor der Zukunft?

00:36:41: Klar, eine gesunde Angst, gesunde Vorsicht ist, glaube ich, sehr, sehr, sehr ratsam.

00:36:47: Der Trick ist, was heißt der Trick, der gelingt uns natürlich nicht, nicht wirklich.

00:36:50: Aber der Trick eigentlich ist ja, dass man sich auf beides vorbereitet, ohne großartig wieder jetzt in dem Fall auch Angst zu entwickeln.

00:36:57: Das heißt schon wach sein, schon die Dinge sehen und zur offenen Auge ist und ehrlich, so ehrlich wie möglich, wie das in unserer Blase, die wir subjektiv haben, sehen können und dann natürlich vom Das gute Hoffen, aber dass das negative durchaus auch mitfokussieren, ohne ständig in große Angst und Verfolgen durch die Gegend zu rennen.

00:37:19: Beides ist ja kontraproduktiv.

00:37:21: Also Angst ist schlechter Ratgeber, das zum einen, aber zum anderen.

00:37:23: Was ist das für ein Leben, wenn ihr die ganze Zeit nur in allem das schlechte vermutet?

00:37:26: Es lebt.

00:37:27: Wirst

00:37:27: du auch verrückt, genau.

00:37:28: Dann wirst ja deines Lebens nicht froh.

00:37:29: Das heißt, ich glaube, der Mittelweg ist tatsächlich wieder mal der Beste, dass man sagt, okay, ich hab beides im Auge.

00:37:36: Ich sehe die großen Vorteile, große, große Vorteile.

00:37:39: Aber ich muss auch verstehen, und damit muss man auch ehrlich sein, dass es auch große Nachteile mit sich bringen kann.

00:37:45: Es geht jetzt nicht nur um die Auslöschung der Menschheit.

00:37:47: Es geht ja auch schon viele Stufen vorher schon.

00:37:50: Wie ist der Übergang zum Beispiel?

00:37:51: Wie ist der Übergang?

00:37:52: die ganzen unangenehmen Arbeiten?

00:37:56: Was ist das?

00:37:56: Ich von Hofkehren über fünfzehntausend Formulare gleich ausfüllen müssen, in welchem Beruf auch immer.

00:38:02: Das wird mit Sicherheit relativ bald die KI übernehmen.

00:38:06: Aber was machen die Menschen, die das vorher gemacht haben, die das gerne gemacht

00:38:08: haben?

00:38:09: Was ist mit den Ausnahmen?

00:38:10: Du rufst irgendwo an, da ist immer ne KI dran.

00:38:12: Mit nem Menschen kannst du reden und sagen, ja, ich weiß.

00:38:14: Ich pass da in kein Muster, aber mein Problem ist nun mal Y und nicht X.

00:38:17: Die Individualität geht flöten.

00:38:19: Genau.

00:38:19: Dann sagt den KI, tut mir leid.

00:38:21: Nee, noch.

00:38:23: Für diesen Übergang brauchen wir Regeln.

00:38:24: Und genau diese Regeln geht's jetzt.

00:38:29: Fünf Sekunden.

00:38:30: Ab dem Fünfzehnten Februar, zwei tausend sechsundzwanzig, müssen Online-Video anzeigen auf Plattformen wie YouTube, Facebook oder TikTok spätestens nach fünf Sekunden überspringenbar sein, sagt das allererste Land der Welt, der das macht, Vietnam.

00:38:45: Vietnam hat kürzlich, das war tatsächlich kurz nach Weihnachten, deswegen ist das für die meisten untergegangen, verabschiedet, dass man mit diesem Werbefrust endlich ein Ende setzen will.

00:38:53: Kurz gesagt ist es so, wir wollen so ein Rezeptvideo gucken oder irgendein Tutorial füllen Alltag.

00:38:58: und dann hast du auf einmal diese dreißig Sekunden Werbeanzeige.

00:39:01: Die blockiert dir alles und du sitzt dann da.

00:39:03: Das ist ja, wenn man ganz ehrlich ist, verschenkte Lebenszeit.

00:39:06: Kann man einfach nicht wegklicken.

00:39:08: Man will doch einfach nur den Content haben.

00:39:10: In Vietnam ist damit jetzt Schluss.

00:39:12: Die dortige Regierung hat das Gesetz verabschiedet, das weltweit jetzt für Aufsehen sorgt.

00:39:16: Ab dem fünften Februar gilt dort die strikte fünf Sekunden-Regel.

00:39:20: Heißt nicht, dass Werbung nur noch fünf Sekunden lang sein darf, aber es muss zwingend nach fünf Sekunden die Möglichkeit geben, sie zu überspringen.

00:39:29: Also diese langen, anskippel-Bil-Eds, wie man sagt, die uns die Lebenszeitraum sind damit illegal.

00:39:34: Krass, oder?

00:39:36: Ich glaube, es wird nur einen Effekt haben.

00:39:37: Alle Spots sind nur noch fünf Sekunden lang.

00:39:40: Du hast nicht einen dreißigunden Spots, sondern hast sechs, fünf Sekunden Spots.

00:39:43: Und

00:39:43: dafür wahrscheinlich sehr viel mehr.

00:39:46: Genau, das meine ich.

00:39:46: Also du hast dann in den drei Sekunden Sexpots und nicht nur einen.

00:39:48: Ich glaube, dass die Werbung und die Leute finden dann.

00:39:52: Und das ist ja auch Snack-Abbild.

00:39:53: Das ist ja auch dann auch.

00:39:54: insofern kannst du dann gerne großen Inhalte mehr.

00:39:56: vermitteln, aber dann hörst du halt, fünftausendmal, Müsli, Müsli, Müsli, Müsli, um jetzt nicht den einen Hersteller, der mit seiner Art ist vorzutragen, durchaus hier und da mal aneckt.

00:40:06: Seintebar!

00:40:07: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:08: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:10: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:11: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:11: Hörst

00:40:12: du halt, fünftausendmal?

00:40:13: Hörst

00:40:13: du halt, fünftausendmal?

00:40:14: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:14: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:16: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:17: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:19: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:20: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:22: Hörst du halt, fünftausendmal?

00:40:24: Hörst Und ich mich nervt es auch, gebe ich ja zu.

00:40:28: Und andererseits, ja.

00:40:29: Naja, aber andererseits wollen wir auch alles kostenlos haben.

00:40:32: Und es gibt nichts auf der Welt, das ist kostenlos.

00:40:34: Eben nichts.

00:40:35: Wie soll ich das herstellen, wenn kein Geld rankommt?

00:40:37: Dass sich jetzt Menschen bereichern, an irgendwelchen und zu viel verdienen und so, das liegt im Augen des Betracht, das mag ja alles sein.

00:40:43: Dass so was vorkommt, jemand zu gierig ist und so weiter, auch Konzerne.

00:40:46: Aber grundsätzlich kannst du natürlich nur was herstellen, wenn du Kohle hast.

00:40:50: ist es eben so.

00:40:51: Dann geht der Film eben nur über Werbefinanzierung oder Fernsehformat oder was auch immer.

00:40:55: Oder man schafft eben diese Bezahl-Abo-Modelle.

00:40:58: Das machen ja die Streamer.

00:40:59: Gott sei Dank auch.

00:41:01: Wunderbar.

00:41:01: Aber auch da irgendwann nach fünf, sechs Streamern, wie viel Geld willst du ausgeben?

00:41:06: Also das ist alles...

00:41:07: Wie viel Geld hat man überhaupt für so was übrig, wenn man ehrlich ist?

00:41:09: Genau.

00:41:10: Ja, genau.

00:41:10: Und mit der Werbung indirekt läuft es dann eben anders.

00:41:12: Also ist alles nicht perfekt und nicht ideal.

00:41:15: Ich finde... Einen Ansatz, der dort mit Sicherheit länger, also grundsätzlich bin ich beim australischen Modell.

00:41:20: Ich finde es gut, wenn Kinder später damit einsteigen dürfen.

00:41:24: Ja, das finde ich

00:41:25: offiziell.

00:41:26: Damit sie nicht so zugemüllt werden und dann wirklich so so Dopaminopfern werden, die in diesem Doom-Scrolling einfach nicht rauskommen.

00:41:32: Das entdecke ich bei mir ja auch.

00:41:34: Ich bin Mitte-Fürzig und ich komme manchmal nicht raus.

00:41:37: Ich bin dann willenlos.

00:41:38: Geht dir das auch so?

00:41:40: Ja, weniger, aber kommt durchaus auch mal vor.

00:41:42: Ja, ich finde einfach so, und ja, und weiter, und weiter, und weiter, und irgendwie ist man dieser, das Gehirn sagt, finde ich lustig oder finde ich dann bescheuert und man will sich aufdrehen, aber man bleibt drin.

00:41:51: Und Kinder können nun gar keinen Argument dagegen haben.

00:41:53: Und deswegen habe ich noch mal geguckt, was in Europa gerade die zwei großen Dinger sind, denn so ein Gesetz wie in Vietnam wird hier nicht kommen in der EU.

00:42:01: Aber was wir haben, sind ganz strenge Regeln für Kinder und für Transparenz.

00:42:05: In der EU liegt der Fokus jetzt vor allem auf Jugendschutz.

00:42:08: Werbung, die Profile vom Minderjährigen nutzt, ist streng verboten.

00:42:11: Das muss man von vornherein wissen.

00:42:13: Und zudem müssen alle politischen Anzeigen seit Oktober, twenty-fünfundzwanzig extrem transparent gekennzeichnet sein.

00:42:19: Also du musst sofort sehen, wer dafür bezahlt hat.

00:42:22: Das finde ich gut.

00:42:23: Und eine andere Sache, die mich auch umtrieben hat, weil ich immer denke, das kann doch nicht sein, dass man das schreiben darf.

00:42:29: Es gibt jetzt im nächsten oder im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:42:54: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr.

00:42:56: Ich frage es, wird es durchgesetzt, wird es verfolgt,

00:42:58: etc.,

00:42:58: ist ja immer das große Problem.

00:43:00: Ich finde gut, dass es gesetzseitig versucht wird, einzugrenzen.

00:43:06: Alle Sachen, die du genannt hast, finde ich auch.

00:43:08: Die Frage ist, ist das durchsetzungsfähig?

00:43:10: Und gut, die Erfahrung sagt wahrscheinlich, die acht Prozent halten sich dran, zwanzig Prozent nicht, aber immerhin.

00:43:16: Dann hast du immerhin acht Prozent erreicht.

00:43:17: Und dann wirst du von den zwanzig, erwischst du noch zehn und dann bleiben noch zehn Prozent über die Doofsen.

00:43:22: Ich habe keine Ahnung, wie die Zahlen sind, das ist jetzt rein erfunden.

00:43:25: Grundsätzlich finde ich das genau wie du sagst, finde ich das auch richtig.

00:43:28: Es ist nur, es hört sich immer, ich weiß nicht wie es dir geht, aber es hört sich so mühsam an, weil es so kleinteilig ist.

00:43:36: Und dann, ich höre dann bei diesen Sachen, die durchaus begrüßtenswert sind, die versuchen, etwas zu leisten.

00:43:42: Und es muss auch weiter passieren, ist auch toll, dass das passiert.

00:43:45: Aber mein Gefühl ist immer, ja, das haben wir drei Sachen, aber dreihundert Sachen sind gerade neu dazugekommen.

00:43:52: Wo wir auch noch mal fünf Jahre brauchen, bis wir die haben und dann sind drei tausend Sachen dazu gekommen, so fühlt es sich an.

00:43:56: Und ich würde gerne mal wissen, ob das wirklich so ist oder ob das nur die Flut, die man eben nicht greifen kann ist und die dieses Gefühl macht oder ob es eben doch effektiver ist, als wir alle denken, auch da positiv und negativ.

00:44:07: Vielleicht ist ja alles gar nicht so desaströs und so sinnlos und so... Und so wenig effektiv, wie wir denken, weil wir auch dafür ja keine Evidenz haben.

00:44:14: Wir haben ja auch da nicht.

00:44:15: Wahrscheinlich ist wieder beides, ne?

00:44:16: Also ich glaube, dass wir durch die Prokrastination, also das Aufschieben von all dem, was hätte sein müssen, auch bei uns in der Bundesrepublik, haben wir uns einen Berg an Scheiße aufgebaut, der jetzt da einfach rumliegt.

00:44:26: Wir sagen, wo sollen wir denn da jetzt mit dem Abtragen anfangen?

00:44:29: Und auf der anderen Seite auch werden uns natürlich durch die Algorithmen und durch diese süchtig machenden sozialen Medien Nur die schrecklichen Nachrichten geschrieben.

00:44:36: Es ist so schlimm.

00:44:38: Wenn

00:44:38: du links und

00:44:39: rechts aber guckst, uns in Deutschland geht es immer noch gut.

00:44:42: Klar, die Bewahrer und die Alamierer müssen auch einen Forum finden können, dass wir sagen, okay, aber der Erhalt unseres Wohlstands, der bedeutet auch, dass wir jetzt in die Zukunft gucken müssen.

00:44:53: Aber beides ist richtig.

00:44:54: Und wenn wir uns nur noch daran erinnern, dass alles scheiße ist und nur noch mit einem Mundwinken nach unten begegnet, dann ist es ja eine selbst erschöpft Self-fulfilling

00:45:04: Prophecy.

00:45:05: Das

00:45:05: wird so passieren, weil wir jetzt dran glauben.

00:45:07: Und da müssen wir gegen anarbeiten.

00:45:08: Wir kriegen es ja auch als vorgelebt.

00:45:10: Es ist auch die Motivation, die dabei stört.

00:45:12: Also nicht nur Self-fulfilling Prophecy ist, das inkludiert das.

00:45:14: Keine Frage.

00:45:16: Wenn man immer nur unterschlägt, dass Dinge auch gut sind, dass Dinge positiv passieren, bzw.

00:45:19: auch mal den Fokus dahin legt und mal hinschaut und nicht nur bei den Medien, dann ist das ja ein großes Problem.

00:45:26: Weil, glaube ich, auch die Tonalität sich natürlich auch ein wenig verändert.

00:45:29: Da ist nicht alles schlecht, alles gibt auch viele tolle Sachen.

00:45:31: Aber grundsätzlich medial, pressetechnisch, social-mediamäßig,

00:45:35: etc.,

00:45:36: etc.,

00:45:36: gesellschaftlich, der Ton ist ja nicht rauer, das wird immer gesagt, das ist alles ganz furchtbar, so schlimm ist es, glaube ich, nicht.

00:45:43: Es gibt ganz viele tolle Sachen nochmal.

00:45:44: Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer weniger Leute sich zuhören.

00:45:49: Und ich finde, ein schöner Dissens ist auch was Nettes.

00:45:52: Also wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind.

00:45:54: Und jetzt gehen wir was essen.

00:45:55: Und beim nächsten Mal haben wir vielleicht andere Argumente.

00:45:57: Gucken wir mal.

00:45:58: Aber wir müssen uns nicht hassen, bloß weil du jetzt rot willst und ich blau.

00:46:01: Und das, finde ich, ist so ein bisschen schade.

00:46:03: Und diese Aufregungsspirane, dass jetzt alle nur noch... Klicks generieren wollen und alle Aufmerksamkeit wollen.

00:46:09: Das ist die Ware.

00:46:10: Das bedeutet natürlich, wie du richtig saßt, Bad News oder Good News, dass immer diese Schrecknisse immer größer werden.

00:46:16: Das heißt, die kleinsten Sachen werden unfassbar aufgebaut.

00:46:19: Wenn ich mir jetzt angucke, in welcher Dramatik, natürlich muss man das tun, in welcher Dramatik zuletzt vor Frost gewarnt wurde, dann frage ich mich, also... Es ist Winter.

00:46:29: Und jetzt kam Tchatka mit bis zum neuen Stock Schneeverwirkung.

00:46:32: Und das ist ein Schneereignis.

00:46:34: Aber nicht, dass wir kurz mal Ellie haben, wo wir drei Schnorflücken haben, wenn wir kurz nicht durch Deutschland fangen können.

00:46:39: Herr Gott, noch eins.

00:46:40: Es ist Winter.

00:46:41: Ich verstehe, dass man sagt, was auf, das ist ein bisschen anders als sonst.

00:46:44: Das könnte Blitz, Eis und Glette und es ist sehr kalt.

00:46:47: Dann ist es so.

00:46:49: Dann holt

00:46:49: ihr eine Konserve und bleibt mit deinem Hintern zu Hause.

00:46:51: Bleibt zu Hause, wenn es geht.

00:46:53: Oder ist ja auch okay, man hat die Warnung raus.

00:46:54: Aber diese... Das meine ich, diese Tonalität, dass wenn man das nicht mitbekommt, diese Warnung, dass man dann stirbt.

00:47:02: Das ist so eine Überdramatik, die die Leute auch immer mehr in so eine Angstsituation manövriert.

00:47:09: Und das finde ich schade, weil das die Motivation hämt.

00:47:11: Weil du irgendwann sagst, da bleib ich nur noch zu Hause, sowohl körperlich als auch geistig, dann gehe ich gar nicht mehr raus.

00:47:18: Aber apropos Tonalität und apropos Zuhören.

00:47:27: Es ist weltweit der Auftritt der Woche.

00:47:29: Alle haben geguckt, alle haben Angst davor gehabt.

00:47:31: Und man wusste am Ende gar nicht, was war das denn jetzt.

00:47:34: US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos zwei und siebzig Minuten durchgedeht.

00:47:41: Zwei Sachen, die mich fasziniert haben.

00:47:42: Punkt eins, er spricht so wie andere Leute in DigiRidu spielen.

00:47:46: Ich frage mich mal ab, mit der er überhaupt noch ist.

00:47:50: Es ist ein Tod, ja.

00:47:51: Und was mich auch fasziniert hat, ist, ich habe es mir auf Deutsch angeguckt, beziehungsweise über deutsche Nachrichtensender, per deutsche Übersetzung, weil ich mal wissen wollte, wie das so bei uns dann ankommt.

00:48:02: Und die Leistung der beiden Simotan-Dolmetscherinnen hat mir massiv imponiert, denn du konntest ja nichts aus dem Kontext sammeln, denn es gab ja keinen.

00:48:11: Dahingefaselt.

00:48:13: Er hat Nachrichten veröffentlicht, die ihm eigentlich privat geschrieben wurden von anderen Startchefs.

00:48:17: Er hat Startchefs nachgeäfft oder öffentlich zum Gespött gemacht.

00:48:20: Hast du dir diese siebzig Minuten angetan oder versuchst du so etwas in deinem Leben auszublenden?

00:48:25: Nein, ich blende das nicht aus.

00:48:26: Ich habe aber auch nicht alle siebzig Minuten geguckt, geb ich zu.

00:48:28: Es gibt ja zahlreiche Zusammenfassungen, wichtige Dinge, Ausschnitte und so weiter.

00:48:33: Also das habe ich getan, aber ich bin noch nicht dazu gekommen, mir die vollen siebzig Minuten zu geben.

00:48:37: Muss auch nicht.

00:48:38: Ich blende das gar nicht aus, aber Das muss man sich tun, auch wenn es, ich finde es ist schmerzhaft, es tut fast körperlich weh.

00:48:45: Diese Abfolge von Unsinn, dieses Zusammengestammel von irgendwelchen nazistischen destruktiven Blödsinnigkeiten, da muss man es ja leider mittlerweile sagen und das in diesem Forum.

00:48:58: Es ist halt sehr bedauerlich, dass ein Mensch, der nur von sich selber redet und dem auch nichts anderes.

00:49:03: wichtig ist, dass die ganze Welt letztendlich diesem Nazismus hinterherhängt und das versucht zu bedienen, das ist schon bedauerlich, aber auch die Realität.

00:49:12: Und man schwankt immer so, finde ich, hin und her zwischen, das tue ich mir jetzt nicht weiter an und dann merkt man immer sofort im nächsten Reflex, ja muss ich aber, weil komme ich nicht drum herum.

00:49:22: Es ist einfach, es ist einfach eine Tatsache.

00:49:24: Eine Sache habe ich festgestellt, ich habe mir lange die Frage gestellt, warum ich das so tatsächlich wütend macht oder warum es mich so in Rage bringt, wenn ich das höre.

00:49:32: Und da ist er natürlich jetzt das Nonplus-Ultra-Beispiel, aber es gibt es ja nun auch in der deutschen Politik und wir haben jetzt nun wirklich sehr wichtige Landtagswahlen bei uns in Deutschland in diesem Jahr.

00:49:41: Mir ist aufgefallen, die Hauen lügen raus, als wären sie Wahrheiten und das ist dann das Fundament dessen, desschwach sind es, was dann kommt.

00:49:50: Ja.

00:49:52: Was heißt natürlich?

00:49:53: Fakt ist, ich bin politisch gar keine Position auf seiner Seite.

00:49:57: Muss ich auch nicht sein, er ist demokratisch gewählt und er kann das sagen, er soll das sagen.

00:50:02: Was mich aber aggressiv macht in die letzte Phase meines Körpers ist.

00:50:07: Wenn Lügen dazu führen, das neue Fundament zu sein, und man gar keinen... Im Englischen würde man also so ein Common Ground.

00:50:14: Also wo kommen wir her für diese Diskussion?

00:50:17: Auf was berufen wir uns?

00:50:18: Es gibt keinen Konsens.

00:50:19: Und das macht mich unendlich wütend.

00:50:21: Ja genau, es gibt doch dieses Gleichnis von der Taube, mit der man Schach spielt.

00:50:25: Ich finde, Trump ist genau diese Taube.

00:50:27: Wenn du mit einer Taube Schach spielst, dann wirft sie irgendwann alle Figuren um und kackt aufs Brett.

00:50:32: Das heißt... Wir können gar nicht miteinander scharf spielen, weil sie sich nicht an die Regeln hält.

00:50:36: Adivi, und das ist das, was du meinst, dass man von keiner Grundlage ausgehen kann, weil alles, was kommt, ist einfach Bullshit.

00:50:45: Und ich habe dazu gelesen, ob das stimmt, weiß ich nicht, habe mich das sehr, sehr lange gefragt, sowohl in der ersten, seiner ersten Legislaturperiode als auch jetzt, habe ich mich immer gefragt.

00:50:54: Meint er das ernst?

00:50:56: Weiß er das er lügt?

00:50:57: Weiß er es nicht?

00:50:58: Weil es ist so infam.

00:50:59: Es ist so so nazistisch selbstbewusst und dann habe ich irgendwann in zwei verschiedenen Artikel geließen.

00:51:04: Ich weiß nicht genau wie es heißt.

00:51:06: Irgendwas mit maligner Nazismus oder malizioser Nazismus.

00:51:09: Irgendwie sowas ähnliches tut mir leid.

00:51:11: Der genaue Fachbegriff ist mir gerade entfallen.

00:51:12: Aber so ähnlich ist es auf jeden Fall.

00:51:14: Und das ist eine ganz blöde psychische Komposition.

00:51:17: Sollte es denn bei ihm zutreffen, dass er tatsächlich Alles was, weil er keine Fehler machen kann, weil er Gott gleich sich selbst empfindet, dass er deswegen natürlich lügen kann und sofort selber daran glaubt.

00:51:29: Dass er alles, was er erfindet, muss die Wahrheit sein, weil er ja keinen Fehler machen kann.

00:51:33: Das heißt, es kommt vielleicht deswegen so unfassbar in Farm und bekloppt und selbst sich darüber, weil er wirklich daran glaubt.

00:51:40: Es macht letztendlich unter dem Strich auch keinen Unterschied, das gebe ich zu.

00:51:43: Weil da werden Sachen formuliert, wo du dir an den Kopf fasst.

00:51:48: Er steht davor der Sonne und sagt, das ist der Mond und alle müssen nicken und ja sagen.

00:51:52: Ja, du

00:51:52: hast es toll gesehen, Donald.

00:51:53: Wie konnten wir das jemals anders sehen?

00:51:55: Ganz genau.

00:51:55: Das Ding ist ja, es ist nicht nur dieser, also für uns beide, wir sind weder vom Fach noch gestattet, sich hier eine Ferndiagnose.

00:52:02: Und trotzdem darüber zu sprechen ist ja wichtig, weil die ganze Welt drüber spricht.

00:52:07: Es ist ja nicht nur dieser mutmaßliche Narzissmus, sondern eben auch die Frage nach seinem Gesundheitszustand.

00:52:12: Also er hat ja auch in dieser Rede, die ja nur wirklich viel zu lang war, hatte schon wieder Grönland mit Island verwechselt, hat permanent Wörter hin und her geworfen, hat dann gesagt, damals, als ich Präsident war, damals war der Senator in der Newstown in Kalifornien noch gar nicht Senator.

00:52:28: Weißt du, das sind so Sachen, das redet von sich in der Vergangenheit, obwohl er jetzt gerade der Präsident ist.

00:52:34: Seine Reden sind im Vergleich zu früher übrigens und zu seiner ersten Amtszeit deutlich sprunghafter und hasserfüllter geworden, ist gerade analysiert worden, also auch alles, was so Schlagwörter angeht und wie es formuliert.

00:52:43: Das kriegt

00:52:44: man ja auch mit, absolut.

00:52:45: Und das ist das, was mich erschüttert, weil natürlich dadurch hasssalonfähig wird.

00:52:50: Er lobt seine gestapoartige Eisbehörde, die wirklich... Auch mit ihren Klamotten jetzt Nazis nach EFT.

00:52:58: Und so auftritt wie eine Truppe und ja auch per Dokument machen darf, was sie will.

00:53:02: Sie haben ja gerade erst wieder geschrieben.

00:53:03: Die EIS dürfen machen, was sie wollen.

00:53:05: Und er sagt dann vor der ganzen Welt, da sitzen die schlau- mutmaßig oder mit Sicherheit die schlaust Menschen der Welt in Davos.

00:53:12: Und der sagte dann, ja, Amerika ist das angesagtes Land.

00:53:14: Der Welt, alle wollen zu uns.

00:53:16: Ich habe allein die Inflation besiegt.

00:53:18: Ja, das ist auch falsch.

00:53:19: Die

00:53:20: Kriege beendet.

00:53:21: Und das, was wir da machen, als Klimaschutzmaßnahmen ist.

00:53:24: der grüne Betrug.

00:53:25: Ich setze jetzt auf fossile Energien und Kernkraft.

00:53:27: Alles, was ihr da gemacht habt, ist völliger Unsinn.

00:53:29: Und ich mache, was ich will.

00:53:32: Das geht doch so nicht.

00:53:33: Anscheinend schon.

00:53:35: Klar.

00:53:35: Es geht schon.

00:53:36: Er kann das machen.

00:53:37: Die Frage ist, wie lange das hält, wie lange es funktioniert, ob er wirklich einen Umweg finde.

00:53:41: Ich glaube nicht, dass er so einfach aus dem Amt scheiten wird nach seiner zweiten Regierungsphase.

00:53:46: Aber wir werden sehen.

00:53:48: Ich glaube schon, dass die Wahrheit ist, wer den größeren Knüppel hat im Moment, hat sitzt am längeren Hebel, sitzt an der Macht.

00:53:55: Aber der Ursprung, das finde ich, wo du gerade sagtest, dass er natürlich auch ein gewisses krankhaftes Bild zeigt.

00:54:04: Wir wissen es nicht, du hast recht, wir sind keine Erz

00:54:06: etc.,

00:54:07: wir können das auch nicht erlauben, aber sollte es so sein, ich finde es immer erstaunlich, dass dass so viele Berufe eine Ausbildung verlangen, dass so viele Berufe so oft gecheckt werden, aber ein Mensch, ein einzelner Mensch, der so viel Macht in sich vereint, der so eine Ausflugung hat auf die ganze Welt natürlich, dass das sein kann, dass derjenige eben nicht doppelt geprüft, nicht nur gesundheitlich, sondern auch.

00:54:32: Sondern auch sonst, da ist ja angeblich alles in Ordnung, wer weiß.

00:54:34: Ja, wahrscheinlich ist es noch schlimmer.

00:54:36: Er ist durchgeprüft worden und steckt wahrscheinlich mutmaßlich.

00:54:40: Voller Medikamente, es wird aber verschleiert.

00:54:42: Ich habe mir gerade noch ein paar Texte gelesen, Wissenschaftler Natur, die sich mit dieser, wie heißt das?

00:54:50: Präfrontalen, Demenz oder so was, kognitive Demenz auseinandersetzen.

00:54:54: Allein seine Haltung, die ist permanent nach vorne gelähnt.

00:54:56: Hab ich

00:54:56: auch gesehen.

00:54:57: So was, dass diese körperliche Deformierung, dass er in sich ein sagt und dass er seine Wörter alle nicht mehr findet, dass er nacheinander völlig wirre Sätze ineinander jongliert, ohne zu wissen, wo er eigentlich hin will.

00:55:08: Das sind ja alles mehr oder minder ganz konkrete Zeichen dafür, dass es irgendwie nicht gut bestellt ist.

00:55:12: Ich wünsche ihm das nicht, nur ist es eben so, dass, was er sagt, ist ein Effekt auf die ganze Welt.

00:55:18: Auf die ganze Welt.

00:55:19: Und indem er seine Kollegen verspottert, verspottert der andere Länder und stellt ihre Integrität infrage.

00:55:26: Und das ist das, was mich erschüttert.

00:55:27: Ich muss mit dem nicht politisch einer Meinung sein, möchte ich auch gar nicht, wird auch nicht mehr passieren.

00:55:32: Nur wenn der jetzt unsere NATO durcheinanderbringt, dann haben wir ein Problem um unsere Sicherheit und dann weiß ich auch nicht, wie es weitergehen soll.

00:55:38: Umso eher muss man die NATO oder jegliche Form von Übereinkunft fester bauen, nachbauen, korrigieren, dass nicht einer eruptiv alles gefährdet.

00:55:50: Jetzt ist es natürlich auch noch eines der wichtigsten, gerade militärisch gesehen, eines der wichtigsten Partner, ganz klar, Schutzbedürfnis etc.

00:55:56: Protektorat usw.

00:55:57: ist ja fast.

00:55:59: Dass man schaut, dass das Krisensicherer wird.

00:56:04: So ein Fall gab es ja noch nie.

00:56:05: Es gab früher viel mehr Treu und Glauben.

00:56:08: So was hat man nicht gebaut.

00:56:10: Man hat überhaupt nicht für möglich gehalten, dass so was jemals passieren kann.

00:56:13: Weil man gesagt hat, wir sind alle vernünftig.

00:56:17: Dass jemand da sehr unvernünftig einfach reinpoltert.

00:56:20: Damit rechnet wahrscheinlich keiner oder hat dann was keiner gerechnet.

00:56:23: Ich

00:56:24: erwische mich, dass ich einen Satz sage, den unsere Großelterngeneration immer gesagt hat.

00:56:28: Das macht man doch nicht.

00:56:29: Ja, ja, das macht

00:56:31: man doch nicht.

00:56:32: Das würde man doch jetzt nicht tun.

00:56:33: Man würde doch seinem Gegenüber jetzt nicht so eine Urfallgefahr versammelter Mannschaft geben.

00:56:37: Ja,

00:56:37: es ist ja auch dumm.

00:56:38: Also machen wir es nix vor.

00:56:39: Es geht ja nicht nur um die Moral- und Ethik, sondern es ist ja, von mir aus kann er disruptiv brachial ehrlich sein und mal ein paar Sachen raushauen.

00:56:46: Wenn es wenigstens inhaltlich schlau wird, dann wäre es ja okay.

00:56:49: Dann kann man immer sagen, mein Gott, dein Ton, da müssen wir jetzt alle mit leben.

00:56:52: Aber es ist ja auch noch unfassbar dumm.

00:56:54: All das zu schwächen, schwächt ihn ja selbst, schwächt ja Amerika selbst, aber es ist offensichtlich, glaube ich, nicht in der Lage zu sehen, dass das ein Bummerrang ist.

00:57:01: Früher oder später, ob jetzt direkt, ob jetzt irgendwelche Kurse nach oben oder unten gehen, heißt ja nicht, dass es auf ganzer Linie nicht alle schwächt.

00:57:08: Das ist ja sicher aus vielen, vielen Gründen, die hier sicherlich zu umfangreich zu erläutern wären.

00:57:13: Es ist aus vielen Gründen einfach unfassbar dumm, was er macht.

00:57:15: Jetzt kann man natürlich auch da wieder streiten und sagen, ja, das ist jetzt deine Meinung.

00:57:19: Natürlich ist es das.

00:57:19: Klar, das ist meine Meinung, meine Haltung.

00:57:21: Wenn man ein bisschen tiefer geht, ein bisschen überlegt, dann merkt man, naja, aber du schaufelst ja nicht nur den anderen einen Grab und das mag dir egal sein, aber du schaufelst ja nicht auch dir persönlich, aber vor allem dem Land, dem du eigentlich verpflichtet bist.

00:57:32: Du bist ein Angestellter.

00:57:33: Du bist nicht der König von Amerika, sondern du hast einen Service zu leisten.

00:57:38: Du musst das Land nach bestem Wissen und Gewissen führen.

00:57:41: Du musst die Menschen beschützen.

00:57:42: Und du musst für Prosperation sein.

00:57:44: Du musst kultivieren, etc.

00:57:47: besser machen und nicht schlechter und nicht mehr gefährden.

00:57:50: Aber das versteht er ja nicht ganz offensichtlich.

00:57:52: und all das sind Hinweise, dass dass auch vielleicht ein Trump in seiner womöglichen Art von Demenz auch instrumentalisiert wird.

00:57:59: Ich habe nur

00:58:00: von wem, weil Rubio weiß nicht, ob der so viel

00:58:03: unfassbar viel schlauer ist.

00:58:04: Nö, dass wir mit Sicherheit die großen Tech-Milliardäre, die sich neue Sachen überlegen, was sie damit einem großen Land wie Grönland vielleicht tun wollen.

00:58:11: De facto, Grönland ist erst mal vom Tisch, jetzt hat man eine Einigung gefunden, er darf da seinen guten Dom auf, also bis jetzt, genau, stimmt.

00:58:16: Wer weiß?

00:58:17: Das kann ja nach heute Abend schon wieder anders sein.

00:58:19: Ja, wirklich, der ist für dich recht verrückt.

00:58:21: Zur

00:58:22: Sekunde ist Grünland vom Tisch.

00:58:23: Er darf seinen Golden Dorm, wir sagen, seine ganzen Raketenbasen da aufbauen, um sich im Fall der Fälle gegen Hyperscheiraketen aus China oder Russland zu verteidigen.

00:58:30: Das ist erstmal so.

00:58:32: De facto ist er aber auch so.

00:58:33: Ich habe einen Satz gefunden, das fand ich ganz bezeichnend, wie sich alles verändert hat.

00:58:37: Bei seiner allerersten Redin Davos war er damals, glaube ich, nur fünfzehn Minuten da geredet.

00:58:43: Da hat er gesagt, America first does not mean America alone.

00:58:46: Amerika zuerst heißt nicht Amerika alleine und heute ist es exakt andersrum und das finde ich fasziniert.

00:58:53: Wenn wir uns aber neu aufstellen wollen, wie du es gerade gesagt hast, mit der NATO braucht man Geld.

00:58:57: Und ich sage mal so, haben wir bei Fleisch gar nicht mehr.

00:59:00: Zwei Komma sechs, zwei Komma sechs Billionen Euro.

00:59:06: oder wie ich sage, die schwarze Null ist tot.

00:59:08: Deutschland hat so viel Schulden wie noch nie.

00:59:10: Die große Frage ist das Bremse- oder Booster.

00:59:13: Das Statistische Bundesamt hat die Katze aus dem Sack gelassen.

00:59:15: Zwei-tausend-sechshundert-acht-komma-acht-Milliarden-Euro.

00:59:20: Zur Sekunde, während ich spreche, noch mehr.

00:59:22: Das ist der neue Rekordwett der deutschen Staatsverschuldung.

00:59:25: Ein Zuwachs von zwei Komma-eins-Prozent zum letzten Quartal.

00:59:29: Ich sag mal so, für unseren Bundeskanzler Friedrich Merz ist das mehr nur als nur eine Randnotiz statistisch gesehen.

00:59:34: Jetzt kommt auch unser Bundeskanzler mit dem Schwung des Herbstes der Reform ins neue Jahr.

00:59:40: Ralf.

00:59:40: Ja.

00:59:41: Was interessiert mich wirklich brennt, weil man sich sonst selten über Politik breit sprechen hört.

00:59:47: Wenn du ein Arzt wärst, welche Diagnose gibst du Deutschland gerade?

00:59:51: Wenn ich ein Arzt wär.

00:59:54: Welche Diagnose gebe ich Deutschland?

00:59:55: Ich glaube, dass die Medikation falsch eingestellt

00:59:58: ist.

01:00:00: Das würde ich wahrscheinlich sagen.

01:00:01: Ich glaube, wir müssen in ihrer Medikation neu justieren.

01:00:04: Kriegen wir schon hin.

01:00:05: Ich würde nicht sagen, hoffen wir als Verlohren kaufen Sie schon mal eine Grabstelle.

01:00:08: Das würde ich auf gar keinen Fall sagen.

01:00:10: Ich würde auch nicht sagen, alles Toppy, Tippi, Soopy weitermachen wird schon.

01:00:14: Würde ich auch nicht sagen.

01:00:15: Ich würde sagen, viele Parameter sind gut.

01:00:17: Ich glaube, dass mehr gut sind, als wir denken.

01:00:19: Das ist auch kein blinder Positivismus, den ich jetzt unbedingt nach oben grabe, sondern ausgrabe, sondern dass ich glaube ich wirklich, ich glaube, dass nur in Schräglage geraten ist, wie wir viele Milliarden anwenden, dass das eben das viel zu große Problem geworden ist.

01:00:38: Dass man natürlich versucht, in einem gewachsenen System allen gerecht zu werden, dass man natürlich versucht, niemanden zu vergessen, obwohl das dennoch zahlreich passiert.

01:00:51: Und das Thema ist so unfassbar komplex, dass es Menschen braucht, die diese Komplexität nicht nur verstehen, sondern auch oder größtenteils verstehen, sondern auch das Know-how haben, das anzugehen und auch den Mut und den Willen.

01:01:04: Und ich habe bisweilen das Gefühl, dass das nicht immer der Fall ist.

01:01:08: Ich würde das mal gerne auf dich runterbrechen, wenn ich den Versuch kurz starten darf.

01:01:11: Bist du ein Privatmensch, der mit Schulden gut umgehen könnte oder kann?

01:01:15: Weil ich, wie füttert das noch an?

01:01:16: Ich hatte ganz lange ... Also wirklich lange in meinem Leben ein Girokonto ohne Dispo.

01:01:22: Weil ich damit nicht umgehen konnte jemandem etwas Schulden zu müssen.

01:01:27: Und ich das Gefühl habe, da kommst du doch im Leben nicht wieder raus.

01:01:30: Auch mit diesen ganzen, wo man jetzt so spontan einkaufen kann.

01:01:33: Kurz mal hier für Polinen eine Schulden aufgenommen.

01:01:35: Damals für eine Jeans.

01:01:36: Das ist ein im Fall der Fälle ein Strudel, den man nie wieder verlassen wird können.

01:01:41: Wie ist das bei dir?

01:01:42: Ja, ist bei mir genauso.

01:01:43: Also ich hatte ein Dispo.

01:01:44: Ich bin Künstler.

01:01:45: Also damals war ich ganz froh über die geringe Dispomöglichkeit hin und wieder.

01:01:49: Aber ich habe mich immer unwohl geführt.

01:01:51: Ich bin auch extrem konservativ langweilig.

01:01:53: Also ich glaube, es ist auch eine Einstellungsfrage.

01:01:56: Kann ich damit leben?

01:01:56: Die Bank lebt ja auch davon, von Geld zu verleihen etc.

01:01:59: Also ist ja nicht die Oma, die jetzt weniger Rente hat, weil ich meine hundert Euro nicht zurückzahle, sondern in dem Fall ist ja dann tatsächlich eine Bank.

01:02:06: Auch das muss man immer ernst nehmen.

01:02:07: Aber um die Frage... zu beantworten.

01:02:10: Ich fühle mich auch nicht wohl.

01:02:11: Also ich fühle mich mit Schulden.

01:02:13: Nicht wohl.

01:02:13: Ich habe alles immer doppelt und dreifach abgesichert und checke das.

01:02:17: Das ist aber das seltene, sehr subjektive Situation.

01:02:19: Es gibt Menschen, die kommen damit gut klar.

01:02:21: Und es gibt Menschen, die brauchen eine vermeintliche andere Sicherheit, dass eben nicht eine angehäufte Summe von Schulden vorhanden ist, die sie im Zweifel nur kaum abtragen können.

01:02:32: Jetzt

01:02:32: sind wir aber auch ein ehemaliger Schlag, glaube ich, du, dich.

01:02:34: Jetzt, wenn man jetzt nämlich einen Ökonom fahren

01:02:35: würde.

01:02:36: Wir sind beide sehr langweilig, was das sein würde.

01:02:37: Ja, ich glaube,

01:02:37: nein.

01:02:37: Und fein, glaube ich, sehen wir Geld nicht als Möglichkeit abhaben oder... Wenn du jetzt aber einen Ökonom fragst und eine Ökonomin, dann sagt ihr doch ja, Moment mal, aber das ist auch eine Möglichkeit.

01:02:48: Und genau diese Argumente würde ich ganz gerne noch mal gegeneinander stellen.

01:02:51: Vielleicht sehen wir es dann so falsch.

01:02:52: Weil nämlich die eine Frage ist ja, ist der Generationenvertrag jetzt Feierabend?

01:02:56: Also wer zahlt das denn am Ende?

01:02:57: Auf der einen Fall haben wir nämlich die Feststellung, irgendwann schnappt diese Zinsfalle zu.

01:03:01: Wer heute Schulden macht, muss morgen die Zinsen bedienen.

01:03:04: Und bei einem Schuldenberg von zwei Komma sechs Millionen Euro fressen die Zinszahlung bereits jetzt schon riesige Löcher in den Haushalt.

01:03:11: Wir sagen, wir haben kein Geld mehr für Bildung, Rente, Steuersenkung fehlt auch so.

01:03:16: Und in Zeiten globaler Unsicherheit ist ja gerade die Fiskarpolitik, also die Finanzpolitik von Deutschland so ein Angriff.

01:03:22: für den Euro und für Europa.

01:03:24: Und es ist moralisch schwer vertretbar, die Krisenbewältigung von heute komplett auf den Schultern dir abzuladen, die noch gar nicht wählen dürfen.

01:03:33: Ist ja auch noch mal ein Thema.

01:03:35: Das ist die eine Sache.

01:03:37: Auf der anderen Seite hast du aber auch und deswegen das Argument von der anderen Seite.

01:03:41: Wir haben einen riesigen Investitionsstau.

01:03:43: Da kann man jetzt rumheulen, warum, aber de facto haben wir den.

01:03:47: Wir haben eine Wachstumsbremse, also wir haben nicht nur ein paar kaputte Brücken, wir haben glaube ich über tausend.

01:03:51: Wir haben instabiles Stromnetz, wir haben keine gute Digitalisierung, wir sagen eine ganz schlechte Digitalisierung und die Infrastruktur digital und physisch muss dringend... auf neuesten Standard gebracht werden.

01:04:03: Und deswegen fordern Ökonomen ja seit Langem zwischen den Ausgaben wie Sozialleistung und wie anderen Ausgaben, die investiv sind, also China, Digitales, Bildung zu unterscheiden, damit wir vorankommen.

01:04:14: Also wir müssen heute digital, wir müssen heute dringend Schulden aufnehmen, um in Zukunft überhaupt noch da zu sein.

01:04:21: Welcher These würdest du eher folgen?

01:04:25: Ich glaube, ich glaube, dass wir Mit der ersten These, die gerechter wäre, also einfach aufzuhören, noch mehr Schulden aufzunehmen, und man sagt, wie sollen wir das jemals zurückzahlen, dass das eine Reflextheorie ist.

01:04:40: Ich glaube, dass die natürlich auch, und niemand weiß es, ich auch nicht, dafür fehlen wir der Background, aber ich glaube, dass das in Zweifel wahrscheinlich das Problem vergrößert, weil wir Ja, eigentlich eine Energie aufbauen müssen, in dem Fall natürlich mit Geld, weil wir natürlich eine Möglichkeit aufbauen müssen, um überhaupt wieder handlungsfähig zu werden, damit wir aus den Schulden wieder rauskommen.

01:05:03: Ich neige also tendenziell eher zur zweiten.

01:05:05: Ich würde mir aber nie anmaßen, dass ich es weiß.

01:05:07: Ich würde nicht in die Politik gehen und sagen, pass auf, ich werde jetzt Finanzminister und ich sage euch jetzt, wo es langgeht, weil ich kann diese Frage nicht eindeutig beantworten.

01:05:15: Aber es erscheint mir sehr schwierig, gerade in der jetzigen Situation, Geld einzusparen.

01:05:22: Ja, Generationen später darf man nicht so sehr belasten.

01:05:25: Das ist völlig richtig, das dürfen wir nicht.

01:05:27: Und auf der anderen Seite ist die Realität die, dass wir uns, wir haben gerade sehr viel über Donald Trump und Amerika geredet, dass alle sagen gleichzeitig, ja gut, wir müssen trotzdem jetzt ein tausend Panzer kaufen und das Militär wieder bewaffnen und wir müssen uns wehren können.

01:05:42: Eine wehrhafte Demokratie aufbauen, damit wir nicht überrannt werden mit unserem Altruismus und mit unserem, ja, wir glauben an das Gute, ist gut, aber wenn der andere, Wer auch immer sein Markt den größeren Knüppel hat, haut er trotzdem drauf.

01:05:53: Also müssen wir eine wirhafte Demokratie bauen und da müssen wir wieder hin, weil das vernachlässigt wurde.

01:05:57: Aber das muss bezahlt werden.

01:05:58: Also ich will das nicht zu sehr von Militär anflangen, aber das ist jetzt nur ein Beispiel.

01:06:03: Vielleicht ein riesengroßer Kostenfaktor, wenn man ganz ehrlich ist.

01:06:06: Wenn man ganz ehrlich ist, wie sollen wir es bezahlen?

01:06:07: Genau.

01:06:08: Wir müssen es irgendwie bezahlen.

01:06:09: Und wir können nicht sagen, machen wir übermorgen, weil wir wissen gar nicht, was Kollege Putin da morgen gerade Bock hat zu machen.

01:06:14: So sieht es aus.

01:06:15: Das heißt, wir können jetzt nicht sagen, wir sparen jetzt erst mal zwei Hundert Milliarden, damit wir dann in zehn Jahren genug zusammengespart haben.

01:06:22: Ich glaube, die Idee mit Risiko, mit einem gigantischen Risiko, jetzt natürlich auf die Kacke zu hauen und dann zu sagen, damit machen wir uns handlungsfähig, damit wir aus den Schulden wieder rauskommen.

01:06:33: Diese Theorie ist, vermeintlich mutiger.

01:06:36: Ich glaube, sie ist ein bisschen logischer, aber sie ist logischerweise auch riskanter.

01:06:40: Keine Frage.

01:06:41: Ich habe

01:06:42: für mich ein Erkenntnis, denn ich hatte das große Vergnügen, ja, die Kanzlerinterviews machen zu dürfen in Satte Eins bei uns im Frühstücksfernsehen.

01:06:47: Ich hatte ja alle auf der Couch sitzen und unser jetziger Bundeskanzler, Friedrich Merz, damals ja noch aspirant, hat mir gesagt, mit mir und er war sich schon ziemlich seiner Sache sicher, das darf ich vorwegschicken.

01:06:57: Ich hatte an dem Tag schon das Gefühl, dass da nicht eine Unze des Zweifels in ihm herrscht, dass es nix werden würde.

01:07:04: Gleichzeitig hat er mal gesagt, mit mir wird es keine neuen Schulden geben.

01:07:08: Gelogen hat er nicht, denn es heißt ja Sondervermögen.

01:07:12: Das Unwort des Jahres, wie ich finde völlig zu Recht.

01:07:16: Aber das ist das Ding womit ich am meisten hadere.

01:07:19: Weil im Wahlkampf mir eine Sache versprochen wird, die man de facto in der modernen Politik nicht mehr halten kann.

01:07:25: Jede Politikerin, jeder Politiker, und das finde ich spannend, denn ich glaube, Wales als erstes Land hat jetzt da etwas verabschiedet, dass man in Zukunft Politiker feuern kann, wenn man beweisen kann, dass sie gelogen haben.

01:07:36: Als erstes Land der Welt haben sie Ehrlichkeit als Passus aufgenommen.

01:07:40: Und ich finde, das müsste ... die Basis allen handelt sein, dass man komplett unterschiedliche Ansichten hat, dass wir uns hier in einer Konsensdemokratie befinden, mit dem wir uns austauschen müssen und gemeinschaftlich irgendwie daran schrauben und nicht eine Ansage machen, dass das System so muss es sein.

01:07:54: Aber bitte sagt mir vorher nicht, es ist alles gut, wir müssen nur die Wirtschaft ein bisschen ankobeln, am Ende haben wir doch fünf von einem Milliardenschulen.

01:07:59: Das geht so nicht.

01:08:00: Ja,

01:08:01: es geht natürlich nicht.

01:08:02: Wir wollen alle gewählt werden.

01:08:05: Das ist ein unfassbar komplexes Thema erneut.

01:08:08: Ähm, was machst du?

01:08:10: Also, wenn ich die Wahl habe und ich rede jetzt nicht von Merz speziell, was machst du?

01:08:13: Du willst die Wahl gewinnen, damit du Dinge bewegen kannst.

01:08:16: Geh mal mal vom Guten aus.

01:08:17: Also geh mal dir wirklich seinen politischen Beruf wirklich liebt und das machen will, weil er wirklich was bewegen will, und zwar zum Guten nach vorn, natürlich nach eigener Überzeugung.

01:08:25: Jetzt sagt er, okay, ich muss jetzt sowas sagen, zum Blödsinn erzählen, was ich hinterher nicht halten kann, damit ich gewählt werde, damit ich das machen kann, damit ich meine Schritte gehen kann.

01:08:33: Er wusste es also schon.

01:08:34: Ich bin

01:08:34: mir ziemlich sicher, dass er es schon wusste.

01:08:36: Also das macht es nicht besser.

01:08:38: Gleichzeitig denke ich, dass eine große Haufen Ehrlichkeit, der mit einem Gesetz das dann für alle gilt, dann ist es okay, wenn nur eine eine muss der andere nicht, hast du einen Ungleichgewicht.

01:08:48: Wenn es aber für alle gilt, deswegen braucht es eigentlich so ein Gesetz.

01:08:50: Ich finde das super, dass wenn es den Wales ist, weiß ich nicht, dann, wenn die das gemacht haben, dann finde ich das eine sehr, sehr guten Schritt.

01:08:57: Ich glaube auch, dass das Publikum hätte ich fast gesagt, aus meinem Beruf heraus.

01:09:01: dass die Bürger, dass alle Menschen, glaube ich, diesen Pluspunkt der Ehrlichkeit durchaus verstehen würden, aber eine Garantie dafür gibt es auch nicht.

01:09:10: Also wir wollen ja alle oft das Gute hören.

01:09:13: Wir wollen ja alle hören, was jemand zum Guten wenden wird.

01:09:15: Dann sagt er ja, A, B, C bis bis Z, werde ich alles machen.

01:09:21: Das wird alles ganz toll, ist natürlich alles schön farberei und das meiste wird nicht klappen, aber das ist zumindest der Wunsch.

01:09:26: Und dann, weil man ein Konsens herstellen will, was wir wollen.

01:09:30: Dass dann viele wissen, das wird nicht klappen, finde ich, sollte man den Bürgern sagen.

01:09:35: Sollte man ganz ehrlich, transparent machen.

01:09:38: Aber das Problem bislang war eben, dass dann der den Vorteil hatte, der gelogen hat.

01:09:43: Und der, der mehr oder weniger ehrlich war, hatte das nachsehen, weil er gesagt hat, nee, Leute, geht alles nicht.

01:09:48: Wir haben zu wenig Kohle, es wird Schulden geben, es wird bitter, wir müssen das und so weiter.

01:09:52: Wobei, wenn man das so krass gemacht hätte, bin ich relativ sicher, dann hätten die Leute, wenn die Leute wahrscheinlich sogar mitgegangen, das hat sich noch keiner getraut.

01:09:58: Trotzdem gab es dieses Ungleichgewicht.

01:09:59: Wenn, aber jetzt, das meinte ich eben, es ein Gesetz gibt, das alle, alle, die im Wahlkasten, sprich alle Politiker, dazu verpflichtet, dass sie die Wahrheiten einfach sprich sagen müssen oder nur das versprechen, was sie auch halten können, weil sie hinterher dafür haftbar gemacht werden können.

01:10:12: Wenn das wirklich alle betrifft, dann hat keiner einen Vorteil.

01:10:15: Und dann Wird es lustig, dann wird es auf jeden Fall, dann sieht ein Wahlkampf, demnächst auf jeden Fall auch ganz anders aus, was ich super fänd, weil man dann eben nicht die Superlattiven mehr hören wird, wenn es denn so ist.

01:10:27: Weil es eben einfach nicht geht.

01:10:29: Leider.

01:10:30: Das Fand, in dem Milch und Honig fließt.

01:10:32: Ja, das geht eben nicht.

01:10:33: Und das zu versprechen und hinten zu sagen, ja, jetzt ist aber doch alles doof.

01:10:36: Uch, ist natürlich scheiße.

01:10:37: Weißt du, was ich ganz toll finde, Reif?

01:10:39: Ich habe vor diesem Podcast, ich habe mal eine Wette mit mir selbst und die Wette ist komplett aufgegangen.

01:10:46: Ich habe gewettet, dass du ein unglaublich belesender, vielseitig interessierter, sehr tiefkroniker Charakter bist, der mit dieser Basis zu Kunst gefunden hat.

01:10:56: Und dass das bestätigt wurde, macht mich gerade happy.

01:11:00: Ich danke dir für dieses wunderbare Kompliment.

01:11:03: Ich kann das Kompliment auch zurückgeben.

01:11:04: Ganz, ganz toll.

01:11:06: Und ich möchte mich bedanken, dass du mich heute durch diese Episode Zahltag begleitet hast.

01:11:09: Ich danke dir für die Einladung, mein Lieber.

01:11:10: Es war ein ganz tolles Gespräch.

01:11:12: Ich wünsche dir auf deinem Finale von Schmitzfindigkeiten.

01:11:15: Wünsch dir ganz viel Spaß.

01:11:16: Ich danke dir.

01:11:17: Die nächste Podcast.

01:11:18: Ach so, übrigens.

01:11:19: Die Anekdote vom Anfang.

01:11:20: Warum da drei Leute vor deinem Hotelzimmer standen und dir Tee und Müße geben wollten.

01:11:27: Die muss man natürlich dann auf deinem eigenen Podcast hören.

01:11:29: Ich will ja nicht die Leute jetzt von dir da weglocken oder wie machen wir das?

01:11:33: Das ist richtig.

01:11:34: Ja, wir wundern aber einfach Spontanorama hören.

01:11:36: Sehr, sehr gerne Leute, wo ich Menschen, quasi Menschen an meiner Tür klopfen, von denen ich vorher nichts wusste.

01:11:40: Und dann entsteht ein Gespräch aus sich selbst daraus.

01:11:43: Es macht sehr, sehr viel Spaß, genau.

01:11:44: Und da kommt diese Geschichte unter anderem auch vor.

01:11:46: Tatsächlich, ja.

01:11:47: Das ist also die Hausaufgabe für dich, die du heute zugehört hast, oder der, der du heute zugehört hast.

01:11:51: Spontanorama hören mit Reif Schmitz.

01:11:53: Dann gehst du in Schmitzfindigkeiten bis April, und besorgst dir jetzt wohl hoffentlich noch ein paar Karten für Schmitz-Man.

01:12:00: Das nächste, dein zehnte Programm von meinem Gast heute, Ralf Schmütz.

01:12:03: Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit.

01:12:04: Vielen Dank, dass du uns deine Zeit geschenkt hast.

01:12:07: Gerne, sieben, acht, neun, zwölf, zwölf Sterne vergeben.

01:12:10: Und wie immer, die Hausaufgabe von mir sagt doch drei Leuten Bescheid, dass das hier unglaublich gut war.

01:12:15: Dann wird das immer größer.

01:12:18: Alle drei Fragezeichen-Fans wissen, das war früher die Telefonlawine, jetzt ist es die Likelawine.

01:12:23: Ralf, vielen Dank.

01:12:24: Ich danke dir, Daniel.

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